Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

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PeterPan
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Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4322

Beitragvon PeterPan » 19.03.2018, 14:18

Erwischt ;-) Habe ich jetzt Deine Aufmerksamkeit?

Zum Anliegen :

Ich würde gerne diverse Gesundheitsministerin, Ärztekammern und Redakteure anschreiben. Vielleicht mache ich wegen der Sache auch einen eigenen Blog.

Es geht um Machenschaften bei Ärzten, Abstimmung bei Uni Kliniken untereinander. Aber primär darum, das wir als Geschädigte nicht nur ungerecht, sondern auch falsch behandelt werden.

Ich habe da ein Beispiel : Ich war in einer Uni in der Ambulanz für psychosomatische psychotherapeutische Behandlung. Ich kam mit einem Einweisungsschein zur stationären Behandlung. Im Gespräch stellte ich fest, dass die Ärztin doch offensichtlich auf meiner Seite ist. Sie konnte nicht versprechen, dass ich stationär aufgenommen würde aber sie empfahl mir doch mich schlau zu machen wie es mit einer ambulanten Therapie aussähe. Sie sagte, wenn sie die Reha demnächst in Anspruch nehmen, solle ich mir eine Klinik spezialisiert auf Fibromyalgie mit psychosomatischen Background suchen. Ich würde von Ihr die Diagnose F54.0 ( Psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Krankheiten, z.B. Gastritis ) bekommen sowie F32.0 (leichte depressive Episode ).

Das Ding ist, dass der Arztbrief folgende Diagnosen bescheinigt :

- Mittelgradige depressive Episode ( da ist man laut Schulmedizin schon ziemlich fertig )
- Somatoforme Störung

Sei es drum, die Diagnosen sind mir nicht so wichtig, aber jetzt kommt es :

Trotz Krankenhauseinweisung und Emailverkehr vor dem Termin mit dem Sekretariat der Ambulanz stand im Arztbrief, dass ich keinerlei psychosomatische Behandlung wünsche und ich auf eine somatische Ursache bestehen würde. Das ist dermassen an den Haaren herbeigezogen, da ich der Ärztin 3 mal sagte, das ich eine Therapie anstrebe, warum sonst sollte ich 260 km zu einer Uni fahren. Und auch die Empfehlung für die Reha wurde nicht ausgesprochen im Arztbrief. Der Arztbrief stimmt zu 50% nicht.. Warum ? Die Ärztin zeigte Ihre Notizen dem Professor ( Abteilungsleiter ), da Sie auch aufschrieb, das ich unter anderem Fluorchinolone genommen habe, ist der Brief entsprechend vom Prof ausgebessert worden und zwar zu meinem Nachteil. Ich habe mit keinem Wort erwähnt, das ich glaube, dass FQ die Ursache für meine Probleme seien, lediglich das ich über 20 Antibiotika in relativ kurze Zeit nehmen mußte. Ich muß dazu sagen, das ich im Nachhinein noch ein Gespräch mit der Ärztin hatte und Ihr sagte, das eine Tonbandaufnahme existiert ( nur gesagt, eine Tonbandaufnahme existiert nicht ). Daraufhin wollte Sie noch mal mit dem Prof Rücksprache halten, zuvor machte sie jedoch Zugeständnisse, das der Brief wohl krasse Fehler aufweist.

Da ich gerne entsprechende Behörden anschreiben möchte fände ich es herzallerliebst, wenn Ihr mir schreiben könntet, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Gerne anonymisiert über PN oder Mail : ciprofloxacin@web.de

Zudem kann das nicht schaden, wenn man diese Geschichten ebenfalls der EMA zur Verfügung stellt.

Vielen Dank



Levoflox26
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Re: Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4326

Beitragvon Levoflox26 » 20.03.2018, 07:44

Erwischt ;-) Habe ich jetzt Deine Aufmerksamkeit?


Menno, ich dachte echt, da fühlt sich noch jemand so alleine wie ich. :doh:

Ich kann auch mit einem Arztbrief dienen, in dem nur Bullshit steht. Aber der sichert mir gerade zumindest meine Arbeitsunfähigkeit.

Ich bezweifle, dass sich dein Einsatz lohnt, da hackt sich eine Krähe der anderen kein Auge aus, du wirst wahrscheinlich als der unglaubwürdige Patient da stehen. Zumindest, was die Ärztekammer betrifft. Lohnt es sich da deine Energie rein zu stecken? Also, weiß nicht wie es dir geht aber ich hab zumindest zur Zeit nicht viel davon und versuche Stress zu vermeiden, wo immer es geht.

Ich muß dazu sagen, das ich im Nachhinein noch ein Gespräch mit der Ärztin hatte und Ihr sagte, das eine Tonbandaufnahme existiert ( nur gesagt, eine Tonbandaufnahme existiert nicht ).


Ich glaube, mit solchen Andeutungen solltest du vorsichtig sein. Es ist verboten Gespräche ohne Einwilligung des Gesprächpartners mit zu schneiden. Aber das wirst du selbst wissen.

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Re: Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4329

Beitragvon Rosanna Garten » 20.03.2018, 09:58

Hallo,

habe ähnliche Erfahrung mit einem Arztbrief aus einer Rheumaambulanz gemacht.
Hier wurde sogar nachträglich auf ca. 1/2 Seite ausführlich erläutert, warum ein Zusammenhang mit Levofloxacin nicht in Betracht kommen kann.

Wolfgang

Re: Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4330

Beitragvon Wolfgang » 20.03.2018, 10:33

Warum Peter, willst du flox als kausale Ursache für was auch immer verschweigen?
Weil du ne Psychotherapie oder stat. Aufnahme möchtest?
Ging davon aus, dass die Welt wissen soll und muss was flox anrichtet.........mir war das vom ersten Tag an wichtig, dass dies möglichst deutlich geschrieben steht.

Wolfgang

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Re: Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4333

Beitragvon Rosanna Garten » 20.03.2018, 11:34

Ich hatte Peter so verstanden, dass er Fälle sammeln will, bei denen auf Biegen und Brechen nachträglich "Ersatzdiagnosen" formuliert wurden.

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Re: Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4335

Beitragvon PeterPan » 20.03.2018, 12:09

Ich verschweige nichts. Ich habe der Ärztin den Artikel vom Präsidenten der Berliner Ärztekammer mitgegeben. Ich wollte allerdings eine neutrale Beurteilung einer Psychotherapeutin. Ich habe FLOX ja erwähnt, nur nicht als Hauptverursacher, denn das kannst Du ja nicht nachweisen. Man muß mit dem System leben und wenn man das weiß, muß man sich auch mal auf unpopuläre Maßnahmen einlassen. Wenn ich zu allen Menschen sage "ICH HABE FLOX ICH HABE FLOX ICH HABE FLOX" sieht man doch, das man damit nicht weiterkommt. In der Schulmedizin muß man ja sämtliche Wege gehen, damit man entweder austherapiert ist oder man für psychisch krank erklärt wird. Da letzteres noch nicht schlußendlich diagnostiziert wurde, mußte ich diesen Schritt noch gehen, auch mit der Kenntnis, das mich das evtl. keinen Schritt weiterbringt.

Mir geht es primär darum, das mir ( Euch ) unrecht getan wird, egal ob es nun von FLOX kommt oder nicht. Wer meine Geschichte ( siehe oben ) gelesen hat, muß doch feststellen, dass es so wie es im Arztbrief steht, keinen Sinn macht. Wenn man grundsätzlich sagt, der Aufwand lohnt sich nicht etc. pp. , liegt in meinen Augen falsch. Öffentlicher Druck hat uns weit nach vorne gebracht.

- Berichte im TV
- Berichte im Radio
- Berichte in der Tageszeitung
- Berichte in Fachzeitschriften
- Anhörung vor der EMA durch Geschädigte
- Erzwingen, das die BfArM ein neues Risikoverfahren einleitet

etc. pp.

Solange es aber keinen Rückhalt der entsprechenden Behörden und Ministerien gibt, brauche ich nicht anzufangen UNI's , die Deutsche Rente , Arbeitsagentur davon zu erzählen, das ich gefloxt bin.

Und Rosanna hat recht, ich suche ähnliche Fälle wo man zumindest an den Diagnosen von Ärzten zweifeln darf, wenn entsprechende Indizien bzw. Beweise vorliegen.

Wolfgang

Re: Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4340

Beitragvon Wolfgang » 20.03.2018, 16:17

Bin mit "ich bin gefloxt und kein Psycho" weitergekommen (auch wenn es nur teilweise schriftlich aufgenommen wurde, aber ich habe nie etwas anderes behauptet und das war MIR wichtig, die Ursache stets in aller Deutlichkeit darzustellen), das volle Programm ab Arbeitgeber, Krankenkasse, MDK, Versorgungsämter, Sozialgericht, LSG, Arbeitsamt DRV. Weil es die Wahrheit ist und ich verstehe nicht wie man sich bewusst in die Psychoecke nicht nur drängen lässt, sondern sich diese Rolle konkret selbst aufbürden will, bist du nun gefloxt oder nicht?
Wie willst du öffentlich etwas bewirken wenn du von dir behauptest einfach so odrer wegen 20 Antibiotika psychosmatisch erkrankt zu sein oder siehst du tatsächlich nicht eindeutig flox als Ursache hierfür?
Und von welchem Aufwand redest du? Hab ich gesagt, dass sich Revolte nicht lohnt oder dies vorgelebt? Klar sind die meisten Arztberichte von uns nahezu alle falsch, teilweise infam und nicht in unserem Sinne. Sicher muss man diese Arztberichte anzweifeln und anfechten, das hab ich zigfach durch, aber niemals einen Bericht in dem steht was Fakt ist, nämlich, dass ich seit Levo entsprechend körperlich behindert bin. Der kausale Zusammenhang muss für mich auf den Tisch, ob es das System vorsieht und will oder nicht. Und wie will man bei ner EMA-Anhörung etwas bewirken, wenn man nen Arztbericht vorlegt, in dem steht man hat Depressionen unklarer Herkunft?
Wolfgang

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Re: Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4342

Beitragvon PeterPan » 20.03.2018, 19:19

Ich glaube wir reden aneinander vorbei.

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Das Kreuz mit den Arztbriefen...

#4410

Beitragvon Rosanna Garten » 24.03.2018, 12:05

Mein aktuelles Beispiel (nach stationärem Aufenthalt):

„Die Pat. berichtet, dass sie einen grippalen Infekt mit Symptomatik im Bereich der oberen Atemwege und Gliederschmerzen erlitt. Aufgrund der Schwere der Beschwerden wurde sie mit einer Antibiotikatherapie mit Levofloxacin behandelt. Im Anschluss daran kam es zu…[blablabla]…Diese Beschwerden waren im Verlauf abnehmend, allerdings noch nicht völlig rückläufig.“
[blablabla]

Richtig ist ja (und so hatte ich es auch diesmal wieder „berichtet“), dass während der Einnahme Muskelschmerzen auftraten, die ich zunächst als „Gliederschmerzen“ interpretierte.
Zudem wisst auch ihr inzwischen alle, dass bei mir keine besondere „Schwere der Beschwerden“ vorlag.
Am meisten kotzt es mich an (sorry), dass seit 1 ½ Jahren in schöner Regelmäßigkeit in den Arztbriefen zu lesen ist: „Die Beschwerden waren im Verlauf abnehmend, allerdings noch nicht völlig rückläufig“.

Die Krone setzt dem ganzen auch noch der Schlusssatz auf, den ich so auch nicht zum ersten Mal „attestiert“ bekomme, obwohl ich das so garantiert niemals geäußert habe:
Die Pat. zeigt sich zur Entlassung mit der beginnenden, sich abzeichnenden funktionellen Verbesserung zufrieden (!).

Im Gegenteil! Es wurde mir einmal mehr deutlich vor Augen geführt, wie massiv die Einschränkungen wirklich sind, wenn ich mal „nicht die Zähne zusammenbeiße (weil sich ja sonst der normale Alltag gar nicht bewältigen lässt…).
Auch das habe ich in mehreren Gesprächen so formuliert und leider hat sich durch diese „Erkenntnis“ auch mein psychischer Zustand wieder destabilisiert.
Meine Therapeutin war entsetzt, mich nach der Entlassung wieder so zu sehen…

Macht es denn Sinn zu versuchen, diese Formulierungen bzw. „Interpretationen“ gegenüber den behandelnden Ärzten (evtl. schriftlich?) „richtigzustellen“?

Ich hoffe, ihr könnt die Sonne genießen (sofern sie bei euch scheint :happy-sunny:)
Greets

Rosanna

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Re: Bin so allein - mag mir jemand schreiben ?

#4411

Beitragvon Maximus » 24.03.2018, 14:58

Hallo Rosanna,

leider gibt es keine juristische Möglichkeit einen Arzt zu zwingen seinen Arztbrief richtig zu stellen.

Die einzige Möglichkeit, die sich hier bietet ist mit einer Gegendarstellung zu antworten.

Man schreibt praktisch einen Brief an die Ärzte bzw. das KH, wo halt drin steht, das die Beschwerden - entgegen
der Behauptung des Arztes - nicht rückläufig sind usw.......

und falls z.B. ein Rentenantrag gestellt wird, den Brief dem Rentenantrag beifügen.

Gruß
Maximus


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