Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

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Krabiwi
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Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4483

Beitragvon Krabiwi » 29.03.2018, 15:45

Schnelleinstieg zum Selbsttherapieansatz mit möglichst wenig Theorie: viewtopic.php?f=35&t=1014

Hallo zusammen,

hiermit möchte ich eine generelle Übersicht inklusive Therapieansätze bzgl. dem Thema Fluorchinolone (FQ's) mittels einfachen Worten auf Deutsch und insbesondere für Neulinge verständlich zusammenfassen. Die Basis hierfür bildet der folgende englische Fachartikel der sich auf eine Fülle von Studien beruft:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5632915/

(Deutsche 1:1 Übersetzung hier in Arbeit: viewtopic.php?f=35&t=881)

Ich bin kein Mediziner und jeder Mensch und somit auch die Auswirkungen der FQ's sind unterschiedlich und abhängig von vielen Faktoren wie FQ-Dosis und Stadium der Vergiftung, Vorschäden und Medikamente, Chronizität der Schäden, allgemeiner Gesundheitszustand - somit soll dieser Faden lediglich als Orientierungshilfe dienen um das Thema möglichst kurz und übersichtlich darzustellen. Die folgenden Ausführungen beruhen auf den Ansätzen von Dr. med. Kuklinski, Dr. med. Pieper sowie Dr. Michalak sowie Eigenrecherche. Maximale Eigenverantwortung ist bei einer Selbsttherapie selbstverständlich.

Weiterführende Threads zu dem Thema:
Übersicht zu positiven Genesungsberichten: viewtopic.php?f=56&t=954
Mitochondrien und Schübe: viewtopic.php?f=35&p=5066
Biochemie der freien Radikale: viewtopic.php?f=35&t=885
Glutathion: viewtopic.php?f=35&t=786
NEM-Vorschläge: viewtopic.php?f=35&t=791
Therapeutische Ernährung: viewtopic.php?f=35&t=931
Zahlen zur Antibiotika- und Nitratbelastung von Lebensmitteln: viewtopic.php?f=70&t=979

I . Wirkungsweise der FQ's:

Die Schädliche Wirkung erfolgt auf mehreren Ebenen und beinhaltet komplexe Kreuzreaktionen, es müssen daher alle Ebenen gleichzeitig therapiert werden um einen möglichst optimalen und zügigen Erfolg zu erzielen.

1. FQ's binden Mineralien wie Magnesium, Kupfer, Zink, Mangan und Selen aber auch Proteine. Bei einem Mangel an extrazellulären Mineralien bindet es sich an die intrazellulären Mineralien der Körperzellen (bevorzugt Sehnen- und Nervenzellen) und schädigt somit die Mitochondrien welche als Kraftwerke der Zellen fungieren. Schwer geschädigte Mitochondrien setzen Radikale frei, der sog. oxidative Stresspegel erhöht sich während gleichzeitig der Pegel der natürlichen Antioxidantien wie Glutathion sowie SOD sinkt.

2. Durch die Bindung der Mineralien wird der Stoffwechsel gehemmt und kommt bei Proteinen wie Hydroxy-Prolin (wichtig für Kollagen, das Protein der Sehnen) sowie Glutathion (starkes Antioxidans welches die Zellen vor freien Radikalen schütz und Giftstoffe ausleitet) teilweise komplett zum erliegen. Die Zellen werden somit anfälliger für freie Radikale und werden schneller zerstört, was noch mehr freie Radikale freisetzt, eine regelrechte Kettenreaktion entsteht. Die Sehnenregeneration ist dabei zusätzlich wegen der Proteinhemmung blockiert, ein wahrer Teufelskreis entsteht.

3. Es ist mittlerweile belegt, dass FQ's die Topoisomerase 2 der Mitochondrien über Magnesiumkomplexierung angreifen und die mtDNA depletieren. Der folgende oxidative Stress führt zu einer weiteren Oxidation und somit Beschädigung der mtDNA, welche sich anhäuft und wiederum Mitochondrien entstehen lässt die ein vielfaches an freien Radikalen produzieren. Dabei spaltet sich die mitochondriale Struktur auf, die Mitochondrien verkürzen sich, der oxidative Stress erhöht sich massiv. Das folgende passiert in der Zelle bei jedem der FQ's nimmt, bei den grüngelben Fäden handelt es sich um die Mitochondrien:

nihms-509241-f0003.jpg




II. Schäden:

1. Die Mineralien und Proteine werden gebunden, was zu Stoffwechselstörungen führt und u.a. natürliche Schutzprozesse (SOD, GPx) wie die erwähnten Proteinbildungen des Körper lahmlegt. Außerdem werden dadurch der Entgiftungsenzyme (Cytochrom P450, GSH sowie Glutathion-S-Transferase) gehemmt was, die Ausscheidung der FQ's und anderen Toxinen hemmen kann. Außerdem wird die Hydroxylierung der Aminosäure Prolin zu Hydroxy-Prolin gehemmt, was die Kollagenbildung (Sehnen, Faszien etc) behindert.

2. Die Topoisomerase (menschliches Gegenstück zur bakteriellen Gyrase) der Mitochondrien wird mittels Magnesium-Chelatierung gehemmt und dadurch werden diese beschädigt, möglicherweise auch die mitochondriale DNA, schwache Mitochondrien entstehen welche vermehrt freie Radikale produzieren und sich zu allem Überfluss auch noch vermehren. Betroffen können alle Körperzellen sein, von Muskeln, Sehnen, Herz bis Nervenzellen, da Mitochondrien in allen Zellen vorkommen und ohne Zellen ohne diese nicht leben können. Die Symptome sind somit äußerst vielfältig und können alle Bereiche erfassen. Es gibt z.B. Berichte darüber, dass einigen Betroffenen die Schneidezähne über der Zahnwurzel abbrachen und sich Muskelgruppen sowie Hirnzellen auflösen. Es können auch Schildrüsenfehlfunktion, Diabetes sowie chronische Müdigkeit entstehen.

Siehe dazu das folgende Experiment mit Hefezellen:
viewtopic.php?f=56&t=864

3. Der oxidative Stresspegel erhöht sich, was noch mehr Zellen sowie Mitochondrien angreift und zerstört, was wiederum den oxidativen Stress erhöht. Ein klassischer circulus vitiosus entsteht.

4. FQ's setzen sich wahrscheinlich in Körperzellen fest (bis diese sterben und setzen sich dann in die nächste gesunde Zelle wenn die extrazellulären Mineralien ausgehen) und werden wegen ihrer kristallinen Struktur und den Chelatkomplexen mit Proteinen und Mineralien, selbst bei einem gesunden Glutathion-Stoffwechsel, nur langsam über Jahre abgebaut und können somit auch langfristig zu chronischen Beschwerden und Stoffwechselstörungen führen. Insbesondere durch die beschädigten Mitochondrien und den dadurch herabgesetzten Energiepegel dauern alle Körperprozesse, u.a. Entgiftung, Zellteilung und Regeneration, länger

5. Magnesium ist außerdem ein wichtiger Bestandteil der Kollagenmatrix (Sehnen, Faszien und Knorpel) und hält diese in ihrer Struktur zusammen da es Bestandteil der sog. Integrine ist welche notwendig sind damit die Sehnenzelle (Tendozyt) mit der Kollagenmatrix kommunizieren kann. FQ's entfernen Magnesium aus den Integrinen wodurch Sehnen, Faszien und Knorpel instabil werden. Faszien umhüllen alle Muskeln und Organe.

6. Neben dem negativen Pol, welcher Mineralien bindet, haben FQ-Moleküle noch einen positiven Pol der Proteine binden kann. Gerade im Gehirn ist dies fatal, da FQ den Neurotransmitter γ-Aminobuttersäure (GABA) binden und es somit verstärkt zu Psychosen, Ängsten und gar Selbstmordfantasien kommen kann.

III. Therapieansätze:

Ansätze müssen gleichzeitig erfolgen um maximale Wirkung zu entfalten und den Teufelskreis zu durchbrechen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, je länger die FQ's und der erhöhte OS unbehandelt aktiv sind, desto mehr (u.U. chronische) Schäden entstehen. Die angegebenen Dosierungen sind aus meinem persönlichen Erfahrungswert (männlich, Mitte 30, 180 cm/75 kg) und können lediglich als Orientierungswert dienen. Das beste Mittel nützt nichts wenn man es zu niedrig dosiert. Kritische Faktoren bzgl. Genesung sind u. a. Alter, Gewicht, FQ-Dosis, Zeit bis zum Beginn der NEM-Therapie.

1. SOFORT-Maßnahme bei ersten und kleinsten Nebenwirkungen wie zwicken in einer Sehne: Magnesium-Citrat 800-1.200 mg die ersten paar Tage supplementieren. (Nieren müssen dazu in Ordnung sein)
Anschließend ALLE Mineralien/Spurenelemente (Mg, Eisen, Selen, Mangan, Kupfer, Kalium) und Aminosäuren (Proteine) sowie Vitamine supplementieren um den körpereigenen Stoffwechsel sowie dessen antioxidativen Abwehr- und Regenerationskräfte zu stabilisieren. Insbesondere Magnesium, da es höher konzentriert werden kann und mit über 400 mg täglich mehr FQ's binden kann als z.B. Spurenelemente wie Mangan im µg Bereich. Ein stetiger Magnesiumspiegel reduziert somit die schädliche Wirkung der FQ's, da Reserven bestehen die einen intrazellulären Mängel teilweise ausgleichen können. In der akuten Phase, also den ersten Monaten, sind je nach individueller Verträglichkeit 4x 200 - 300 mg Mg über den Tag verteilt empfehlenswert (am Besten Trinken) um die Reserve von etwa 20 g über mehrere Monate aufzufüllen. Gefloxte Zellen haben der geringeren Energie eine reduzierte Mg-Aufnahme, deswegen ist das eine langwierige Sache. Sobald die größten Symptome nachgelassen haben kann man für die nächsten 1-2 Jahre mit 400 mg pro Tag ergänzen. Magnesiumpräparate müssen organisch vorliegen, wie z.B. Magnesium-Citrat (gut als Pulver zum Trinken) oder -Glycinat (ganz gut da die Aminosäure Glycin ein Baustein von Glutathion ist), anorganische Verbindungen wie Mg-Oxid sind in hohen Dosierungen ungeeignet und reizen lediglich den Darm.

Empfehlenswert sind ebenfalls Magnesium-Öl sowie Epsom-Salz Fußbäder. Wobei man hier darauf achten muss, dass es Indizien dazu gibt dass durch die Bäder im Gewebe gebundene Toxine aufsteigen können, in der akuten Phase und bei geschwollenen Füßen am Besten Fußbäder vorsichtshalber meiden. Magnesiumsalz Vollbäder sind nicht zu empfehlen, da die FQ's dann verstärkt in den Kopf steigen können. Es gibt Berichte über starke Rückfälle nach Magnesiumsalzfußbädern.

Bzgl. Darm empfiehlt sich bei starkem Durchfall ein probiotischer Aufbau der Darmflora und ballaststoffreiche Kost.

Bei den Aminosäuren muss darauf geachtet werden, dass die Bausteine des Kollagen (Hydroxy-Prolin, Prolin, Glycin) sowie Glutathion (Glutamin, Cystein, Glycin) enthalten sind. NAC 600 mg kann hier die Glutathionbildung unterstützen.

2. Den oxidativen Stress mittels Antioxidantien senken. Natürliche Stoffe sind Vitamin C höherdosiert (2/4x 500mg/Tag), Vitamin E (200 mg/Tag). Alpha-Liponsäure wird oft empfohlen, man muss aber bedenken, dass ALA Mineralien wie Eisen und Magnesium bindet und ausleitet, was als Flox absolut kontraproduktiv ist. Glutathion ist der beste Zellschützer, da dessen Produktion massiv von den FQ's gehemmt wird muss man dessen Produktion fördern oder es von außen zuführen. Magnesium reduziert ebenfalls den oxidativen Stress in dem es das PTP der Mitochondrien schließt.

Ernährung umstellen um oxidativen Stress zu senken und beschädigte und daher Radikale schleudernde Mitochondrien schnellstmöglich in den Tod (Mitophagie) zu treiben bzw. wenigsten die Menge an freien Radikalen zu minimieren, da diese sonst weitere Schäden anrichten. Auf Zucker, aber auch auf Kohlenhydrate verzichten, am Besten kombiniert mit Intervallfasten 5:2 (5 Tage normal essen, 2 Tage fasten) oder 16:8 (täglich zwei Mahlzeiten in 8 Stunden, 16 Stunden fasten). Dies aktiviert die Autophagie und Mitophagie. Floxtherapie ist überwiegend Mitochondrien-Therapie, wer unbedingt einen Arzt möchte sollte sich einen Dr. med. suchen der auf seiner Website signalisiert, dass er das Thema "Mitochondriale und Orthomolekulare Medizin" beherrscht.

3. Mitochondriales Potenzial mittels Q10 (100 - 200 mg/Tag) oder mit MitoQ erhöhen um die Zelle am Leben zu halten, bis sich neue unbeschädigte Mitochondrien gebildet haben und die beschädigte mDNA abgebaut wurde. Mittels PQQ (10 - 20 mg/Tag) diese Bildung von neuen Mitochondrien anregen und beschleunigen. MitoQ ist patentiertes Q10-Derivat welches auf Mitochondrien zielt, u.U. spürbarer Energieschub, laut Dr. Michalak möglicherweise eine sehr interessante Substanz für künftige Therapien, mir persönlich hat es die Energie fast vollständig zurückgebracht und beschleunigte massiv die Genesung in Verbindung mit allen anderen Ergänzungen). Auch das Diabetikermittel Metformin kann diesen Prozess womöglich unterstützen, sollte aber nur unter ärztlicher Beratung versucht werden. Das Fettsäuren-Transportprotein L-Carnitin kann ebenfalls unterstützen.

4. Womöglich (aber meiner Meinung nach unwahrscheinlich, da es nur wenige Indizien dafür gibt) bleiben FQ-Komplexe teilweise in den Zellen stecken und werden nur ganz langsam über Monate abgebaut, was zu chronischen Beschwerden und jederzeit zu Rückfällen bei Mineralmangel oder FQ-Aufnahme über belastete Nahrung führen kann. Es stellt sich daher die Frage wie man diesen Abbau-Prozess beschleunigen kann. Eine Studie hat gezeigt, dass ein FQ der ersten Generation mittels Ozon aus Wasser herausgelöst werden konnte. Ein Ansatz für diesen Punkt ist daher womöglich die sog. Ozontherapie aber auch Epsom-Bäder. Geschwollene Füße können ein Hinweis darauf sein, die FQ-Toxine vom Körper in der Not in die Füße ausgelagert wurden, möglichst weit weg von wichtigen Organen und dem Gehirn.

Persönliche Anmerkung zu 4.:

Es gibt die Ozonlösungsinfusion, die kleine sowie große Eigenblut-Therapie. Dabei muss bedacht werden, dass Ozon oxidierend wirk und den oxidativen Stress leicht verstärkt. Positive Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass eine Kombination mit dem natürlichen Antioxidanz Glutathion eine mögliche Option ist, da dessen körpereigene Produktion wie oben erwähnt von den FQ's gehemmt wird. Hier muss man das Risiko beachten, dass die Ozontherapie sowie Glutathion Schwermetalle aus den Zellen ziehen kann, was abhängig von der eigenen Schwermetallbelastung (insbesondere Quecksilber) zu stärkeren Beschwerden führen kann.

Darüber hinaus gibt es noch mögliche aber unfundierte Ansätze zu einer beschleunigten Entgiftung mittels Chlorella.

Nichtsdestotrotz ist nicht geklärt ob dieses Phänomen stattfindet, womöglich findet es nur solange statt wie die Entgiftungssysteme wegen Energiemangel gehemmt sind, sobald die Energie zurück kommt kann der Körper die FQ-Komplexe womöglich von alleine ausscheiden.


IV. Weitere Thesen und Schlussfolgerungen:

1. Ein Teil der FQ's wird womöglich nicht innerhalb von wenigen Tagen vom Körper ausgeschieden, sondern verbinden sich in dieser Zeit lediglich vollständig mit Mineralien und Proteinen und wirken somit nicht mehr auf Bakterien und Mitochondrien, verbleiben aber in den Körperzellen und können den lokalen Stoffwechsel stören. Insbesondere durch den Energieabfall und die Hemmung der Entgiftungsenzyme hat der Körper Probleme die FQ-Moleküle schnell zu binden und auszuscheiden.

2. Der Schmelzpunkt von FQ's beträgt über 200°C, diese sind in den Zellen daher äußerst beständig und werden womöglich bei einem gehemmten Entgiftungsstoffwechsel nur langsam über mehrere Monate ausgeschieden.

3. Die Aufnahme von FQ's erfolgt DIREKT über Medikamente und kann in geringerem Umfang INDIREKT über belastetes Fleisch sowie Milch aus der Massentierhaltung und Fischzucht erfolgen. Insbesondere Fisch und Schrimps sind Antibiotikabomben, da diese in antibiotischem Wasser gezüchtet werden. Fleisch aus EU-Tierhaltung ist laut Proben relativ unbedenklich, gemieden werden sollten Tierprodukte aus dem Ausland, insbesondere Asien da hier regelmäßig Grenzwertüberschreitungen bzgl. FQ-Antibiotikarückständen festgestellt wurden.

2013 wurde in der Deutschen Massentierhaltung 13 Tonnen FQ's verfüttert. 2016 waren es laut dem folgenden Artikel noch 10 Tonnen:

https://www.bvl.bund.de/DE/08_PresseInf ... e2016.html

4. Genetische Faktoren wie Polymorphismen in der SOD2 und bzgl. Phase 2 Entgiftungsenzyme können die FQ-Toxizität womöglich verstärken --> viewtopic.php?f=56&t=777

5. Wegen der stetig abnehmenden Qualität des hochgedüngten Massengemüses und sowie dem allgemeinen Trend zu Fastfood haben heute rund 20% der Menschen einen Magnesium oder Spurenelementmangel. Dieser Faktor ist womöglich eine weitere Ursache für die FQ-Toxizität, da FQ's wie Magneten auf die Metallkationen wirken und diese aus Mitochondrien sowie Zellen ziehen können was die mitochondriale Atmungskette hemmt, worauf die Mitos u.a. mit zellschädigendem oxidativem Stress reagieren.


Anhänge:

Die mögliche "Halbwertszeit" der Cipro-Toxizität korreliert stark mit den Genesungsverläufen, ich bin mittlerweile fest davon überzeugt, dass dies der Heilungsverlauf einer unbehandelten Mitochondriopathie ist:

mögliche_Halbwertszeit-Cipro_nach_Floxreport_Rev.12.PNG


Quelle: viewtopic.php?f=61&t=83
Grafik aus dem sog. Floxreport 2008

Die möglichen Verläufe einer unbehandelten floxinduzierten Mitochondriopathie, je nach Schweregrad und Schüben/Wellen:

möglicher_Zeitverlauf_nach_Floxreport_Rev.12.PNG

Quelle: viewtopic.php?f=61&t=83
Grafik aus dem sog. Floxreport 2008

Laienhaftes Experiment:

BitPv8X.jpg

Quelle: viewtopic.php?f=60&t=119
Zuletzt geändert von Krabiwi am 08.11.2018, 18:38, insgesamt 36-mal geändert.


Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4485

Beitragvon Cypho » 30.03.2018, 13:46

Hallo Krabiwi,

du hast dir viel Mühe gemacht und Vieles von dem was du aufgeschrieben hast, ist sicher richtig.
Mit dem Ozon würde ich jedoch sehr vorsichtig sein. Ich habe als junger waghalsiger Chemiker im Labor daran gearbeitet Indanthren- und Azofarbstoffe durch die Oxidation mit Ozon bioverfügbarer zu machen und damit besser abbaubar für die Bakterien in den Kläranlagen.
Ich habe mir dadurch meine COPD zugezogen und mein Leben ruiniert. Ozon ist das stärkste Oxidationsmittel, das wir Chemiker kennen. Es oxidiert und zerstört Alles. Nur wenige Substanzen wie z.B. Fluorpolymere (PTFE=Teflon) können eine Weile standhalten.
Ich würde lieber noch eine Zehnerpackung Levofloxacin schlucken als mein Blut durch dieses Ultragift ozonieren zu lassen.
Zumal das was dir der Quacksalber danach in deine Venen zurückgibt absolut nichts mehr mit menschlichem Blut zu tun haben dürfte.

Zum Zweiten was die Verweilzeit von Fluorchinolonen im Körper betrifft, würde ich nicht so pessimistisch sein.
Das Chinolin ist ein Zweifachringsystem, das fluoriert wurde. Das Seveso-Dioxin ist ein chloriertes Dreifachringsystem, also durchaus verwandt.
Ich habe mal nachgelesen, wie die Dioxinvergiftung des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko verlaufen ist.
Er wurde im September 2004 mit Seveso-Dioxin vergiftet. Anfänglich soll der Dioxin-Wert 50.000-fach über der Norm gelegen haben.
Am 11.Dezember 2004 wurde bei einer Untersuchung in Wien festgestellt, dass die Dioxin-Konzentration beim 1.000-fachen Normwert liegt. Der Körper von J. hat also in 3 Monaten 98% dieses chlororganischen Ultragiftes von allein ausgeschieden.
Im Jahr 2008 sollen durch ein dioxinabbauendes Enzym nochmals 90% des Restdioxins aus seinem Körper entfernt worden sein.
Der Mann lebt noch. Man sieht also, wozu der menschliche Körper im Stande ist.

Mach bitte weiter mit deinen interessanten Recherchen.
Dieses Forum braucht solchen Input unbedingt.

Mit besten Grüßen
Cypho

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4488

Beitragvon Krabiwi » 30.03.2018, 15:29

*die Theorie dass sich FC-Moleküle im Gewebe anreichern halte ich mittlerweile für unwahrscheinlich, was sich dagegen definitiv anreichert ist beschädigte mitochodnriale DNA*

Hallo Cypho,

Danke für das Feedback.

Ich denke, das Problem mit FQ's ist, dass diese tief in die Zellen eindringen, sich dort mit den Mineralien verbinden und auch dort verweilen bis die Zelle abstirbt und erst dann wieder freigesetzt werden. Ich weiß nicht in wie fern der Körper selbst solche Toxine die an Mineralien der Zellen gebunden sind von selbst wieder aus den Zellen entfernen kann.

Die Halbwertszeit der FQ werden laut Erfahrungsberichten, je nach Dosierung auf 1-2 Jahre geschätzt, was bei den symptomatischen Verläufen der FQ-Geschädigten auch gut hinkommt.

Kannst Du bitte ein paar Details zu Deiner missratenen Ozontherapie nennen, wurde diese wegen FQ-Vergiftung durchgeführt und in welcher Form (kleine, große) mit welchen Additiven und in welchem Stadium der Vergiftung?

Ich habe bisher einige sehr positive Erfahrungsberichte bzgl Ozontherapie gelesen.

Danke für weiteren Input.
Zuletzt geändert von Krabiwi am 16.09.2018, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4491

Beitragvon Maximus » 30.03.2018, 16:38

Hallo Krabiwi,

vielen Dank für deine Recherchen.

Ich weiß das macht ne Menge Kopfarbeit und Schreibarbeit.

Danke dir.

LG
Maximus

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4492

Beitragvon Cypho » 30.03.2018, 17:37

Hallo Krabiwi,
ich habe keine Ozontherapie gemacht. Das würde mir nie in den Sinn kommen.
Ich habe in einem chemischen Labor Textilabwasser mit Ozon begast und dabei einen undichten Ozongenerator benutzt.
Ozon ist ein schlecht wasserlösliches Reizgas. Deshalb dringt es auch in die kleinsten Atemwege vor führt zu chronischen Entzündungen v.a. Bronchitis und Bronchiolitis. Ich habe mir damit von Berufs wegen meine Lunge versaut.

Mit besten Grüßen
Cypho

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4499

Beitragvon Krabiwi » 31.03.2018, 13:22

Hallo Maximus,

Kopf und Hände funktionieren zum Glück einwandfrei und da ich selbst an einer schnellen Genesung interessiert bin recherchiere ich seit Tag 1 post Flox alles was ich dazu in die Finger bekomme. Erfahrungsberichte sind höchst individuell, aber der oben verlinkte englische Artikel fasst die (noch dürftigen) wissenschaftlichen Erkenntnisse sehr gut zusammen und alle Genesungsberichte fügen sich schlüssig in diese Theorie.

FQ's unterliegen als Chemikalie mit ihren Reaktionen und Verbindungen den Naturgesetzen der Chemie und sind somit teilweise berechenbar, auch wenn der Vorgang äußerst komplex ist und individuelle Faktoren dazukommen, da jeder Körper unterschiedlich ist.

Gerade bei der Selbsttherapie können viele Fehler gemacht werden, Beispiel Magnesium. Man muss:
1. organisches Mg verwenden
2. in niedrigen Dosen von max. 200 mg
3. gleichmäßig über den Tag verteilen, denn wenn der Mg-Spiegel nur für ein paar Stunden unter einen kritischen Punkt abfällt gehen die FQ's sofort wieder an die Körperzellen und die schädliche Reaktion geht von vorne los
4. in der richtigen Dosis, je mehr FQ's man im Körper hat, desto mehr Mg benötigt man, wobei der Körper hier Grenzen setzt

Also wenn jemand 2x täglich 400mg Mg-Oxid verwendet wird es ihm nichts nützen und er wird denken Mg nützt nichts, dabei hat es nur falsch angewandt.

Hallo Cypho,

also ein Unfall im Labor, tut mir Leid, da hast Du wirklich Pech gehabt.

Ja Ozongas ist hochreaktiv, deswegen wird dies bei der Ozontherapie auch nicht direkt injiziert, da es hier durchaus Todesfälle in der älteren Vergangenheit gab.
Die Eigenbluttherapie ist ein äußerst sicheres Verfahren, das medizinischen Standards entspricht, mit bisher durchweg positivem Feedback von Gefloxten. Studien sprechen von über 10.000 Anwendungen ohne Zwischenfall. Ich werde in den nächsten Wochen daher klein damit beginnen und berichten.

Hab Deine Geschichte gelesen und diese bestätigt ebenfalls die Theorie, dass sich die FQ's im Körper ansammeln bis ein kritischer Punkt erreicht ist und die Symptome voll durchschlagen, war bei mir ähnlich. Hatte 2013 5x500 mg Cipro ohne direkte Nebenwirkungen (obwohl ich mittlerweile sporadische Schlafstörungen und Schwächephasen der letzten Jahre darauf zurückführe), 2x 400 mg Avelox haben dann vor 3 Wochen richtig reingeschlagen, da ich wegen dem Cipro und inklusive indirekter Aufnahme über Fleisch sicherlich noch gut mit 1-2g FQ's vorbelastet war.

Beste Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4523

Beitragvon Cypho » 02.04.2018, 13:30

Hallo Krabiwi,
mit der Anreicherungstheorie könntest du Recht haben. Ich hatte das letzte Mal im Dezember 2010 4 Tabletten Levofloxacin 500 mg und hatte keine nennenswerten Nebenwirkungen. Damals war ich jedoch erst 45 Jahre alt. Bei der Einnahme der einzelnen Tablette Levofloxacin 500 im Juli 2017 war ich 52 Jahre alt.
Möglicherweise spielt auch das zunehmende Alter mit den Veränderungen im Stoffwechsel eine entscheidende Rolle. Die Hersteller empfehlen ja schon keine Einnahme mehr für Menschen über 60 Jahre.

Mit besten Grüßen
Cypho

Levoflox26
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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4524

Beitragvon Levoflox26 » 02.04.2018, 13:49

Hallo Krabiwi,

mir geht es da ähnlich wie Cypho. Ich habe irgendwann mal Cipro eingenommen (lässt sich nicht nachvollziehen, habe nur die leere Packung gefunden) dann habe ich im April 2015 Levofloxacin bekommen. Aus heutiger Sicht habe ich damals schon auf Levo reagiert: Haarausfall, Panikattacken, Schweißausbrüche, Depression. Habe das damals aber nicht in Zusammenhang gebracht. Dann kam die Levo Einnahme im Oktober 16, worauf ich innerhalb weniger Wochen (2-4) Entzündungen der Bizeps- und Supraspinatussehnen bekam. Im Februar 17 bekam ich dann die Muskelschmerzen in den Waden, die bis heute anhalten. Dazu gesellten sich mit der Zeit vereinzelte Panikattacken und Extrasystolen. Letztere ließen aber im Laufe der Zeit wieder nach. Im September 17 bekam ich noch einmal Levofloxacin und ab da ging es dann richtig bergab.
Mein Arzt reagiert mit Unverständnis, warum ich die FC zu Anfang ohne NW vertragen habe und nun so in den Seilen hänge. Ich kann mir diese Anreicherungstheorie sehr gut vorstellen. Ich weiß erst seit November letzten Jahres, dass ich gefloxt bin.

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4891

Beitragvon Krabiwi » 05.05.2018, 17:54

Eine Ergänzung bzgl. Wirkungsweise der FQ's.

Als sog. Gyrasehemmer hemmen diese die bakterielle Gyrase, welche die die DNA-Doppelhelix kompakt zusammenrollt. Durch die Hemmung expandiert die DNA und das Bakterium platzt.

Das Gegenstück beim Menschen zur bakteriellen Gyrase ist die Topoisomerase, Mitochondrien haben ihre DNA mehrfach in ihrer Matrix vorliegen, können also ein paar Schäden verkraften.

Gyrase und Topoisomerase werden von Magnesium Kationen moderiert, durch die Chelatierung von Magnesium wird somit die Topoisomerase gehemmt.

Metal ion chelating seems to be the most fundamental feature of FQs which probably leads to all other observed toxic effects. The antibacterial effect is connected with chelating Mg2+ which disturbs the gyrase and topoisomerase interaction with DNA. However, the Mg2+ is described to create weaker chelates with FQs than other important ions like Fe2/3+, Cu1/2+, Zn2+, and Mn2+.


Gesunde Mitochondrien leben im Schnitt 10-20 Tage und teilen sich je nach Bedarf etwa alle 5 Tage.

Wegen dem Fluoratom sind FQ's zellgängig, können also durch die Zellwand eindringen und somit die Mitochondrien erreichen.

FQ's als Chemikalie treffen keine Entscheidungen, sie reagieren strikt nach den Gesetzen der Chemie. Wie kommt es also, dass scheinbar manche Menschen FQ's angeblich vertragen und andere nicht?

Die Antwort lautet, niemand verträgt FQ's, sie richten in jedem Menschen mitochondriale Schäden an, lediglich die Menge an Schäden ist von ein paar Faktoren abhängig, wie Mineralhaushalt (insbesondere Magnesium), Vorschäden, FQ-Dosis, Alter. Deswegen vertragen die meisten auch ein paar FQ-Therapien bevor das Maß voll ist und die mitochondriale Toxizität durchschlägt.

Ein FQ, das in einer menschlichen Zelle auf ein Mitochondrium trifft wird in dieses eindringen und dessen Magnesium chelatieren, je mehr freies Magnesium vorliegt desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es die Topoisomerase hemmt und somit den DNA-Satz sowie das Mitochondrium beschädigt.

Magnesium-Chelate sind scheinbar nicht dauerhaft, in dem Artikel von Dr. Michalak wird auch erwähnt, dass Magnesium durch einen unbekannten Mechanismus aus einem Chelatkomplex entkommen kann.

" Mg2+ is strongly chelated by FQs, but, probably, it also escapes from the cells due to some unrecognized mechanisms."

Kollagen- und Muskelzellen erwischt es womöglich zuerst, weil die meisten Magnesiumreserven wahrscheinlich in den lebenswichtigen Organen liegen.

Kollagenzellen haben zudem nur eine geringe Zahl von Mitochondrien, wodurch diese bei zu vielen beschädigten Mitochondrien schneller zerstört werden.

Bei Muskelzellen und Hirnzellen, dagegen wird (wegen der hohen Menge an Mitochondrien) der oxidative Stress der beschädigten Mitochondrien zum Problem, der hier eine Kettenreaktion auslöst, was zu massiven Schäden führt. Der Körper treibt die Muskelzellen in die Apoptose um die Schäden zu minimieren und die Kettenreaktion aufzuhalten.

Bei Muskelzellen ist dies relative unproblematisch, da diese sich wieder aufbauen lassen, bei Gehirnzellen dagegen fatal, da diese nicht wieder neu gebildet werden können.

Ergänzungen und Korrekturen sind stets Willkommen.


Quellen:
http://www.dr-kuklinski.info/aktuell/mi ... erapie.pdf
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5632915/
https://books.google.de/books?id=l8KdGR ... en&f=false
Zuletzt geändert von Krabiwi am 07.05.2018, 23:16, insgesamt 3-mal geändert.
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Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4912

Beitragvon Schorsch » 06.05.2018, 21:14

Hallo Krabiwi,

deinen Theorien würde ich aufgrund meines heutigen Wissensstandes zustimmen.
Du könntest bei diesen Texten auch direkt stets eine Wissenschaftliche Quelle als Nachweis / Link für einzelne Aussagen aufführen.

Gruß Schorsch

Cypho
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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4914

Beitragvon Cypho » 07.05.2018, 10:45

Hallo Krabiwi,
ich denke, das du zum Kern des Problems vorgedrungen bist. Deine Theorien wirken logisch. Sehr gute Arbeit.
Jetzt musst du "nur noch eine Lösung dafür entwickeln", wie die aufgetretenen Schäden repariert werden können.
Eine für mich wichtige Frage ist: Kann die jahrelange hochdosierte Einnahme von Magnesium im Nachhinein noch irgendetwas Positives bewirken?

Mit besten Grüßen
Cypho

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Krabiwi
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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4931

Beitragvon Krabiwi » 07.05.2018, 19:42

Hallo zusammen,

hab die Quellen oben ergänzt.

Das Einzige was bei Mitochondrienschäden hilft ist Unterstützung des Körper bei der Selbstheilung und Vermeidung weiterer Schäden und Stoffwechselhemmern, also alle Medikamente. Dafür NEM und konsequente low Carb Ernährung.

Möglicherweise kann Magnesium leichte Schäden reparieren wenn es wieder in ausreichender Menge in den Mitochondrien vorhanden ist, z.B. die Topoisomerase reaktivieren, das ist aber nur Spekulation meinerseits.

Magnesium hat u.a. folgende Funktionen:
- Moderation der Topoisomerase
- Schließt das mitochondriale PTP und reduziert somit den oxidativen Stress
- Cofaktor für Glutathion
- Cofaktor bei der mitochondrialen ATP-Produktion im Rahmen des Citrat-Zyklus

Alleine aus diesen Gründen lohnt es sich schon Mg zu supplementieren, ganz zu schweigen von den 300 anderen Prozessen an denen es beteiligt ist..

Mitochondrien können sich teilen und fusionieren. Außerdem können geschädigte Mitochondrien (Radikalschleudern) in die Mitophagie getrieben werden und somit von Lyposomen aufgelöst werden, damit sie keine weiteren Schäden anrichten. Sog. Pink1 Enzyme dringen hier durch die äußere Membran ein, aber nur durch die innere wenn das elektrische Potenzial hoch genug, sprich das Mitochondrium gesund und leistungsfähig ist, ansonsten sammeln diese sich in dem Intermembranraum an und das Enzym Parkin wird aktiviert welches die Mitophagie einleitet.


F3.large.jpg


Der Körper hat somit ausgeklügelte Reparaturmechanismen bzgl. Mitos, er kann scheinbar auch beschädigte Teile eines Mito abspalten und dieses in die Mitophagie treiben. Hier gibt es post flox viel für ihn zu tun. Leider können Mitos nicht neu gebildet werden sondern sich nur durch Zellteilung vermehren, jeder Mensch kriegt die Mitos über die Eizelle vererbt und muss mit diesen auskommen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass Mitos sogar von einer Zelle in eine andere wandern können.

Wer also nur noch beschädigte Mitos hat, hat ein Problem und muss sich ganz auf den Reparaturmechanismus verlassen. Interessant wäre es zu wissen ob man gesunde Mitos nicht irgendwie transplantieren oder züchten könnte. Sollte doch mit den heutigen Möglichkeiten kein Problem sein.

Der Ansatz von Dr. Michalak lautet wie folgt:

"In the case of mtDNA destroying, the treatment is difficult and it must focus on the stimulation of mitochondrial replication. The more destroyed mitochondria must be removed and the less destroyed must replicate in order to substitute for the removed ones and to reduce the total LEC. After many replications, the most healthy mitochondria would dominate the cell. The final effect would depend on the state of the most healthy mitochondrium in the cell. The second possibility is to increase the ratio of cell exchange in the given tissue. The cells with more destroyed mitochondria must be shifted to apoptosis while more healthy cells must substitute them. This process, however, cannot take place in the central nervous system and muscles because the cell exchange is close to zero in these tissues. Also, the collagen exchange is very low causing the tendon regeneration to be a difficult and long-lasting problem."

"Supporting the mitochondrial replication in the cell—pulling more damage to apoptosis and proliferation of the more healthy ones: supporting the mitochondrial exchange (removing that destroyed ones and replication of that more healthy ones) is the necessary way in the case of irreversible mtDNA damage. The substance that is postulated to possess the ability to promote the mitochondrial biogenesis is pyrroloquinoline quinone (PQQ) [107, 108]. This substance is also postulated to be OS protective [109]."

F5.medium.gif


Der finale Effekt in der Zelle basiert also auf dem Zustand des am wenigsten beschädigten Mitochondrium, Zellen die nur noch schwer beschädigte Mitos besitzen müssen demnach in die Apoptose gehen. Der Worst-Case wäre somit, dass nur noch stark geschädigte Mito vorliegen, das dürfte aber selten der Fall sein.

Ich vermute, dass der Körper gerade am Anfang von Flox, wenn die Bombe hochgeht, mit Mitophagie und Apoptose völlig überfordert ist und nicht nachkommt.

Ich würde sogar vermuten, dass die sog. Schübe und Relapses vom Körper initiierte Apoptoseschübe sein könnten wo er sich auf einen Schlag schwer geschädigter Zellen, die nur noch als Radikalschleudern fungieren, entledigt.

Quellen:
http://circres.ahajournals.org/content/111/9/1208
https://www.hindawi.com/journals/omcl/2017/8023935/
http://www.abcam.com/neuroscience/mitoc ... -autophagy
https://books.google.de/books?id=GW0oEx ... tp&f=false
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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4937

Beitragvon Krabiwi » 07.05.2018, 22:36

Mitochondriale Transplantation scheint bereits ein Thema zu sein:

http://www.oncotarget.com/index.php?jou ... B%5D=33476
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#4939

Beitragvon Schorsch » 07.05.2018, 22:46

Hallo krabiwi,

Danke für diese Infos.

Die Aussage von Dr. Michalak passt wohl 1:1 zu den potentiell möglichen dauerhaften Schäden durch Fluorchinolone. Denn diese betreffen auch die Nerven sowie die Muskeln / Sehnen des Bewegungsapparates, weshalb ich die vorherigen Aussage aufgrund dieser Indizien als 100 % bestätigt ansehe:

"This process, however, cannot take place in the central nervous system and muscles because the cell exchange is close to zero in these tissues. Also, the collagen exchange is very low causing the tendon regeneration to be a difficult and long-lasting problem."

"Dieser Prozess kann jedoch nicht im zentralen Nervensystem und in den Muskeln stattfinden, da der Zellaustausch in diesen Geweben nahe Null ist. Außerdem ist der Kollagenaustausch sehr gering, was die Sehnenregeneration zu einem schwierigen und dauerhaften Problem macht."

Auch passt die Mitotheorie (Vermehrung durch Sprossung und langfristige Erholung aufgrund von stetiger Selektion der Kranken) mit den Anfangs geposteten Heilungsverläufen über Jahre. Ich hatte Floxanfang gleich lange Zeit 6-8 Monate täglich MitoQ genutzt und auch einmal PQQ in Kombination. Ich werde das nun wieder ausprobieren. Das kostet wieder richtig € aber wen interessiert Geld. An meiner Gesundheit spare ich nie wieder, das ist das einzig positive was bei mir durch Flox zustande kam. Achja und das ich auf keinen Fall irgendwelchen Promovierten hochnäsigen "Weißkitteln" einfach so blind traue. Die meisten ham ja nicht mal im Ansatz Ahnung von dem humanen Stoffwechsel und eh nicht mehr als 2 Minuten Gehör. Sind quasi reine Leitlinien behaftete Pharmajünger, die kräftig und ohne Reflektion Pillen verschreiben. Dazu oft noch unfreundlich und abgehoben aufgrund Ihrer Macht- / Monopolstruktur gegenüber dem hilfesuchenden Patienten, der glaubt er sei in guten Händen...Dieser Zug ist abgefahren. Klar es gibt sicher auch gute und ehrenhafte Mediziner, allerdings max. 5 % laut meinen Floxerfahrungen in den letzten 2,5 Jahren und gefühlt 3000 Arztbesuchen...

Gruß Schorsch

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Re: Umfassende Übersicht zu FQ's auf Basis eines englischen Fachartikels bzgl. Therapieansätzen

#4963

Beitragvon Krabiwi » 08.05.2018, 16:55

Hallo Schorsch,

sehe ich genauso. Die meisten Ärzte sind im Prinzip Verkäufer die an Symptomen rumdoktern ohne die Ursachen zu verstehen. Für Grippe gibt es Paracetamol, bei grünem Auswurf Antibiotika und bei Schmerzen Ibu und Kortison... die Wirkungsweise von allen Medikamenten basieren auf dem Eingriff in den mitochondrialen Stoffwechsel.

Am Besten ist es sicherlich sich einen Dr. med. zu suchen der orthomolekulare sowie mitochondriale Medizin praktiziert und diese komplexen Vorgänge verstanden hat. Ärzte wie Hr. Dr. Pieper.

Man könnte sicherlich 90% der Medikamente sparen wenn man nur jeden Menschen von Anfang an alle 5 Jahre auf Vitamin und Mineraldefizite testen und diese dann ergänzen würde.

Aber dann würden die Gewinne der Pharmakonzerne wegbrechen, denn Vitamine und Mineralien lassen sich nicht patentieren.


Das Fundament der mitochondrialen Therapie ist die Ernährung, Zuckerverzicht und am Besten auch auf leichte Kohlenhydrate verzichten. Hier wird auch erwähnt, dass die kaputten Mitos nur noch leichte Energie verwerten können und Zucker diese somit am Leben hält und -was noch schlimmer ist- deren Vermehrung fördert:

https://www.dr-gahlen.de/behandlung/hyp ... /index.php

Viele Grüße
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