Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

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Schorsch
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4334

Beitragvon Schorsch » 20.03.2018, 12:13

Hallo,

also ich stimme Wolfgang definitiv auch bei vielem zu, allerdings nicht 100 %. Am Anfang ist bei Flox definitiv kaum Aussage möglich, da ist soviel Dynamik und Bewegung drin. Zudem sind mögliche verspätete Reaktionen möglich etc. Allerdings haben gewisse NEM definitiv einen spürbaren positiven Einfluß und können Stabilität bringen. Das begründe ich sehr überzeugt aus meinen umfassenden Recherchen und auch meiner eigenen Erfahrung, insbesondere nachdem ich relativ schnell Postflox direkt konsequent mit Magnesium anfing. Dadurch gingen meine Herzschübe und Eyfloaters nach 2-3 Wochen defintiv weg. Seither fuhr ich eine durchgängige Magnesiumgabe und kontrolliere diese im Vollblut. Wenn ich bei mir Magnesium aussetze, habe direkt sofort Wadenschmerzen und einen Tag später ziehen meine A-Sehnen wie blöd. Das ist keine Einbildung sondern mehrfach / abgrenzend von anderen NEM von mir getestet. Auch spüre ich deutliche Unterschiede bei verschiedenen Magnesium-Produkten oder, ob ich zusätzlich die A-Sehnen mit transdermalen Magnesium-Öl konsequent täglich einmassiere. Man merkt als Flox aber auch eine Erkältung oder Zunahme von Streß o.ä., irgendwann weiss man aber welche Faktoren sich wie auswirken.

Sicherlich ist Flox zum Großteil nicht direkt beeinflussbar. Allerdings definitiv indirekt, wenn bei einer Nährstoffversorgung schon was nicht stimmt, dann stimmt diese auch für einen Gefloxten nicht. Und das schadet einem Flox sicherlich deutlich spürbarer, wie wenn dies jemanden ohne Flox hätte. Bei uns sind definitiv gewisse Stoffwechselfunktionen reduziert oder soweit kaputtgefloxt, dass keine oder kaum mehr Leistungen erbracht werden können. Daher ist alles was Linderung verschafft und Stoffwechsel fördernd ist positiv. Man darf halt auch nicht glauben, das man rein mit NEM oder gesunder Ernährung alles in paar Wochen wegbekommt. Wie lange habe ich mit meinem Darm rumgemacht, bis ich wieder einen halbwegs festen Haufen setzen konnte, ich habe Monatelang Probiotika geschluckt...Hier hat mich dann aber trotz ewiger Darmsanierung das Heilfasten schlagartig deutlich vorwärts gebracht. Trotzdem ist auch hier noch nix wie zuvor aber deutlich besser. Ich für mich schätze das man als Flox je nach Status ein Leben lang die Schwachstellen seines Stoffwechsels kennen und irgendwie ausgleichen muss. Sonst geht der Abbau stets weiter.

Das Krabiwi noch enthusiastisch ist kann ich verstehen und das ist auch gut so. Man sollte sich allerdings nicht an den Aussagen einzelner Gefloxter festhalten, da es alles zu komplex und wenig abgrenzbar ist. Nur weil jemand bei Floxihope was positives von WHEY-Protein schreibt muss das noch lange nicht sein. Man sollte aber auch den allgemeinen Konsens / Sachverhalt hier objektiviert querlesen und anschließend selbst ausprobieren. Was ich schon alles getestet habe. Ohne zu übertreiben ich sage euch das ich besser bin wie mancher Heilpraktiker. Auch im Bezug auf andere Krankheiten / Therapien und der Vermeidung von Arztbesuchen und Medikamentengabe. Ich behandle meine gesamte Familie erfolgreich und zwar weil ich eins mache mich umfassend und möglichst objektiv informiere und dann sinnvolles / ungefährliches anteste.

Allerdings ist leider auch klar und das können insbesondere wir Langefloxte unterschreiben, das man überhaupt nichts konkretes sagen kann nach den ersten Wochen. Ich lese das auch immer wieder das viele Floxis meinen sie hätten es überstanden, dass dachte auch Alex von Ciprohilfe nach 1-2 Jahren. Aber wohl auch hier ist nichts überstanden. Bei mir nach 2,5 Jahren ist das genau so. Ich hatte nach 1 Jahr einen massiven Rückfall mit erneuten Krücken etc. vermutlich FC-Rückstände in Shrimps, die ich damals noch unwissentlich futterte. So ein harten Rückfall hatte ich seit gewissen Prinzipien und strikter Beachtung des Flox 1 x 1 definitiv nicht mehr. Ich werde daher diese Erkenntnisse und die vieler anderer mit stichhaltigen Argumenten als allgemeinen Therapievorschlag anbieten. Was da jeder mit machen kann, in wie weit es manchen was bringt, steht auf einem ganz anderen Blatt. Fakt ist aber man kann soviel Falsch machen und muss den Körper entlasten und stetig unterstützen. Wer meint er kommt mit Kortision weiter, oder wer meint er raucht, säuft und lebt weiter wie zuvor, wird sicherlich schnell merken wenn sich der eigene Zellhaufen bemerkbar macht und eindeutige Signale sendet.

Es ist für jeden Mensch insbesondere für chronische Kranke grundlegend hilfreich eine präventive NEM Strategie zu haben, bzw. seine Mikronährstoffversorgung des Stoffwechsels zu prüfen und an entsprechenden Schwachstellen ggf. sinnvoll zu ergänzen. Egal, ob mit natürlicher Ernährung oder mit NEM. Erfahrungsgemäß haben fast alle Schwachstellen und fahren nicht optimal. Und aufgrund dieser Erkenntnis kann man definitiv sagen eine sinnvolle Mikronährstoffversorgung hilft sicher bei einer möglichen Regeneration oder zur Vermeidung größerem Übels. Wie weit man damit kommt hängt von dem Schadensmaß und den individuellen Bedingungen ab. 1. Flox / 2. Flox / Vorerkrankungen / Maßnahmen während Rekonvalenzzeit wie Kortison etc.

Wir wissen, das bei uns auch DNA Schäden durch die Gyrase entstanden sind. Nun letztendlich hängt es vermutlich davon ab, wie und wo in welcher Ausprägung diese bestehen. Denn auch DNA Schäden können vom Körper im gewissen Umfang repariert werden. Daher würde ich ohnehin stets versuchen Optimal versorgt zu fahren.
Nicht umsonst pimpen sich auch Leistungssportler mit entsprechenden Mittelchen auf um Ihre Energetische Leistungen / Regeneration zu maximieren. Das nennt sich Neudeutsch Bodyhacking. Ob man es mag und in welcher Weise man es ausprägt muss jeder selbst ausprobieren. Fakt ist gute Nahrung und Versorgung ist unabhängig von Flox das A und O. Wir sind ein reiner Zellhaufen der optimal eingestellt laufen muss, um Krankheiten zu vermeiden und um sich selbst optimal zu erhalten. Daher macht das als Flox meiner Meinung nach definitiv Sinn.

Das heißt aber leider nicht mit Garantie das man rein dadurch 100 % heilen kann. Das hängt eben von mehreren und auch anderen Faktoren ab.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Jeder sollte alles probieren um Vorwärts zu kommen. Was wirklich wem hilft muß jeder selbst probieren und rausfinden. Ungewiss bleibt auch wie dieser Mist sich im Alter verhält. Aber auch hier ein Grund mehr um mit manchem Mittelchen präventiv auf Nr. sicher zu gehen.
Stichwort Arthrose etc.

Gruß Schorsch



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Krabiwi
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4336

Beitragvon Krabiwi » 20.03.2018, 13:45

Es war nur eine gut gemeinte Ergänzung mit dem Hinweis auf die Aminosäuren, dass man als seit 12 Jahren Geschädigter keine Wunder erwarten kann dürfte klar sein und Sarkasmus hilft hier niemandem weiter. Kaum ein Fall gleicht dem anderen und ansonsten gehe ich d'accord mit Schorsch's Ausführung oben.

Gerade in der Anfangsphase kann die Zuführung von Aminosäuren wahrscheinlich die Schäden begrenzen und die Zellen schneller regenerieren, denn je länger die Oxidation anhält desto eher wird die DNA offenbar geschädigt und je langwieriger wird die Geschichte.

Diese Geschädigte hatte Kollagen-Proteine im Programm:
https://amyknichols.wordpress.com/2016/ ... ught-back/

Ansonsten bleibt noch die Hoffnung, dass das Thema nun immer mehr in den öffentlichen Fokus rückt, Bayer und Co. sollten Druck bekommen ein paar promovierte Chemiker abzustellen um eine Substanz zu entwickeln die die FQ's wieder aus dem Körper holen oder zumindest dauerhaft binden und neutralisieren. Jeder der das Zeug jemals eingenommen hat ist eine tickende Zeitbombe, denn er hat die FQ's im Körper, die eventuell bei der nächsten Flox-Behandlung hochgeht.

Wurde das Thema bereits politisch adressiert, z.B. per Brief an Bundestagsabgeordnete oder das Gesundheitsministerium?
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Individuelle Ratschläge bzgl. Therapieansätzen nur noch auf Nachfrage per PN.

Wolfgang

Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4339

Beitragvon Wolfgang » 20.03.2018, 15:57

Es sind offensichtlich 2 Welten die hier aufeinandertreffen und wenn 1 oder 2 Wheyshakes nach 1 Stunde (!) deutliche Verbesserungen bringen macht mich das zumindest irgendwie nachdenklich....... ich werde mich nun definitiv zurückziehen, denn die Anfangszuführungsfrist von Proteinen habe ich ja leider verpasst, insofern ist für mich die Zeit der Wunder gelaufen, nix für ungut Krabiwi :greetings-wavingyellow:
Alles Gute
Wolfgang

Dr.Pieper
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4343

Beitragvon Dr.Pieper » 20.03.2018, 20:43

guten abend, dies ist eine interessante diskussion, spiegelt sie doch die verschiedenen ebenen wider, auf denen bei FQAD behandelt wird. ich bin erst seit heute im forum und zwar deshalb, weil ich inzwischen durch einige patienten etwas erfahrung mit dem krankheitsbild gewonnen habe, die ich gern teilen möchte. zu beklagen ist, dass es keinerlei studien über vernünftige behandlungsansätze gibt und auch in absehbarer zeit nicht geben wird. daher müssen wir mit einem behandlungsregime vorlieb nehmen, dass die engländer "educated guess" nennen. d.h. einerseits, dass man die mechanismen der krankheitsentstehung der FQAD, die inzwischen weitgehend bekannt sind, für die therapie zugrunde legt und andererseit, dass wir auf fall- und erfahrungsberichte einzelner betroffener durchaus angewiesen sind. aktuell bei dieser diskussion um aminosäuren bedeutet das, genau hinzusehen wo die FQs ansetzen: pathogenetisch liegt hier u.a. eine mangelnde Kollagen-Prolin-Hydroxylation vor. daher wäre die gabe von L-Hydroxyprolin eine therapieoption. Glycin und L-Prolin zusätzlich macht sinn, da diese drei AS der primärstruktur (aminosäuresequenz) des kollagens bzw. dem am häufigsten wiederholten sequenzmotiv Glycin-Prolin-Hydroxyprolin entsprechen. dazu gibt man ein retardiert wirksames Vitamin C 1.000mg mit Flavonoidzusatz als wichtigsten Ko-Faktor bei der – in anwesenheit von FQs – mangelhaft ablaufenden hydroxylierung durch das enzym Prolyl-4-Hydroxylase. Hydroxyprolin festigt durch bildung von wasserstoffbrücken die benachbarten Kollagen-Polypeptidketten innerhalb eines kollagenmoleküls und stärkt die kovalenten quervernetzungen zwischen kollagenmolekülen. fehlende Hydroxylierung führt zu schadhaften kollagenmolekülen und zu minderwertigem kollagen, die damit verbundene funktionseinschränkung des strukturproteins zu den bekannten FQ-induzierten schäden an jeglichem kollagenhaltigen bindegewebe. inwieweit es gelingt, durch die gabe von Hydroxyprolin die bestehenden kollagenstrukturen wieder zu stärken ist allerdings ungewiß, da das minderwertige gewebe ja nicht einfach durch die anwesenheit von Hydroxyprolin "ausgetauscht" wird. und da es sich bei sehnen um sogenanntes bradytrophes gewebe handelt, also gewebe mit einem sehr sehr langsamen und schwerfälligen stoffwechsel, ist leider die wahrscheinlichkeit groß, dass man auch entsprechend lange behandeln muß um schadhaftes kollagen in ausreichender menge durch leistungsfähiges zu ersetzen. man sieht an diesem beispiel gut, wie komplex die behandlung und wie wichtig daher auch der austausch von behandlungserfolgen bzw. -mißerfolgen ist. herzliche grüße an das forum, drpieper

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4346

Beitragvon Rosanna Garten » 20.03.2018, 22:03

Auch wenn das Lesen des Textes (sowohl fachlich als auch ohneabsätzeundnurkleinschreibung) eine absolute Herausforderung für mich war:
Wow! :clap:

PS: Ich musste mir den Text rauskopieren und in einem Word-Dokument die Rechtschreibung "sortieren" und Absätze einfügen.
Für Menschen wie mich, mit Flox-Matsch-Gehirn, sind solche Texte ansonsten unlesbar ;)
Auch wenn ich immer ein Fan von otl aicher war und sein werde...

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4348

Beitragvon Maximus » 20.03.2018, 22:37

Hallo Dr. Pieper,

herzlich Willkommen im Forum.

LG
Maximus

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4350

Beitragvon Krabiwi » 20.03.2018, 22:51

Dr.Pieper hat geschrieben: zu beklagen ist, dass es keinerlei studien über vernünftige behandlungsansätze gibt und auch in absehbarer zeit nicht geben wird.


Guten Tag und herzlich Willkommen,

das bisher Beste was auf Studien basiert und wissenschaftlich mit Quellen dokumentiert ist:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5632915/

Hier wird auch erwähnt, dass FQ's Proteine binden (leider wird nicht erwähnt an welche explizit, aber aufgrund der Symptome im Bereich Sehnen, Knorpel wahrscheinlich áuch Kollagen-Proteine), aber wenn diese auf ein Mg Kation treffen sich bevorzugt an dieses binden und das Protein freilassen. Daher ist die Magenesiumtherapie und das aufrechthalten eines stabilen Magnesiumspiegels über den Tag nur in zweiter Linie Nahrungsergänzung, in erster Linie dient das Magnesium nämlich dazu die FQ's zu binden und somit weit weniger schädlich zu machen, quasi zu neutralisieren. Deswegen kommt es auch zu Rückfällen wenn der Magnesiumspiegel zu sehr sinkt, da sich die freien FQ's dann wieder an intrazelluläres Mg und Proteine heften und die Reaktion geht von vorne los:



Dr.Pieper hat geschrieben:
aktuell bei dieser diskussion um aminosäuren bedeutet das, genau hinzusehen wo die FQs ansetzen: pathogenetisch liegt hier u.a. eine mangelnde Kollagen-Prolin-Hydroxylation vor. daher wäre die gabe von L-Hydroxyprolin eine therapieoption. Glycin und L-Prolin zusätzlich macht sinn, da diese drei AS der primärstruktur (aminosäuresequenz) des kollagens bzw. dem am häufigsten wiederholten sequenzmotiv Glycin-Prolin-Hydroxyprolin entsprechen.


Exakt, ich hatte es weiter oben bereits erwähnt, dass sich Kollagen aus den 3 genannten Aminosäuren zusammensetzt. Da bei einigen die Sehnen und Knorpel offensichtlich nicht mehr regeneriert, kann man durchaus annehmen das die FQ's hier ein Protein binden bzw. dessen Stoffwechsel stören.

Ich bin gerade nochmal die verschiedenen Protein-Produkte durchgegangen, bei vielen fehlt L-Hydroxyprolin. Also wenn nun jemand ein Proteinkomplex ohne L-Hydroxyprolin konsumiert wird er u.U. kaum eine Verbesserung spüren.


Dr.Pieper hat geschrieben:
dazu gibt man ein retardiert wirksames Vitamin C 1.000mg mit Flavonoidzusatz als wichtigsten Ko-Faktor bei der – in anwesenheit von FQs – mangelhaft ablaufenden hydroxylierung durch das enzym Prolyl-4-Hydroxylase. Hydroxyprolin festigt durch bildung von wasserstoffbrücken die benachbarten Kollagen-Polypeptidketten innerhalb eines kollagenmoleküls und stärkt die kovalenten quervernetzungen zwischen kollagenmolekülen. fehlende Hydroxylierung führt zu schadhaften kollagenmolekülen und zu minderwertigem kollagen, die damit verbundene funktionseinschränkung des strukturproteins zu den bekannten FQ-induzierten schäden an jeglichem kollagenhaltigen bindegewebe. inwieweit es gelingt, durch die gabe von Hydroxyprolin die bestehenden kollagenstrukturen wieder zu stärken ist allerdings ungewiß, da das minderwertige gewebe ja nicht einfach durch die anwesenheit von Hydroxyprolin "ausgetauscht" wird. und da es sich bei sehnen um sogenanntes bradytrophes gewebe handelt, also gewebe mit einem sehr sehr langsamen und schwerfälligen stoffwechsel, ist leider die wahrscheinlichkeit groß, dass man auch entsprechend lange behandeln muß um schadhaftes kollagen in ausreichender menge durch leistungsfähiges zu ersetzen. man sieht an diesem beispiel gut, wie komplex die behandlung und wie wichtig daher auch der austausch von behandlungserfolgen bzw. -mißerfolgen ist. herzliche grüße an das forum, drpieper


Klingt schlüssig und hier sind Sie definitiv etwas auf der Spur. Ich hoffe Sie bleiben dem Forum erhalten und teilen Ihre Theorien und Erkenntnisse.
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4354

Beitragvon Schorsch » 20.03.2018, 23:01

Hallo Dr. Pieper,

auch von mir und dem restlichen Adminteam ein Herzliches Willkommen im Forum.
Schön das Sie hier teilhaben und sich einbringen möchten. Es ist wichtig das wir hier auch vermehrt durch Mediziner fachlich sinnvolle Ratschläge bekommen. Wie bereits per Mail erwähnt, können Sie auch nachträglich noch Anpassungen oder Ergänzungen Ihrer Beiträge vornehmen. Sollte es Probleme geben schreiben Sie mir einfach direkt.

Ihr Beitrag klingt erst mal logisch und würde in unser theoretisches Konzept passen. Es stellt sich die Frage, inwiefern das auch in der Praxis wirkliche Effekte verursachen kann. Zu Testen ist das definitiv. Ich nehme schon seit Floxanfang regelmäßig Kollagen Hydrolisat zu mir. Hier habe ich bereits verschiedene Hersteller getestet und meine auch das es hier Unterschiede gibt. Leider fehlen bei vielen Produkten die Konkreten Daten der Zusammensetzung bzw. der Anteil der einzelnen Aminosäuren.

Wenn ich alles richtig verstehe ist gerade das Hydroxyprolin ausschlaggebend für die stabile und korrekte Kollagenreifung. Hier werde ich meine Produkte unbedingt genauer nachprüfen. Das Vitamin-C die Kollagenproduktion unterstützt ist richtig und mir bekannt (das wird ja auch in den diversen Floxtherapien diverser US-Papers "Levaquin Tendonitis Solution" als NEM empfohlen auch wegen der Antioxidativen Wirkung). Übriegens fördert auch Infrarotlicht die Kollagenreifung. Daher nutze ich ab und an eine Rotlichtlampe. Gerade bei extremeren A-Sehnenschmerzen und kalten Füßen, diese sind ja schlechter durchblutet somit auch schlechterer Stoffwechsel tut das sehr gut. Alternativ nutze ich sehr schmerzlindernd auch ein privat gekauftes U-Schalllgerät (150 Euro Chinaware 1W/cm² Leistung). Alles in allem muss man aufgrund des schlecht verstoffwechselten Gewebes eben sowieso neben einer Mikronährstofftherapie regelmäßig dafür sorgen, die guten Stoffe über den Stoffwechsel auch konkret einbringen zu können. Gerade bei den A-Sehnen soll man deshalb ja z.B. vorsichtig regelmäßig die Wadenheberübung auf der Treppenstufe machen. Von dieser Übung würde ich aber beim Floxanfang unbedingt abraten, denn hier weiß man noch nicht, in wie weit die Reaktion noch am laufen ist. Daher kann es schnell zur Überlastung und zusätzlichen Reizung kommen. Wer die wissenschaftliche Reportage in Arte gesehen hat, weiß warum es grundlegend wichtig ist, das die Faszien in Bewegung kommen :

https://www.arte.tv/de/videos/070788-00 ... -der-haut/

Nur durch anregen der Fibrolasten und der Bewegung, dass das Fasziale Gewebe nicht verhärtet wird die Kollagenproduktion angeregt. Ich kenne mittlerweile sehr viele Lang- / Dauergeschädigte. Es ist halt fraglich in wie weit, das überhaupt für derartige Floxis noch was bringen kann. Denn bei einigen tut sich garnichts mehr, egal was Sie unternehmen und probieren. Das Problem ist wohl theoretisch auch, das das neu gebildete Kollagen aufgrund von DNA Einwirkung durch Flox eben nicht mehr so hochwertig repliziert wird. Es ist vermutlich, wie im Levaquin Tendonitis Solution beschrieben notwendig, einen Verdrängungseffekt zu erreichen, um stetig gesunde noch unangefloxte Zellen schneller zur Teilung zu bewegen als den minderwertigen Floxanteil. Das hängt dann logischerweise auch sehr individuell vom Ausgangsstatus der einzelnen Person ab und erklärt die Langfristigen bis dauerhaften Schäden mancher Betroffener, während andere über sehr lange Zeiträume zumindest wieder teilweise genesen können aber nie ihr altes Leistungsniveau zurück erlangen.


Anbei auch ein guter Link mit einer Übersicht über die verschiedenen Aminotypen und deren Vorkommen:

http://wheyprotein.de/aminosaeuren/prolin/


Nicht desto Trotz ist die gestörte Kollagen Funktion ja auch nur ein Aspekt den Flox anrichtet.

Gruß Schorsch

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4355

Beitragvon Schorsch » 20.03.2018, 23:16

Hallo,

also ich habe mein Kollagen Hydrolisat gerade mal geprüft und stelle fest das ich alles richtig gemacht habe. Darin sind alle wichtigen Aminosäuren enthalten. Anbei ein Auszug mit dem Aminoprofil (s. Bild unten) und der Produktlink:

https://www.amazon.de/ACTIVEVITAL-Kolla ... p%2B1&th=1

Ich nutze es jeden morgen. Hatte zuvor auch andere Kollagen Produkte bin aber bei diesem hängengeblieben wegen TYP 1.
Ich werde zusätzlich mein Hanfprotein nun regelmäßger einbauen und muss halt schauen, das auch sichergestellt genügend Vit-C zugeführt wird. Was aber ohnehin Sinn macht. Für diejenigen unter uns die neben Bewegungsapparat noch Neuropathische Probleme haben rate ich auch an das Tryptophan zu denken. Melatonin / Serotonin / GABA Synthesen... Hier hatte ich ja ein eigenes Thema mit

viewtopic.php?f=73&t=587&p=4011&hilit=GABA#p4011

Faktisch mache ich also schon lange Zeit alles richtig. Ich kann bis heute sagen einiges ist besser geworden aber ich bin nach ca. 2,5 Jahren immer noch extremst behindert, was meine köperliche Leistungsfähigkeit Stehen- / Gehen anbelangt. Zudem bekomme ich auch schubweise gute und schlechte Phasen. Wenn ich mich mit den Verlaufsdiagramm des Floxreports vergleiche siehe Link:

viewtopic.php?f=61&t=83&p=123&hilit=Floxreport#p123

könnte die nach 2,5 Jahren jetzt vorhandenen 50 % Restschaden relativ gut passen. Denn zumindest meine Herz, Augenprobleme und einige andere Beschwerden sind heute weg. Der Bewegungsapparat ist allerdings nach wie vor im Eimer, was irgendwie wohl typisch ist für Levofloxacin wenn ich meine Erfahrungen aus den Netzwerken mit anderen so vergleiche.

Gruß Schorsch
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4366

Beitragvon Dr.Pieper » 21.03.2018, 16:16

erst mal vielen dank für die herzliche aufnahme!

zum thema vitamin C: wie gesagt ist Vit-C als kofaktor wichtig für die kollagensynthese.

darüberhin aus ist es aber, wie alle wissen, auch ein antioxidans und FQAD hat in der hauptsache seinen ursprung über enormen oxidativen (nitrosativen) stress und eine u.a. dadurch bedingte erhebliche mitochondrienstörung (die mitochondriopathie wird allerdings durch die hemmung der topoisomerase II, dem äquivalent der bakteriellen gyrase in unseren mitochondrien, noch potenziert, da dadurch die replikation der mitochondrialen DNA gestört wird, übrigens der gleiche effekt, mit dem bestimmte chemotherapeutika wirken > Anthrazykline sind auch topoisomerasehemmer).

leider ist die antioxidative wirkung von ascorbinsäure jedoch schnell verpufft, in höheren dosen wirkt es dann sogar als "radikalschleuder", ein effekt, den man sich in der biologischen krebsmedizin zu nutze macht, indem man hochdosis-infusionen gibt (15-45g). bei der FQAD ist aber ein anhaltender antioxidativer effekt erwünscht. hierfür sollte man vitamin-c immer mit polyphenolen kombiniert nehmen. das sind sehr schlaue antioxidative sogenannte sekundäre pflanzeninhaltsstoffe, die die antioxidative kraft des vitamin-c (und anderer) recyceln. daher ist in biologischen systemen vitamin c praktisch immer an flavonoide gekoppelt, eine gruppe von polyphenolen. in der apfelsine sitzen sie als bitterstoffe im weißen unter der schale. bei der einnahme sollte man darauf achten, dass die kombination gewährleistet ist, sonst erreicht man mit vitamin c das gegenteil des gewünschten.

noch kurz zur DNA: mir ist nach all meinen recherchen nicht bekannt, dass FQs unser genom schädigen. der schaden "beschränkt" sich auf die mitochondriale topoisomerase II, es wird also die regeneration bzw. die teilung der mitochondrien gehemmt, was schlimm genug ist. mitochondrien besitzen ja ein eigenes, vom zellkern separiertes genom, da sie ja ursprünglich ontogenetisch eingewanderte bakterien sind. ich wüßte allerdings von keinem mechanismus der FQs, der die DNA von beispielsweise sehnenzellen verändert. wir können wahrscheinlich davon ausgehen, dass regeneriertes sehnengewebe gesund ist. der haken ist eben der sehr langsame stoffwechsel / teilungsrate einer sehnenzelle.

grüße an das forum, habe mich diesmal um sinnvolle absätze bemüht (...), drpieper

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4368

Beitragvon Krabiwi » 21.03.2018, 17:55

Habe gerade nochmal den englischen Fachartikel durchgearbeitet, werde ihn die Tage mal auf Deutsch zusammenfassen. Er bestätigt u.a., dass Hydroxy-Prolin die kritische Aminosäure ist, da FQ's wegen ihrer Eisenbindung die Hydroxylierung des Prolin zu Hydroxy-Prolin hemmen:


"The well-described activity of FQs which concerns the Fe chelating was examined by Badal et al.
[56]. They examined that three FQs, NOR, CIP, and enrofloxacin (ENR), are the powerful Fe
chelators comparable with deferoxamine, a clinically useful Fe-chelating agent. He showed that
Fe chelating by FQs leads to epigenetic effects through inhibition of α-dependent dioxygensases
(DOXG) that require Fe as a cofactor. Three important DOXGs were analyzed: jumonji domain histone
demethylase, TET DNA demethylase, and collagen prolyl 4-hydroxylase. The activity of all 3 enzymes
was reduced by FQs in micromolar concentrations leading to accumulation of methylated histones and
DNA and to inhibition of proline hydroxylation."

"These results point to high ability of FQs to absorb Fe and reduce the activity of
enzymes which use Fe as a cofactor. The results suggest also the possibility that the tendon FQ
toxicity is dependent on lack of collagen proline hydroxylation which changes significantly the
mechanical properties of the collagen."

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5632915/
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4370

Beitragvon Schorsch » 21.03.2018, 19:50

Hallo Krabiwi,

das würde aber auch bedeuten definitiv den Eisen-Status im Auge zu haben. In anderen Floxnetzwerken habe ich schon ähnliches gelesen. Da wurde schon öfters gemutmaßt, dass Eisen aufgrund der Floxbindung ggf. genauso eine elementare Rolle spielt wie Magnesium. Also grundsätzlich sollte man als Flox eine anständige Mikronährstoffanalyse (Privatleistung über z.B. Ganzimmun als sinnvolles Labor) machen. Wichtig ist es hier auch die Tests entsprechend zu differenzieren d.h. Beachtung von Vollblutwerte und Serumwerte je nach Mikronährstoff und korrekte Testvoraussetzung etc. Einfach schnell was machen bringt falsche Ergebnisse, daher auch hier stets vorher recherchieren / informieren und dann machen. Im zweiten Schritt muss man dann auch eine sinnvolle Ergänzungsstrategie mit korrekter Dosierung über Nahrungsmittel oder NEM sicherstellen.

Also die optimalen Voraussetzung der Mikronährstoffe sehe ich als elementare Basisstrategie. Warum ist klar, wenn ein Gefloxter hier in den Basisbausteinen schon Mängel hat kann die Reparatur von vornerein nicht optimal funktionieren. Wäre auch bei keinem Gesunden optimal möglich. Dennoch kann es bei einigen je nach Floxstatus auch sicher keine Erfolge mehr bringen. Bei FC spielt wohl nach Prof. Stahlmanns Forschungsergebnissen auch die gestörte Integrinfunktion eine wichtige Rolle. Wenn diese Funktion des Mikronährstofftransportes eben zerstört oder teils irreparabel blockiert ist kann theoretisch an den entsprechenden Zellen auch durch die beste Ergänzungsstrategie nichts mehr genug verstoffwechselt werden, egal wie gut man seine Ergänzungsstrategie fährt. Dennoch macht man hier alles falsch und fährt im roten Bereich sofern man mit Mängeln lebt, dann wird's sicherlich auch unter Flox zunehmend schlechter werden.

Gerade eben habe ich auch eine interessante Doktorarbeit mit Schwerpunkt Achillessehnen von 2015 gegoogelt.

https://mediatum.ub.tum.de/doc/1275940/1275940.pdf (siehe Anhang)

Interessant ist beispielsweise der Abschnitt 2.3 Physiologie der Sehnenheilung. Hier muss man natürlich differenzieren das FC einen völlig anderen Pathomechanismus haben, wie eine klassische Sehnenverletzung. Allerdings wird klar welche Faktoren bei "normaler Heilung" alles eine Rolle spielen. Interessant ist in diesem Kontext ist auch die Stammzellentherapie.

Gruß Schorsch
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4371

Beitragvon Schorsch » 21.03.2018, 20:08

Hallo Dr. Pieper,

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3760005/

FC erzeugen eine mitochondriale Dysfunktion, indem Sie wohl auch die Stammzellen schädigen. Hier spielen die DNA Schäden und der oxid. Zellstreß wohl eine Rolle.
"We demonstrate that these bactericidal antibiotic–induced effects lead to oxidative damage to DNA, proteins, and membrane lipids"

Daher stelle ich mir als Laie auch vor, das diese Schäden dazu führen das durch falsche Transkribtion minderwertigere Zellen entstehen. ggf. betrifft das nicht die Sehnenzellen direkt sondern eher die Kollagenstrukturen, welche aber das Bindeglied für den Stoffwechsel bilden. Ein mir bekannter Floxi hat ein Kollagenscreening machen lassen. Ich werde die Ergebnisse hier einstellen.

Anbei auch noch wissenschaftliche Aussagen zum Thema:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4571980/


"Thus, we suggest that iron chelation by FQ antibiotics inhibits α-KG-dependent collagen prolyl 4-hydroxylase and other dioxygenase enzymes, perhaps explaining FQ side effects, including spontaneous tendon ruptures "



Anbei auch aktuell 21.03.2018 zusammengefasst der Stand der Wissenschaft zu FC von der US Fachzeitschrift Nature:

https://www.nature.com/articles/d41586-018-03267-5

Gruß Schorsch

graswurzeln
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4389

Beitragvon graswurzeln » 22.03.2018, 19:22

Hallo zusammen,

das einzige Lebensmittel, das Hydroxy-Prolin in nennenswerter Menge enthält, ist Gelatine. Vielleicht sollten wir es damit mal probieren.

Viele Grüße

graswurzel

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Krabiwi
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4394

Beitragvon Krabiwi » 22.03.2018, 22:18

Schorsch hat geschrieben:
das würde aber auch bedeuten definitiv den Eisen-Status im Auge zu haben. In anderen Floxnetzwerken habe ich schon ähnliches gelesen. Da wurde schon öfters gemutmaßt, dass Eisen aufgrund der Floxbindung ggf. genauso eine elementare Rolle spielt wie Magnesium. Also grundsätzlich sollte man als Flox eine anständige Mikronährstoffanalyse (Privatleistung über z.B. Ganzimmun als sinnvolles Labor) machen. Wichtig ist es hier auch die Tests entsprechend zu differenzieren d.h. Beachtung von Vollblutwerte und Serumwerte je nach Mikronährstoff und korrekte Testvoraussetzung etc. Einfach schnell was machen bringt falsche Ergebnisse, daher auch hier stets vorher recherchieren / informieren und dann machen. Im zweiten Schritt muss man dann auch eine sinnvolle Ergänzungsstrategie mit korrekter Dosierung über Nahrungsmittel oder NEM sicherstellen.

Also die optimalen Voraussetzung der Mikronährstoffe sehe ich als elementare Basisstrategie. Warum ist klar, wenn ein Gefloxter hier in den Basisbausteinen schon Mängel hat kann die Reparatur von vorne rein nicht optimal funktionieren. Wäre auch bei keinem Gesunden optimal möglich.



Hallo Schorsch,

ja eine ganzheitliche und ausgewogene Supplementierung ist wichtig.

Neben Eisen und Magnesium binden die FQ's noch Kalium, Kalzium, Selen, Zink, Kupfer, Cobald sowie Mangan (wichtig für Gelenke).

Ich denke, dass viele den Fehler machen und immer nur eines supplementieren und sich dann wundern wenn es nicht wirkt und dann das nächste der Reihe nach versuchen. Die o.g. Stoffe in Höhe der empfohlenen Tagesdosis über NEM zuzuführen sollte nicht schaden, sind meist Spurenelemente die aber für den Stoffwechsel benötigt werden. Dazu eben noch ein Aminosäurekomplex mit Hydroxy-Prolin und man sollte versorgt sein. Ich nehme nun auch Bor, was gut für die Gelenke sein soll und ein Fluor-Fänger ist.

Gestern hatte ich nach einem fast beschwerdefreien Tag die Mg-Zufuhr vernachlässigt und hatte über Nacht einen kleine Rückfall den ich mit Antioxidantien und Mg-Zufuhr niederknüppelte.

Ich benutze noch Brausetabletten, da merkt man wirklich beim ansetzen mit dem Mund was gerade fehlt. Wenn der Mg-Level gut ist kriege ich von der Mg-Citrat Lösung keinen Schluck mehr runter.

Hatte dann einen Kalk-Geschmack im Mund und siehe da, als ich mir die Calcium Tablette auflöste lief das Glas in einem Zug runter.

Kalzium hat ähnlich wie Mg den Vorteil dass es mengenmäßig stark vertreten ist und somit mehr FQ's an sich binden kann und wohl auch einen kurzzeitigen Mg-Mangel abfedern kann bevor der OS beginnt. Sprich der Mg und Kalziumanteil im Blut sollte immer hoch genug sein um die FQ's zu beschäftigen, damit diese sich die Mineralien nicht aus den Zellen ziehen müssen oder die Spurenmineralien sowie Proteine an sich binden.

Ich frage mich gerade welche Rolle Kalium spielt, eine Zufuhr in Höhe der empfohlenen Tagesdosis sollte auch nicht schaden.

Das wäre wohl die Basis für alles weitere.

Bin gerade am überlegen mir eine Ozon + Gluthation Infusion geben zu lassen, da diese u.U. einen Teil der FQ's aus dem Körper entfernt.


Wie ist das eigentlich mit den Blutwerten, sind diese überhaupt aussagekräftig? Ich könnte mir vorstellen, dass diese auch den ineffektiven Anteil anzeigen der an die FQ's gebunden ist. Also quasi im Blut ist aber wegen der Bindung den Zellen nicht zur Verfügung steht.


Beste Grüße
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4400

Beitragvon Schorsch » 22.03.2018, 22:59

@ graswurzel,

in meinem empfohlenen Kollagenprodukt ist das Hydroxy-Prolin in guter Menge enthalten. Der Anteil ist im Bild sichtbar.


@ krabiwi,

interessant im Bezug auf das stetige halten eines gewissen Magnesium Levels um oxid. Streß und FC Aktivität drinnen in Schach zu halten habe ich als Langzeitflox 2,5 Jahre exakt gleiche Erfahrungen. Ich merke sofort wenn ich mein Magnesium vernachlässige mein Spiegel hier sinkt oder mal durch irgendwelche Effekte mehr als 4 mal auf Toilette muss etc.

Also stets verteilt im Serum eine gewisse Konzentration halten, das schafft definitiv Ruhe im System.

Bei den Labors sind die Werte für Magnesium nur indirekt aussagekräftig, sofern die Analyse im Vollblut und Plasma erfolgt. Im Serum ist nur 0,3 % des Magnesiums unterwegs. Das Magnesium wird im Gewebe (Bindegewebe / Muskeln etc.) also das was bei uns Gefloxten angegriffen ist gepuffert. Man nutzt bei dem Vollblut Test eine Hämatokrit-korrelierte Vollblutanalytik, was heißt das nicht das Serum sondern das Plasma genutzt wird um damit indirekt daraus zu schließen wieviel Magnesium im Gewebe gebunden ist. Die Genauigkeit weicht hier sehr stark vom Probenalter ab. Allerdings gibt es genügend Praktiker die Erfahrungen haben und sagen das diese Werte schon sehr eindeutige Ergebnisse zeigen. Wissenschaftlich ist das aber als Grauzone zu sehen.

Beim Magnesium kann man auch indirekt immer den Vitamin D Spiegel als groben indirekten "Indikator" nutzen. Denn ist Vit-D hoch, steigt die Bioverfügbarkeit bzw. Aufnahmefähigkeit von Magnesium im Darm. Daher ist es als Flox elementar wichtig auch den Vit-D Spiegel auf gewissem Niveau zu halten. Umgekehrt braucht Vit-D Magnesium um verstoffwechselt zu werden. Daher stets beides parallel auffüllen und lieber mehr Magnesium als Vit-D. Wenn man davon ausgeht das jeder Floxi einen Magmangel zum Start hat, das ist meine Theorie, warum einige so heftig reagieren. Wird es klar, das man mit Vit-D auch langsam dosiert anfangen muss und definitiv Magnesium dazu braucht. Keinesfalls Dosis > 5.000 I.E. pro Tag das zieht den Mag-level runter und verursacht wieder rum Streß. viele Floxis bestätigen das, manche können sogar auch nur weniger als 5000 nehmen. Hängt von der Ausgangssituation und dem Stoffwechsel ab.

Ich lasse mein Vit-D Spiegel daher regelmäßig prüfen. Warte aktuell auf meine Werte. Habe diesmal auch meine Mineralstoffe prüfen lassen. Werde es hier einstellen bin gespannt was da aktuell vorliegt.

Gruß Schorsch

Dr.Pieper
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#4406

Beitragvon Dr.Pieper » 23.03.2018, 16:27

hallo schorsch, also erstmal wollte ich loswerden, dass ich von der fachkompetenz im forum sehr beindruckt bin, damit meine ich auch den wissenschaftlichen umgang mit den themen.

nochmal zur DNA: du hast sicher recht, daß auch die zellkern-DNA von den komplexen FQ-wirkungen was mitkriegt, vorrangig dann über die enorme radikalflut. da FQs aber auch einen spezifischen DNA-schädigenden aspekt haben, nämlich die hemmung der topoisomerase, war mein anliegen zu betonen, dass dieser effekt im genom wahrscheinlioch keine große rolle spielt. wenn man bedenkt, dass cipro beispielsweise im tierversuch eine 60%ige reduktion der mitoDNA verursacht, ist das schon beängstigend. hochgerechnet auf die zellkern-DNA wäre das wahrscheinlich mit dem leben kaum noch zu vereinbaren. die zellkern-DNA hat jedoch ganz ausgeklügelte reparatursysteme, um sich gegen derartige angriffe zu schützen. die mitos dagegen sind schutzlos, sind allerdings zum ausgleich mit mehreren ( 5 - 15 DNA) datensätze pro mito ausgerüstet und können bei schäden einfach einen neuen datensatz anwerfen.

die topoisomerase kommt als typ II beta in den mitos vor. sie hat dort die aufgabe, die DNA replikation zu erleichtern, indem es dieses extrem lange DNA ungetüm quasi aufrollt. die immensen schäden durch die FQs lassen nun sehr viele rasch gealterte und schadhafte mitos entstehen. diese allerdings entwickeln ein vielfaches des oxidativen stresses und tragen damit zum krankheitsgeschehen noch bei. ein therapeutischer ansatz ist daher, die alten mitos in die apoptose, den zelltod zu treiben. dies gelingt zum beispiel durch höhentraining, bei fortgeschrittenen krankheitsstadien ist aber auch schon moderates training ohne sauerstoffarmut ausreichend. noch effektiver ist das fasten, ein ohnehin probates therapeutikum bei mitochondrienschwäche. durch diese maßnahmen trennt sich sozusagen der spreu vom weizen, alternde mitos sterben, die jüngeren, fitteren vervielfältigen sich und das ergebnis ist eine produktivere atmungskette, mehr energie.

allen einen schönen tag, drpieper

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4407

Beitragvon Schorsch » 23.03.2018, 18:12

Hallo Dr. Pieper,

es war von Anfang an eine gemeinsame Idee hier kein „Heulsusen- und Schwaller-Forum“ zu betreiben, sondern möglichst fundiert und glaubhaft zu überzeugen. Teilweise waren wir Anfangs in zig verschiedenen Facebookgruppen / Internetgruppen vernetzt und merkten schnell, dass wir mehr öffentliche Vernetzung und nachhaltige Recherche ohne Abhängigkeit von Zuckerbergs-Kosmos in Form von Schwarmwissen und einem Dokumentenmanagement brauchen. Zudem galt es im ersten Schritt schnell öffentllich von den Fakten und der Wahrheit zu überzeugen. Aufgrund dessen hatten wir auch die Informationsplattform als reinen Wissenschaftlichen Teil mit den offiziellen übersichtlichen Warnhinweisen und Fakten zu FC versehen (nur lesen von offiziellen Quellen möglich).

Geheult und geschwallt werden darf hier natürlich auch gerne, in den passenden Themen ;-)
Viele Betroffene haben fast jeden Tag ein qualvolles Leid und bekommen dann noch obendrauf Menschenverachtend den größten Nonsens zu hören. Man ist krank, merkt täglich das man absolut allein gelassen wird, sogar oftmals direkt missachtet. Da tut es gut hier zu sein und zu merken das man eben nicht der einzige damit ist. Wenn wir mehr Kapazitäten hätten, würden wir noch organisierter sein daran arbeiten wir intern. Aber man darf nicht vergessen, jeder hier hat zusätzlich täglich seinen persönlichen Kampf und eigenes Leid.


Das schnelle Absterben der mitos unter gewissen Umständen kann auch eine Begründung für das Schubweise Auf und Ab sein. Hier kommt man allerdings schnell in die Grauzone, da vieles sein könnte und FC ja nicht nur auf der Mitoebene schädigen. Interessant ist es dennoch auch die Mitotherapie anzusetzen. Das machen auch viele Gefloxte. Allerdings kosten Mito-Experten wie Dr. Kuklinski etc. elendig viel Privatleistung, zudem dauern die Termine ewig und man wird stets mit gleichen bekannten Ansätzen behandelt.

In diesem Thema haben wir das daher zusammengefasst. Denn man kann selbst genauso viel erreichen, wenn man gewisse Punkte sinnvoll ausprobiert:

viewtopic.php?f=71&t=52


Was mich aber auch interessiert gerade am Floxbeginn wäre eine schnelle Stuhtransplantation. Alle Floxis haben deutliche Dysbiose vom feinsten. Probiotika / Darmkur etc. ist langwierig und dauert ewig. Gerade anfangs liegt bei Gefloxten meist ein Magnesium + Vit D Mangel vor. Daher greift das FC ja vermutlich so gut ein in das Gewebe ein und chelatiert und stört dort...
Um schnell optimal Energetisch versorgt zu sein braucht man daher als erstes den Darm optimal zurück, zwecks Primärenergie-Absorber zur schnellen Heilung und Stoffwechselnormalisierung. Daher wäre die Stulhltransplantation ein sicher sehr schnell wirksamer Schritt. Ich hatte mich damals nach Studien umgeschaut und auch beworben. Da ging aber leider nichts, hatte diverse Unis und Experten angeschrieben. Nur bei CDI Indikation wäre es machbar gewesen, gut FC verursachen auch oft CDI aber das hatte ich zum Glück nicht. Ich hätte sogar privat gezaht aber auch das wollte keiner machen. In anderen Ländern USA oder Niederlande ist Stuhltransplantation ein probates effizientes Mittel. Ich werde jetzt 2,5 Jahre Postflox meine Flora erneut prüfen lassen. Stetige wechselnde Probiotikagabe täglich + 2 x Heilfasten und Ernährungsumstellung haben einiges spürbar bewirkt. Merkt man ja am Stuhlbild selbst sehr genau. Ich möchte allerdings auch die Labor-Tendenz sehen. Dennoch glaube ich nicht das man mit den üblichen Probiotika wieder alle Kulturenstämme hinbekommt. Daher wäre eine Stuhltransplantation vermutlich weiterhin eine sinnvolle Sache. Hier müsste man ggf. bei vielen Floxis ansetzen vielleicht auch bei Patienten in Ihrerer Behandlung, sofern man irgendwie hier eine Indikation begründen und Möglichkeit schaffen kann. Die Behandlung kann ja auf eigenes Risiko ohne Gewähr bzw. als Therapie-Versuch und Privatleistung erfolgen.

Gruß Schorsch

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4408

Beitragvon Dr.Pieper » 23.03.2018, 19:46

hallo schorsch, ein wirklich sehr interessanter einblick in euer forum, danke.

die diskussion hier ging ja neulich auch in die richtung, soll ich und darf ich mich überhaupt belasten und wenn ja wie weit, überfordere ich damit meine sowieso schon schwächelnden mitochondrien noch mehr und mache mehr kaputt als heile. die antwort liegt wie immer dazwischen. die mitos zu forderm ist das wichtigste und probateste mittel, die spreu vom weizen zu trennen. die unbrauchbaren gehen in die apoptose. the surviving of the fittest gilt hier tatsächlich auf zellebene. die andere seite der medaille ist, dass das energieangebot dann erstmal noch knapper ist und die erholungszeit bei vielen cfs-patienten länger als 48h (!) ist. da muß man einen mittelweg finden.

stuhlanalysen und florabehandlungen halte ich auch für absolut wichtig. wir sind dafür jahrelang belächelt worden, heute ist das sogenannte mikrobiom DAS thema auf jedem gastroenterologenkongress. seit etwa 2 jahren ist das genom der meisten wichtigen darmbakterien entschlüsselt und man kann mit gentechnischen analysen nun ein vielfaches der keime nachweisen wie in der kultur. das machen wir seitdem auch, dadurch hat sich der einblick in die darmsituation enorm verändert. und trotzdem ist die behandlung extrem schwierig und langwierig. stuhltransplantationen sind im prinzip eine feine sache (und die menschheit hat das vor der erfindung des sagrotans eh ständig gemacht...), in der westlichen zivilsationen einen vernünftigen spender zu finden ist allerdings schon äußerst schwierig. eine richtig gesunde darmflora findest du nur noch bei indigenen stämmen etc. und dann kannst du eben keine rosen im sandkasten pflanzen. die tollen bakterienstämme des amazonashäuptlings würden in deinem darm hoffnungslos zugrunde gehen. da müßtest du radikal deine ernährungsgewohnheiten ändern. aber du hast recht, dass das wahrscheinlich die zukunft ist. ich schätze, in 20jahren kannst du dir eine auswahl an darmfloren in kapselform im reformhaus aussuchen.

bis dahin bleibt uns nur der sauerkrautsaft, schönen abend, drpieper

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4447

Beitragvon Bauernme3865 » 27.03.2018, 22:25

Guten Abend,
meines Erachtens nach wird hier die Chemie und Biochemie ziemlich aus dem Kontext gerissen und nicht im Ganzen gesehen und verstanden. Metalle reagieren im Koerper auf Aminosaeuren und Saeuren durch die spezifische Ladung und durch den Elektronenaustausch ganz anders, als im Labor.
Wenn es „DIE EINE“ gute Behandlungsmethode geben wuerde, haette die US Armee schon lange ihre 40.000 bis 50.000 gefloxte Soldaten (Stichwort Golfkrieg) wieder fit gemacht. Die US Armee mit ihrem ueppigen Budget haben die besten Chemiker, Toxikologen und Pharmakologen, die man sich wuenschen kann und die forschen an Behandlungsmethoden ihrer Gefloxten seit 1991.
Ich habe auch zahlreiche Erfolge mit meinen Behandlungsmethoden erreicht (ATP Energie wieder super, Muskelaufbau super und und und ... von urspruenglich 39 Nebenwirkungen im Oktober 2016 – aber Schmerzen in den Beinen und Fuessen wg. Neuropathie sowie der Achillessehnen sind auch nach 20 Monaten noch immer die Hoelle. Nur zur Info: meine breitgefaecherten NEM haben ein monatliches Budget zwischen 800 und 1.000 Euro, um meinen unterversorgten Zellen wieder Leben einzuhauchen. Das mir diese monatlichen Kosten keine Freude bereiten, ist wohl nachvollziehbar.
In Deutschland war ich bei einem Allgemeinmediziner plus Homooepathy, der mir Quecksilber verschreiben wollte: da habe ich beinahe einen Herzinfarkt bekommen. Zu Deiner Meinung, die Dosis macht das Gift – nun gut, das sehe ich anders, da ich meinem FQ vergifteten Koerper nicht noch mehr zumuten moechte.
Deine angefuehrten Studien, wo Bor mit Fluorine reagiert sind nur zum Teil zutreffend. Fluorine und Quinolone sind zwei eigenstaendige Substanzen, die alleine hochgifitg sind. Diese wurden in den FQ chemisch verbunden, um die FQ noch wirksamer zu machen und haben somit eine komplett andere Reaktion, als die beiden Einzelsubstanzen. In der Studie ist die 1.te Generation FQ Antibiotika erwaehnt, die wesentliche Unterschiede zu der 3.ten und 4.ten Generation FQ aufweisen: Hauptmerkmal sind die unterschiedlichen Isotope. Leider gibt es bislang in Sachen Heilung keine einfache Antwort und einfache Loesung. Ich war bei reichlich sogenannten Spezialisten und Fachaerzten, die behauptet haben, DIE Loesung zu haben und sich auskennen. Hah, fast umgebracht haben mich die sogenannten Experten. Ich wuerde mich nicht in die Haende von Homooepathen (selbst die EU und fuehrende Wissenschaftler haben mittlerweile Zweifel, das Homooepathy ueber den Placeboeffekt nicht hinausgeht), Heilpraktikern oder Vodoo Heilern begeben, aber das ist meine ganz persoenliche Meinung.
Aus belegten Studien wirken Medikamente im Allgemeinen nur zu 50% - die restlichen 50% sind ebenfalls dem Placeboeffekt zugeschrieben – aber egal: wer heilt, hat Recht.
Alles Gute mit Deinen Behandlungsansaetzen und viele Gruesse Gerald

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4454

Beitragvon PeterPan » 28.03.2018, 11:47

Hallo Gerald,

Ich lese Deine Berichte immer mit sehr großem Interesse. Viele dank dafür.

Mich interessiert folgendes zu Deiner Aussage :

Wenn es „DIE EINE“ gute Behandlungsmethode geben wuerde, haette die US Armee schon lange ihre 40.000 bis 50.000 gefloxte Soldaten (Stichwort Golfkrieg) wieder fit gemacht. Die US Armee mit ihrem ueppigen Budget haben die besten Chemiker, Toxikologen und Pharmakologen, die man sich wuenschen kann und die forschen an Behandlungsmethoden ihrer Gefloxten seit 1991.

Gibt es dazu eine Quelle, dass das Militär bezüglich der Nebenwirkungen bereits seit 1991 forscht oder überhaupt eine Quelle aus egal welcher Zeit ? Ich stehe in Kontakt mit einem Direktor einer bekannten Uni bezüglich Grundlagenforschung. Da wo Prof. Stahlmann aufgehört hat. Diese Information wäre natürlich noch mal ein Schmankerl.

Besten Dank
PeterPan

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4455

Beitragvon Bauernme3865 » 28.03.2018, 12:15

Hi PeterPan,

Freu mich über dein Feedback.

Leider haben die US Militärs nie Resultate veröffentlicht.

Unter Google.com mit dem Stichwort Research floxed US Army soldiers Gulf War ist reichlich Lektüre.

New FDA warnings on Cipro may tie into Gulf War Illness unter www.militarytimes.com
Oder auch Gulf War Illness tied to Cipro Antibiotics unter www.collective-evolution.com

Da ich so viel gegoogelt habe ( meist in englisch), kann ich spontan nicht die exakte Webseite benennen, ich bleibe am Ball und komme darauf zurück.

Herzliche Grüße

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4467

Beitragvon Krabiwi » 28.03.2018, 20:12

Schorsch hat geschrieben:Hallo,

also ich habe mein Kollagen Hydrolisat gerade mal geprüft und stelle fest das ich alles richtig gemacht habe. Darin sind alle wichtigen Aminosäuren enthalten. Anbei ein Auszug mit dem Aminoprofil (s. Bild unten) und der Produktlink:

https://www.amazon.de/ACTIVEVITAL-Kolla ... p%2B1&th=1

Ich nutze es jeden morgen. Hatte zuvor auch andere Kollagen Produkte bin aber bei diesem hängengeblieben wegen TYP 1.
Ich werde zusätzlich mein Hanfprotein nun regelmäßger einbauen und muss halt schauen, das auch sichergestellt genügend Vit-C zugeführt wird. Was aber ohnehin Sinn macht. Für diejenigen unter uns die neben Bewegungsapparat noch Neuropathische Probleme haben rate ich auch an das Tryptophan zu denken. Melatonin / Serotonin / GABA Synthesen... Hier hatte ich ja ein eigenes Thema mit



Hallo Schorsch,

ich bin gerade auf der Suche nach dem perfekten Amino-Whey. Bei Deinem Produkt ist mir aufgefallen, dass Cystein fehlt, welches elementar für die Bildung von Glutathion ist!

Das optimale Flox-Whey muss Cystein und Hydroxy-Prolin abdecken. Offensichtlich fehlt immer das eine oder andere wenn ich mir die Produkte so anschaue.

Viele Grüße
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4471

Beitragvon Schorsch » 28.03.2018, 22:24

Hallo Krabiwi,

im Kollagen ja fehlt das Cystein. Aber ich nehme ja auch das Hanfprotein in dem massig an Cystein ist.

Es gibt keine Eierlegende Wollmilchsau :-) gute Kombination mehrere Produkte ist wichtig. Im initialen 1 x 1 hatte ich auch Hanfprotein und Acetylcystein als Gluthationbildner empfohlen. Besser Hanfprotein, da dies vielseitiger und grundsätzlich vitalstoffreicher ist.

Gruß Schorsch

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4522

Beitragvon Levoflox26 » 02.04.2018, 13:30

Hallo Dr. Pieper,
vielen Dank für ihre Hilfe. Ist https://www.deltastar.nl/mvm-a-antioxidant-protocol.html das Präparat, das sie empfehlen? Und kann man das auch verschreiben lassen?
Herzliche Grüße und schöne Ostern.
gefloxt 10/2016 - 10 x 500mg Levo
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4579

Beitragvon Dr.Pieper » 04.04.2018, 23:56

hallo levoflox26, das ist das präparat. verschreiben geht allerdings nicht, da nicht apothekenpflichtig. genaugenommen gibt es in der rechtssprecuhung allerdings ein paar musterurteile, nach denen auch vitamine und mineralstoffe etc. erstattungspflichtig sind, wenn bei schweren erkrankungen keine schulmedizinischen alternativen zur verfügung stehen. dieses recht müßte nur jemand durchsetzen. gibt es keine juristen im forum?? gruß, drpieper

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4585

Beitragvon Levoflox26 » 05.04.2018, 08:42

Hallo Dr. Pieper
hab ich mir fast gedacht. Vielen Dank jedenfalls. Ich hatte ihnen eine private Nachricht geschrieben, haben sie diese gesehen?
Viele Grüße
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4590

Beitragvon Schorsch » 05.04.2018, 20:21

Hallo,

ich wollte zum einen noch die Erkenntnisse eines Gefloxten einstellen der ein umfangreiches Kollagen Screening gemacht hatte in einem Speziallabor. Hintergrund zum Patient: Der Flox hatte zuvor Levofloxacin bekommen. Seither verhärten seine Sehnen zunehmends , es kommt teils zu Geräuschbildung der Sehnen und einem erschwerten gleiten sowie gefühlten "verhölzern" der Strukturen.

Anbei sein Text:

Kollagen Screening


Hier wie versprochen eine "kurze" Zusammenfassung des Befundes des Kollagen Screening. Das Kollagenscreening wurde auf Basis der im Labor kultivierter Hautzellen durchgeführt und unter dem Elektronenmikroskop (EM) analysiert. Dieses Verfahren wird vor allem zur Diagnose von genetisch bedingten Bindegewebskrankheiten wie EDS eingesetzt. Die Ergebnisse waren ziemlich ernüchternd. Obwohl bei mir kein primärer Defekt in der Kollagensynthese festgestellt werden konnte, waren die Kollagenfibrillen sehr unregelmässig und zu dicht angeordnet (siehe Bild). Darüber hinaus unterschieden sie sich die Fibrillen in Größe und Form. Fibrillen sind Bestandteile von Zelle und Geweben, die sich nur elektronenmikroskopisch darstellen lassen. Sie sind lange, fadenförmige Proteine und sind als Bündel Grundlage von Bindegewebe und Muskelgewebe. Diese sind in der Regel linear und regelmässig angeordnet. Laut Aussage der Ärztin sieht man solche abnormen Fibrillen sonst nur bei Menschen mit einer genetisch bedingten Bindegewebserkrankungen, was man bei mir aber ausschließen kann. Die Verhärtung meiner Sehnen und die fehlende Elastizität ist mit größter Wahrscheinlichkeit die Folge dieser strukturellen Veränderung. Erstaunlicherweise waren die Anteile der unterschiedlichen Kollagentypen erwartungsgemäss. Das heißt auch Kollagen Typ I war in der richtigen Menge vorhanden. Somit fallen die MMP Theorien zumindest bei mir weg.

Im Weiteren sieht man unter dem EM eine Vielzahl von „geschwollenen“ endoplasmatische Retikuli. Das Anschwellen des Retikulums ist meistens die Folge einer fehlerhaften Zellproduktion, in meinem Fall wahrscheinlich verursacht durch einen epigenetischen Schaden. Fehlerhafte ER führen ebenfalls zu einer gestörten Kollagensynthese. In einem endoplasmatischen Retikulum (ER) finden Translation, Proteinfaltung, Proteinqualitätskontrolle von Proteinen statt. Außerdem ist das ER der Ort, an dem (z. B. nach der Mitose) neue Kernmembranen gebildet und abgeschnürt werden. Auch dient das ER als intrazellulärer Calcium Speicher. Zu Deutsch: der Körper produziert falsches Kollagen, das ER möchte es eliminieren, schafft dies aber nicht, es kommt zum Stress, und das ER bläht sich auf. Apropos Stress: die Mitochondrien sahen alle ok aus!

Eine mögliche Erklärung ist die von mir oft zitierte Studie übe FC induzierte epigenetische Veränderungen. Dabei kommt es nicht zu einer genetischen Mutation eines Enzymes, sondern zur eine fehlerhaften Transkription bei der Zellteilung. Es ist wie wenn im Supermarkt der Barcode-Scanner kaputt ist und die Produktinformationen nicht mehr korrekt gelesen werden können. Mit dem Ergebnis dass das neu produzierte Kollagen falsch ist. Die einzige Möglichkeit einer Heilung wäre die Korrektur dieses Defektes. Wie ist allerdings fraglich.

Bevor ihr diesen Befund auf euch projiziert, lasst euch gesagt sein, dass meine Entwicklung sehr atypisch ist. Ich hatte im ersten Jahr die normalen Floxsymptome wie Neuropathien, starke Sehnenschmerzen, Hautveränderungen, Haarausfall etc. Nach einem Jahr wurde vieles besser (vor allem die Sehnenschmerzen) und ich dachte, ich sei aus dem Gröbsten raus. Dann aber merkte ich, dass sich die Struktur meiner Sehnen und Bänder von Kopf bis Fuß veränderte. Die Sehnen wurden zusehends spröder und unelastischer. Sie begannen bei jeder kleinsten Bewegung zu springen und schnappen, so extrem dass sogar kleinste Bewegungen schmerzen, wirklich überall. Ich fühle mich inzwischen wie Pinocchio, der sich langsam in Holz verwandelt. Nichts im Körper ist mehr elastisch. Aufgrund der fehlenden Elastik bilden sich an den Sehnenscheiden nun Ödeme und Entzündungen. ABER: ich kenne unter den tausenden von Betroffenen nur wenig, die ähnliches erfahren haben. Von daher darf der Befund nicht verallgemeinert werden und muss nicht zwingend auf alle Floxies zutreffen. Einen solchen Test empfehle ich nur Betroffenen mit einer progressiven strukturellen Veränderung im Sehnen- und Bindegewebe.



Im Anhang noch die Bilder:

irregulary_shapes_of_fibrils_(red_circles)

fibrils tightly packed an irregulary distributed




Die Fibrillen sollten regelmässiger angeordnet sein und weniger dicht. Außerdem dürfen sie sich in der Form nicht wesentlich unterscheiden. Die Größe kann variieren.

Und nein: die zellteilungsrate war nicht gehemmt. Im Gegenteil.
Dateianhänge
irregulary_shapes_of_fibrils_(red_circles).jpeg
fibrils tightly packed an irregulary distributed.png

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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4655

Beitragvon Krabiwi » 11.04.2018, 13:06

Hallo Schorsch,

könnte daran liegen, dass der Körper des Betroffenen wegen der gehemmten Hydroxylase nun starres Kollagen I produziert, also fehlerhaftes Kollagen ohne Hydroxy-Prolin. Dr. Pieper hatte das weiter oben bereits detailliert ausgeführt, inklusive der Problematik, fehlerhaftes Kollagen durch gesundes Kollagen zu ersetzen. Supplementiert der Betroffene regelmäßig Eisen und Hydroxy-Prolin mittels NEM?

Viele Grüße
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Re: Schnellübersicht des Flox 1 x 1 - Was ist als Flox hilfreich und zu beachten

#4687

Beitragvon Dr.Pieper » 14.04.2018, 09:58

Guten Morgen an Alle, ich wollte heute ein generell sehr wichtiges Thema einstellen, das Glutathion:

In der Praxis sehen wir doch relativ häufig teils dramatisch niedrige Glutathionspiegel bei FQAD. Ich will hier kurz erläutern, wie das zusammenhängt.

Glutathion, ein wichtiges schwefelhaltiges tripeptides Thiolmolekül, leidet als wichtigstes endogenes Redoxmolekül der menschlichen Zelle besonders unter dem Angriff der FQ. Es konnte gezeigt werden, dass bereits intrazelluläre Konzentrationen, die um den Faktor 1000 (!) kleiner sind als therapeutische Dosen, die intrazelluläre Konzentration von Glutathion um 20 – 50% reduzieren.
Nicht umsonst jedoch wird Glutathion als „Mutter aller Antioxidantien, Meister der Entgiftung und Maestro des Immunsystems“ bezeichnet.
Die nichtenzymatische antioxidative Kapazität der Zelle beruht weitgehend auf Glutathion. Außerdem führt es das Recycling durch von Vitamin C und E zurück zur reduzierten Form und hat zahlreiche weitere biologische Funktionen.
Der Körper produziert zwar sein Glutathion selbst, es wird jedoch durch Ernährungsfehler, Umweltgifte, Medikamente, Stress, Traumen, Altern, Infektionen, Krankheiten und Bestrahlungen ständig dezimiert (wie eben auch in extremer Form durch therapeutische Dosen von FQ !), sodass es nicht selten zu Glutathion- mangelzuständen kommt.
Therapeutisch kann sowohl der wichtigste limitierende Baustein des Glutathions gegeben werden (Acetyl-Cystein 600 mg/die), es wird jedoch auch erfolgreich per Infusionem verabreicht (Manche Patienten schwören auch auf die orale, allerdings sehr teuere Form des acetylierten Glutathions).
Wir infundieren Glutathion initial mit 600 mg, steigern auf 1.200 mg und dann auf eine Erhaltungsdosis von 1.800 mg pro Infusion und Woche, meist kombiniert mit anderen Substanzen, vorzugsweise Liponsäure und Vitamin B12 als Hydroxocobalamin. Vitamin B12-Mangel ist im Tiermodell mit schwerstem oxidativem Stress verbunden. Tomohiro konnte zeigen, dass bei B12-Mangel der Glutathionspiegel wie auch die Aktivität der MnSOD, Gesamt-SOD und Katalase signifikant bis zu 66% vermindert sind. Gleichzeitig sinkt der Ascorbinsäurespiegel der Zelle. Dies zusammen mit durch den oxidativen Stress aktivierte Metalloproteinasen führt wiederum zur Degradierung von Kollagen-Protein, ein ganz ähnlicher Mechanismus wie bei den FQ, der sicherlich negativ synergistisch wirken dürfte.
Schönes Wochenende, DrPieper


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