PR, Medien und Gesundheitspolitische Sprecher

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PR, Medien und Gesundheitspolitische Sprecher

#5708

Beitragvon Krabiwi » 27.06.2018, 15:07

Hallo zusammen,

der wahrscheinlich größte Pharmaskandal in der Menschheitsgeschichte hat noch viel zu wenig mediale Aufmerksam, maximal wurde die Oberfläche angekratzt wie bei SternTV.

Man sollte ja meinen dieser Fall sei ein gefundenes Fressen für jeden Journalisten, aber offensichtlich nicht.

Nachfolgend die Kontaktdaten der Gesundheitspolitischen Sprecher der Parteien (Danke an Maximus), wenn da jeder seine Geschichte kurz mailt kommt da eine Masse zusammen, die man nicht mehr ignorieren kann. Zusätzlich könnte man noch den lokalen Abgeordneten damit konfrontieren.

Das Thema Floxschäden gehört in den Bundestag.

1.
CDU/CSU: Die Stuttgarter Abgeordnete Karin Maag ist die neue gesundheitspolitische Sprecherin der
Unionsfraktion.

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Abgeordnetenbüro
Karin Maag, CDU/CSU

https://www.bundestag.de/abgeordnete/bi ... rin/521780
mail@bundestag.de

2.
SPD: Zur neuen gesundheitspolitischen Sprecherin ist die Hausärztin Sabine Dittmar gewählt worden.

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Abgeordnetenbüro
Sabine Dittmar, SPD

https://www.bundestag.de/abgeordnete/bi ... ine/519068
mail@bundestag.de

3.
Grüne: Alte und neue gesundheitspolitische Sprecherin der Bündnisgrünen ist Maria Klein-Schmeink.

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Abgeordnetenbüro
Maria Klein-Schmeink, Bündnis 90/Grüne

https://www.bundestag.de/abgeordnete/bi ... ria/258580
mail@bundestag.de

4.
Linke: Harald Weinberg ist neuer gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Abgeordnetenbüro
Harald Weinberg, die Linke

https://www.bundestag.de/abgeordnete/bi ... ald/259176
mail@bundestag.de

AfD: Der Arzt Professor Axel Gehrke ist zum gesundheitspolitischen Sprecher der AfD ernannt worden.

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Abgeordnetenbüro
Professor Axel Gehrke, AfD

https://www.bundestag.de/abgeordnete/bi ... G/-/519684

FDP: Christine Aschenberg-Dugnus

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Abgeordnetenbüro
Christine Aschenberg-Dugnus, FDP

https://www.bundestag.de/abgeordnete/bi ... A/-/517986
mail@bundestag.de



Emails:

Gesundheitspolitische Sprecher:
CDU/Minister
jens.spahn@bundestag.de

Vorsitzender Gesundheitsausschuss:
erwin.rueddel@bundestag.de

SPD
sabine.dittmar@bundestag.de
Grüne
maria.klein-schmeink@bundestag.de
AfD
axel.gehrke@bundestag.de
FDP
christine.aschenberg-dugnus@bundestag.de

Linke
harald.weinberg@bundestag.de


Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

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Re: PR, Medien und Gesundheitspolitische Sprecher

#5709

Beitragvon Krabiwi » 27.06.2018, 15:11

*Aktuellere und gekürzte Version weiter unten*
viewtopic.php?p=7246#p7246

Hatte die folgende Zusammenfassung bereits in einem "meine Geschichte" -Thread geposted, hier ist sie jedoch besser aufgehoben, kann beliebig abgeändert und verbreitet werden. Bisher ist leider noch kein Journalist darauf eingegangen:



Sehr geehrte Damen und Herren,


hiermit möchte ich Sie auf einen Pharmaskandal aufmerksam machen.

Vor kurzem erst wies SternTV in einer Reportage auf die massiven "Nebenwirkungen" der Antibiotika der Klasse Fluorchinolone (im weiteren Verlauf: FC's) hin. Falls man eine mehrmonatige und teilweise lebenslange Verkrüppelung noch als "Nebenwirkung" bezeichnen kann. Leider ging man nicht auf den Wirkmechanismus ein und versäumte es somit die Konsequenzen für die Weltbevölkerung aufzuzeigen.

(https://www.stern.de/tv/faq-risiken-von ... 53238.html)
(https://www.youtube.com/watch?v=zcHanQ9Oid0)

Ich möchte zuvor mit etwas Theorie beginnen:
Neueste Forschungsergebnisse weisen daraufhin, dass FC's eine Mutation der Mitochondrien verursacht , sog. Mitochondriopathie. Mitochondrien sind die Kraftwerke jeder einzelnen menschlichen Zelle, ohne die eine Zelle weder arbeiten noch überleben kann. Der eingeatmete Sauerstoff und die Energie der Nahrung wird in den Mitochondrien zu Energie verstoffwechselt, wir atmen und essen somit für die Mitochondrien.

FC's sind sog. Gyrasehemmer, ihr Wirkmechanismus basiert auf der Hemmung der bakteriellen Gyrase, diese wird von dem Bakterium benötigt um bei der Vermehrung seine DNA zu duplizieren. Die Gyrase wird von Magnesium-Kationen moderiert. FC's chelatieren (chemisch binden) Magnesium und hemmen somit die Gyrase. Die bakterielle DNA wird angegriffen und das Bakterium stirbt, sie gehören somit zu den bakteriziden Antibiotika welche Bakterien aktiv zerstören, eine andere Klasse sind die bakteriostatischen Antibiotika, welche lediglich die Vermehrung von Bakterien hemmen.

Warum kommt es also beim Menschen zu massiven "Nebenwirkungen"? Offensichtlich haben die Erfinder der FC's nicht an die Mitochondrien gedacht, welche in der Evolution als Bakterien in Zellen einwanderten und sich bzgl. Teilung und Vermehrung ähnlich verhalten und genau wie diese eine eigene DNA (mDNA) besitzen. Das Pendant zur Gyrase ist hier die sog. Topoisomerase, welche ebenfalls von Magnesium-Kationen moderiert wird.

Die meisten anderen Antibiotika kommen schlecht in die menschlichen Zellen hinein und erreichen daher die Mitochondrien nicht direkt. Darum hat man bei den FC's ein Fluoratom eingesetzt um die Gewebegängigkeit zu fördern, es kommt somit in jede Körperzelle hinein und überwindet auch die Blut-Hirn-Schranke.

FC's erreichen somit alle Mitochondrien und hemmen deren Topoisomerase, was deren mDNA, je nach Schweregrad, zerstört, beschädigt und mutiert. Dadurch entstehen massenhaft schwache Mitochondrien die wegen ihrer energetischen Ineffizienz vermehrt freie Sauerstoffradikale emittieren, welche körpereigene Antioxidantien (z.B. das Protein Glutathion) aufbrauchen. Sobald dem Körper die Antioxidantien ausgehen entsteht oxidativer Stress, die freien Radikale beschädigen nun andere Mitochondrien und Körperzellen, was wiederum den oxidativen Stress erhöht. Ein Teufelskreis mit beschleunigter Zellalterung entsteht bei dem massig Körperzellen sterben. Gewichtsverluste von 5-20 kg sind daher in den ersten Monaten bei Betroffenen keine Seltenheit.
Sehnenzellen (Kollagenzellen) sind oft zuerst betroffen, da diese nur über eine geringe Anzahl an Mitochondrien sowie einen langsamen Stoffwechsel verfügen und somit Schäden nicht kompensieren können. Außerdem hält Magnesium über die sog. Integrine die Sehnenmatrix zusammen. Daher rührt auch der Hinweis in der Packungsbeilage auf die Möglichkeit von Sehnenrupturen als Nebenwirkung.


Im Anhang finden Sie eine Grafik in der drei Ciprofloxacin-Moleküle ein dreiwertiges Eisen-Kation chelatieren, ähnlich ist es mit Magnesium, Zink und anderen lebenswichtigen Metallen sowie Spurenelementen. Selbst mit rudimentären Chemiekenntnissen, kann man erkennen, dass ein solcher (schwermetallähnlicher) Chelatkomplex nur noch schwierig vom Körper im Rahmen der Entgiftung ausgeschieden werden kann.

FC's als Chemikalie treffen keine Entscheidungen, sie reagieren strikt nach den Gesetzen der Chemie. Wie kommt es also, dass scheinbar manche Menschen FQ's vertragen und andere nicht?

Die Antwort lautet, niemand verträgt FC's, sie richten in jedem Menschen mitochondriale Schäden an, lediglich das Ausmaß an Schäden ist von einigen Faktoren abhängig, wie Mineralhaushalt (insbesondere Magnesium), Vorschäden, FQ-Dosis und Alter. Deswegen vertragen die meisten Patienten auch ein paar FQ-Therapien bevor das Maß voll ist und die mDNA-Schäden einen Schwellwert erreichen ab dem massive Krankheitssymptome auftreten. Die oft genannte Zahl, dass die schweren Nebenwirkungen 1:10.000 betragen, ist somit nach den Gesetzen der Chemie unhaltbar. Fakt ist, dass wenn der Patient unter Magnesiummangel (heute rund 10-20% der Menschen) leidet er schwere Nebenwirkungen erfahren wird. Der Magnesiummangel in der Bevölkerung wird durch die mangelhafte Nahrung immer stärker und somit häufen sich auch die schweren Nebenwirkungen bei FC's. Man kann daher auch nicht von Nebenwirkungen sprechen, denn die FC's tun exakt das was sie sollen: Magnesium Chelatieren, das ist ihre Hauptwirkung. Nur dass dadurch neben Bakterien auch noch die Mitochondrien und Kollagenmatrix angegriffen wird. Eine offizielle Therapie für diese "Nebenwirkung" gibt es nicht, verschreibende Ärzte zucken mit den Schultern und leugnen gar den Zusammenhang mit ihrem Antibiotika. Der Geschädigte, wenn er denn überhaupt weiß was ihn getroffen hat, ist somit auf sich alleine gestellt und muss sich mittels Selbsthilfegruppen einen Therapieplan selbst erarbeiten.

Ein FC-Molekül, das in einer menschlichen Zelle auf ein Mitochondrium trifft wird in dieses eindringen und dessen Magnesium chelatieren, die Topoisomerase hemmen und somit Schäden an der mDNA verursachen. Als ob das nicht fatal genug wäre, vermehren sich Mitochondrien mit mutierter mDNA auch noch und können daher mit der Zeit in einer Zelle dominieren was zum Zelltod führt.

Dies führt zu Multisystemerkrankungen in allen mögliche Bereichen u.a. Herzschwäche, Arteriosklerose, Diabetes, Alzheimer, Chronische Müdigkeit, Psychosen, Neuropathien, Rheuma, Arthrose, Darm-, Leber- und Nierenschwäche, Sehnen- und Muskelschwäche... die Liste ist endlos da alle Organe betroffen sein können die Mitochondrien enthalten, also alle Organe.
Insbesondere Menschen die unter Multisystemerkrankungen unbekannter Ursache, wie Multiple Sklerose, Fibromyalgie, starker Arthrose und chronischem Müdigkeitssyndrom leiden sollten bei ihrer Krankenkasse anfragen ob ihre Rezepthistorie FC-Antibiotika umfassen um dies in die Diagnose einzubeziehen. Die immensen Kosten für die Behandlung chronischer FC-Schäden für die Krankenkassen lassen sich nur erahnen.

Im Rahmen einer Studie wurde festgestellt, dass man Ciproflocaxin als Chemotherapeutikum verwenden kann, die Gabe von FC's ist also mit einer Chemotherapie vergleichbar.
(Vgl. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2516086)

Neben dem negativen Pol, welcher Mineralien wie Magnesium bindet, haben FQ-Moleküle noch einen positiven Pol der Proteine binden kann. Gerade im Gehirn ist dies fatal, da FQ den Neurotransmitter γ-Aminobuttersäure (GABA) binden und es somit verstärkt zu Psychosen, Ängsten und gar Selbstmordfantasien kommen kann, welche auch explizit in der Packungsbeilage erwähnt werden.

Soviel zur Theorie. Wo liegen nun die Auswirkungen auf die Bevölkerung?

1. Antibiotika und andere Medikamente werden bei der Trinkwasseraufbereitung nur zu 30-50% ausgefiltert
2. FC's werden weltweit als Antibiotika in der Massentierhaltung verwendet. Man sorgt sich zu Recht wegen der Resistenzbildung, was jedoch noch schwerwiegender ist, ist dass sich die FC-Chelatkomplexe auch im tierischen Gewebe festsetzen und somit über die Nahrung auf den Menschen übertragen werden können. Alleine in der BRD werden aktuell rund 10 Tonnen FC's pro Jahr in der Tierhaltung eingesetzt. Das macht pro Fleischesser etwa 150 mg pro Jahr. Dies klingt wenig kann aber aufgrund der Anreicherungsproblematik über Jahrzehnte zu chronischen Beschwerden führen.

3. FC-Antibiotika werden alleine in der BRD millionenfach verschrieben. 2015 waren es 5,9 Millionen Packungen. In den USA wurden 2011 laut FDA rund 27 Millionen Menschen damit behandelt. Längst hat das bfarm (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) einen "Rote Hand Brief" herausgegeben, der aber vielfach nicht im Bewusstsein der Ärzte ankommt
(Vgl. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... chinolonen)

Ein weiteres Problem ist, dass FC's wegen der schwermetallähnlichen Chelatkomplexe, wenn überhaupt, nur langsam über Jahre ausgeschieden werden. Somit akkumulieren sich diese bei stetiger indirekter Zufuhr über Jahrzehnte und können zu den o.g. Multisystemerkrankungen im Alter führen.

Das perfide daran ist, dass durch die langsame Anreicherung über Jahrzehnte kein Bezug mehr zu den FC's hergestellt werden kann und man chronische Erkrankungen einfach auf das "Altern" schiebt.

Gleiches gilt für die direkte Einnahme des Medikaments, häufig treten Nebenwirkungen erst Monate nach der letzten Tablette auf und werden dann von Ärzten im Rahmen der Diagnose nicht in Verbindung mit den FC's gesehen. Dies führt zu Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen mit massiven Kosten für das Gemeinwesen der Krankenversicherungen.


Hier schlummert ein Pharmaskandal, dieser hat leider bisher noch wenig Aufmerksamkeit, nicht zuletzt da die Pharmakonzerne - verständlicherweise aus Profitgründen - nicht an einer Aufklärung interessiert sind. Die Profite mit FC's bewegen sich im Milliardenbereich.

In den USA ist man bereits etwas weiter, hier wurde die sog. FC induzierte Behinderung bereits als eigenständige Behinderungsform eingeführt (sog. Fluorquinolone induced disability). 200.000 US-Amerikaner sind nachweislich von den FC's geschädigt, medizinische Experten schätzen die Fallzahlen auf 20 Mio. Betroffene, die aber wegen der verzögerten Wirkung nichts davon wissen. 3000 nachgewiesene Todesfälle bisher, die FC's verschwinden daher nacheinander meist wieder vom Markt, aber meist erst bei nachgewiesenen Todesfällen. Hier muss man auch die Frage stellen warum die Gesundheitsbehörden diese Klasse der Antibiotika nicht einer strengeren Zulassungsprüfung unterziehen. Erwähnenswert ist hier das von Pfizer entwickelte FC-Antibiotika, namentlich Trovafloxacin. In dessen Feldstudie in einer Nigerianischen Klinik wurde das neue Medikament an 200 Kindern getestet, 5 starben in Folge der "Nebenwirkungen" und Trovafloxacin wurde nicht zugelassen. Andere Derivate wie Gatifloxacin wurden erst nach Markteinführung und mehreren Todesfällen wieder vom Markt genommen.
(Vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Trovafloxacin)
(Vgl. https://www.washingtonpost.com/wp-srv/w ... Report.pdf)


Auch bei dem sog. Golfkriegssyndrom, unter dem 50.000 US-Veteranen leiden, handelt es sich womöglich um eine FC induzierte Nebenwirkungen. Nach Aussagen einiger Soldaten, mussten diese damals während ihres Einsatzes präventiv gegen den Milzbranderreger Anthrax das FC-Antibiotikum Ciprofloxacin einnehmen.

(Vgl. https://www.militarytimes.com/2013/11/0 ... r-illness/)
(Vgl. https://www.thomaslawoffices.com/blog/d ... -veterans/)

Am 13.06. findet überdies eine Anhörung der European Medicines Agency zur Risikobewertung statt:
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp? ... 058004d5c1

Das Thema ist intern somit brandaktuell, wird aber bisher medial kaum wahrgenommen.

Wie Sie sehen gibt es zu diesem Fall, der über Nahrungskette, Trinkwasser und Medikamente jeden Menschen betrifft noch öffentlichen Aufklärungsbedarf. Abertausende Geschädigte würden sich freuen wenn Sie dem Thema Aufmerksamkeit widmen würden, nicht zuletzt um weitere Schäden abzuwenden sondern auch um Millionen von chronisch Kranken mit unbekannter Ursache auf die Schädlichkeit der Fluorchinolone aufmerksam zu machen, damit diese recherchieren können ob sie dieses "Medikament" in der Vergangenheit bekamen und dieses Mittel somit für die chronischen Erkrankungen verantwortlich sein könnte.

Bei Fragen und zur Vermittlung von persönlichen Kontakten zu Geschädigten und Ärzten stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Weiterführende Quellen und Studien:

https://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom ... 513183.htm
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... pruefstand
http://www.worldpharmanews.com/research ... de-effects
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5632915/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC50194/
https://en.wikipedia.org/wiki/Quinolone ... ofq1988-62
https://floxiehope.com/2015/02/24/study ... drial-dna/


Selbsthilfe-Forum:
https://www.fluorchinolone-forum.de


Kurze Reportagen:

https://www.youtube.com/watch?v=zcHanQ9Oid0
https://www.youtube.com/watch?v=iBCbMU58cag
Zuletzt geändert von Krabiwi am 16.09.2018, 21:23, insgesamt 2-mal geändert.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: PR, Medien und Gesundheitspolitische Sprecher

#5710

Beitragvon Schorsch » 27.06.2018, 20:40

Hallo Krabiwi,

ähnliches haben wir schon in zig Varianten mit gemeinsamen Kräften losgetreten auch die Petition und weitere Aktivitäten.

Bei deinem Schreiben ist leider oft so das jeder der es liest sich kaum selbst Verantwortlich fühlt und sich sagt dafür gibt es eine Institution und Experten, die wissen was sie tun.

Zum zweiten liest max. jeder nur bis zur 4 Zeile, dann ist Game Over. Wir haben viele Medienkontakte und einiges an bisheriger Berichtserstattung kam genauso auf den Weg. Die Bildzeitung lässt uns leider im Stich, obwohl dieses Blatt wohl die beste Waffe und breitgefächerten Bürgeraufklärung in Deutschland wäre. Ich würde dich bitten auch mit anderen Aktivisten, wie z.B. Sven Forstmann (Petitionsbegründer) in Kontakt zu treten und dich ggf. hier abzustimmen, vieles ist in Entwicklung, viele Kontakte und Dinge sind schon passiert. Einiges liegt auf "Abwarten" wegen EMA Entscheidung etc. Eine Absprache / Koordination wäre sinnvoll + wichtig, denn viele Räder sind schon erfunden. Wichtig wäre es gewisse weitere Nachschärfungen und auch deine neuen Wege koordiniert einzusetzen.

Wir hatten auch einen Presse Release standardisiert. Hab es en deine Mailadresse gesendet.

Gruß Schorsch

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Re: PR, Medien und Gesundheitspolitische Sprecher

#7246

Beitragvon Krabiwi » 16.09.2018, 21:22

Habe den obigen Text überarbeitet und gekürzt, die Theorie, dass sich FCs über tierische Produkte anreichern ist nach den Zahlen die ich bisher habe sehr unwahrscheinlich:


Ein aktueller Pharmaskandal?


Sehr geehrte Damen und Herren,

im Februar 2018 wies SternTV in einer Reportage auf die massiven "Nebenwirkungen" von Antibiotika der Klasse Fluorchinolone (im weiteren Verlauf: FC's) hin. Falls man eine mehrmonatige und teilweise lebenslange Verkrüppelung sowie Todesfälle noch als Nebenwirkung bezeichnen kann.
(https://www.stern.de/tv/faq-risiken-von ... 53238.html)
(https://www.youtube.com/watch?v=zcHanQ9Oid0)

Leider wurden nur ein paar Fälle vorgestellt, was den Eindruck erwecken kann dies seien tragische Einzelfälle, die aktuelle Forschung belegt jedoch, dass es sich um ein Massenphänomen handelt.

Hierzu ein Auszug aus dem ersten deutschsprachigen medizinischen Fachartikel von Dr. med. Pieper bzgl. der schweren Nebenwirkungen, welcher jüngst im Juni 2018 erschien:

"Fluorchinolone (engl. = Fluoroquinolone, kurz FQ) sind die erste vollsynthetische Antibiotikagruppe überhaupt. Im Gegensatz zu bis dahin entdeckten Antibiotika, deren chemische Ursprungssubstanzen aus Naturprodukten stammten, wurden FQ in den 1960er Jahren zufällig durch Verunreinigungen bei der Herstellung des Malariamittels Chloroquin entdeckt. Ihre Hauptvertreter Ciprofloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin, Levofloxacin und Moxifloxacin waren neben seltenen, potentiell fatalen Nebenwirkungen wie Phototoxizität, Hypoglykämie, Kardiotoxizität und Hepatotoxizität bis in die 1990er Jahre als weitgehend gut verträgliche Medikamentengruppe bekannt. Sie haben allerdings eine Reihe von erheblichen und aus verschiedensten pathogenetischen Ursachen heraus auftretende Nebenwirkungen, die teilweise schwerste Langzeitschäden nach sich ziehen können. Hieraus hat sich in angloamerikanischen Studien der inzwischen auch von der US-Gesundheitsbehörde FDA anerkannte Überbegriff der „Fluoroquinolone-Associated Disability (FQAD)“ etabliert. Golomb [1] spricht zurecht von einem schweren, persistierenden, multisymptomatischen Syndrom und einer FQ-induzierten mitchondrialen neurogastrointestinalen Enzephalomyopathy. Nach seriösen Schätzungen erleiden
ca. 1,5 Millionen Patienten allein in den USA jährlich FQ-Nebenwirkungen, 20.000 Menschen kommen durch FQ jährlich zu Tode [2].

Das pharmaunabhängige Arzneimitteltelegramm berichtete zuerst 1992 über „SEHNENRISS DURCH
GYRASEHEMMER“ [3] – Gyrasehemmer ist der inzwischen veraltete Begriff für die FQs – und auch über
weitere Nebenwirkungen [4, 5]. Aber erst im Januar 2008 wurde die FDA durch die Klage einer Verbraucherorganisation zu einer ersten Black-Box-Warning bzgl. der FQs gezwungen, auch hierbei ging es um die Tendopathien. Im September 2012 kam dann der erste Rote-Hand-Brief des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
heraus. Hierbei ging es bereits um ein erhebliches Nebenwirkungsspektrum von Levofloxacin (hypoglykämisches
Koma, ventrikuläre Arrhythmie und Torsade de pointes, ventrikuläre Tachykardie, die zum
Herzstillstand führen kann, tödliche Fälle von akutem Leberversagen, benigne intrakranielle Hypertonie, vorübergehender Sehverlust, Pankreatitis, Verschlimmerung der Symptome einer bestehenden Myasthenia gravis, Bänder- und Muskelrisse, Hörverlust), wobei wichtige Nebenwirkungen wie beispielsweise die Neurotoxizität immer noch nicht aufgelistet wurden. Schließlich führte eine weitere Black-Box-Warning der FDA aus dem Jahre 2016, die dann auch diese sowie weitere kollagen-assoziierte Risiken wie Aortenaneursma/-dissektion aufführte, dazu, dass FQs in den USA nur noch über eine sehr enge Indikationsstellung, beispielsweise bei schwersten bakteriellen Erkrankungen wie Milzbrand und Pest, verfügen. Diese vernünftige Einschränkung als Reserveantibiotikum liegt auf europäischer Ebene leider noch nicht vor, sodass hierzulande weiterhin Banalinfekte mit FQs behandelt werden dürfen."

" Eine weitere wichtige Pathogenese von FQAD ist die mitochondriale Toxizität. Verantwortlich hierfür ist u.a. die Hemmung des Enzyms Topoisomerase II. Es ist das menschliche Pendant zur bakteriellen Topoisomerase und Gyrase und ein mitochondrienständiges Enzym."

(Dr. med. Pieper, Fachzeitschrift Orthomolekularmedizin & Ernährung 2018 Ausgabe Nr. 163)


Im Rahmen einer Studie wurde u.a. festgestellt, dass FCs u.a. wie Chemotherapeutika wirken:
(Vgl. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2516086)


Chemotherapeutisch wirksame FC-Antibiotika werden alleine in der BRD jährlich millionenfach verschrieben. 2015 waren es 5,9 Millionen Packungen. In den USA wurden 2011 laut FDA rund 27 Millionen Menschen damit behandelt. Längst hat das Bfarm (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) einen "Rote Hand Brief" als Warnung herausgegeben, der aber vielfach nicht im Bewusstsein der Ärzte ankam, welche daher weiterhin Banalinfekte oder gar auf Verdachtsdiagnose hin diese gefährlichen Mittel verschreiben und somit die Gesundheit der Patienten chronisch und nachhaltig gefährden. Die AOK kritisierte bereits öffentliche diese fahrlässige Praxis:
(Vgl. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... chinolonen)


FC's aller Generationen verschwanden über die Jahrzehnte seit ihrer Einführung wegen ihren teils tödlichen Effekten nacheinander meist wieder vom Markt, aber meist erst bei nachgewiesenen Todesfällen. Hier muss man auch die Frage stellen warum die Gesundheitsbehörden diese Klasse der Antibiotika nicht einer strengeren Zulassungsprüfung unterziehen. Erwähnenswert ist hier das von Pfizer entwickelte FC-Antibiotika, namentlich Trovafloxacin. In dessen Feldstudie in einer Nigerianischen Klinik wurde das neue Medikament an 200 Kindern getestet, 5 starben in Folge der "Nebenwirkungen" und Trovafloxacin wurde nicht zugelassen. Andere FC-Derivate wie Gatifloxacin wurden erst nach Markteinführung und mehreren Todesfällen wieder vom Markt genommen.
(Vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Trovafloxacin)
(Vgl. https://www.washingtonpost.com/wp-srv/w ... Report.pdf)



Spekulativ aber definitiv eine Recherche wert: bei dem sog. Golfkriegssyndrom, unter dem 50.000 US-Veteranen leiden, handelt es sich womöglich um eine FC induzierte Nebenwirkungen. Nach Aussagen einiger US-Soldaten, mussten diese damals während ihres Einsatzes im Irak präventiv gegen den biologischen Kampfstoff und Milzbranderreger Anthrax das FC-Antibiotikum Ciprofloxacin einnehmen.

(Vgl. https://www.militarytimes.com/2013/11/0 ... r-illness/)
(Vgl. https://www.thomaslawoffices.com/blog/d ... -veterans/)


Abseits von jeglicher medialen Wahrnehmung fand wegen den schweren Nebenwirkungen und der massenhaften Verschreibungen für Banalinfekte, am 13.06.2018 eine Anhörung der European Medicines Agency (EMA), der Arzneimittelzulassungsbehörde auf EU-Ebene, zur neuen Risikobewertung der FCs statt:
http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp? ... 058004d5c1

Teilnehmer waren Vertreter von Geschädigtenorganisationen, Pharmakonzernen, Ärzte sowie Arzneimittelbehörden aus allen EU-Ländern, u.a. Vertreter der Bayer AG sowie dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) welches in der BRD für die Prüfung und Zulassung von Arzneimitteln zuständig ist.

Es wird wahrscheinlich ähnlich wie in den USA darauf hinauslaufen, dass die Verwendung von FCs nur noch äußerst beschränkt und mit Warnhinweisen zugelassen wird. Darüberhinaus stehen Therapieansätze sowie Schadensersatz, falls man eine ruinierte monetär Gesundheit ersetzen kann, auf der Agenda.


Ein großes Problem ist , dass etwa 90% der Geschädigten nicht wissen, dass ihre chronischen Leiden eine Nebenwirkungen von FC-Antibiotika sind, da die Nebenwirkungen teils Monate und Jahre verzögert auftreten und somit von Ärzten nicht mehr in Verbindung mit zurückliegenden Antibiotikabehandlungen gebracht werden was eine hohe Dunkelziffer begünstigt.


Das Thema ist somit auf EU-Ebene hinter den Kulissen und abseits der öffentlichen Wahrnehmung brandaktuell.


Bei Fragen und zur Vermittlung von persönlichen Kontakten zu Geschädigten und Ärzten stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen



Weiterführende Quellen und Studien:

https://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom ... 513183.htm
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... pruefstand
http://www.worldpharmanews.com/research ... de-effects
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5632915/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC50194/
https://en.wikipedia.org/wiki/Quinolone ... ofq1988-62
https://floxiehope.com/2015/02/24/study ... drial-dna/


Betroffenen-Forum:
https://www.fluorchinolone-forum.de


Kurze Reportagen:

https://www.youtube.com/watch?v=zcHanQ9Oid0
https://www.youtube.com/watch?v=iBCbMU58cag
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.


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