Ungerechte Behandlung Rehabilitation

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Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5728

Beitragvon PeterPan » 28.06.2018, 17:45

Mal eine Frage in die Runde. Was kann man tun, wenn man sich während einer Rehabilitation ungerecht behandelt fühlt. Es is mehr als deutlich, das hier die Absicht besteht, meine Beschwerden nicht ernst zu nehmen. Pathologische Befunde werden weder angesehen noch kopiert für die Akte. Schmerzpunkte, die man angibt, werden nicht überprüft etc. pp. An wen muss man sich wenden?

Merci



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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5729

Beitragvon Krabiwi » 28.06.2018, 17:47

Hallo,

eventuell die Ärztekammer? Kenn mich da aber nicht aus, Maximus kann sicher mehr Infos liefern.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Idgie
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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5730

Beitragvon Idgie » 28.06.2018, 17:51

Normalerweise gibt es in den Reha-Einrichtungen eine Stelle für Beschwerden, in meiner letzten Reha waren die sehr bemüht.

LG Idgie

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5731

Beitragvon Mijo » 28.06.2018, 18:08

Melde Dich, je nachdem worüber du dort bist, unverzüglich bei DRV oder KK.

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5733

Beitragvon Maximus » 28.06.2018, 21:03

Hallo PeterPan,

eine schriftliche Beschwerde an die zuständige Aufsichtsbehörde, das ist das jeweilige Landesministerium für Gesundheit bzw. Soziales androhen und einreichen.

https://www.bundesgesundheitsministeriu ... ungen.html

Kopie an den Rehaträger ( Krankenkasse oder Rentenversicherung ).

Dabei geht es weniger um die Beschwerde selbst, diese wird vorraussichtlich abgewiesen, sondern vielmehr darum die Sache
"aktenkundig" zu machen, um in einen späteren sozialgerichtlichen Verfahren glaubhaft rügen zu können, dass pathologische
Befunde während der Reha nicht berücksichtigt wurden.
...................

In meinem Reha-Entlassungsbericht stand übrigens: Wir empfehlen die Einweisung in die geschlossene Psychiatrie. :lol:

Die wollten mich doch tatsächlich aus dem Verkehr ziehen.

Das hat natürlich nicht funktioniert.

Allerdings muss ich dazu sagen : Ich habe es während der Reha frei nach Max und Moritz – Eine Bubengeschichte, richtig
krachen lassen :)

Gruß
Maximus

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5734

Beitragvon PeterPan » 28.06.2018, 21:33

Krass Maximus. Habe Montag ein Gespräch mit Chefarzt, werde ihm dann mal drohen. Mein Artikel von der DAZ hat auch keinen interessiert. Gut kein Problem. Montag bekommt der Chef den Artikel vom Präsidenten der Ärztekammer Berlin ;-) kommt bestimmt nicht gut, aber .....

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5736

Beitragvon Dr.Pieper » 28.06.2018, 21:56

hallo peter pan, ich würde ruhig-blut empfehlen. eine reha-maßnahme hat noch niemanden geholfen, auch nicht denen, die ernst genommen werden. das ganze deutsche reha-system ist marode. wer in einer reha-klinik arbeitet gehört in der regel nicht zu den großen leuchten des gesundheitssystems. dein ärger ist zwar verständlich, aber wo in unserem system wird denn ein gefloxter schon ernst genommen. ich habe im entlassungsbericht einer schweizer klinik die diagnose spital-hopping und doctor-shopping bei einem gefloxten schriftlich. das sagt doch alles. also wozu die aufregung. das geht nur an deine substanz...gruß, drpieper

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5737

Beitragvon PeterPan » 28.06.2018, 21:58

Danke für die Aufmunterung Dr. Pieper ;-)

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5740

Beitragvon Schorsch » 28.06.2018, 22:05

Dr.Pieper hat geschrieben:hallo peter pan, ich würde ruhig-blut empfehlen. eine reha-maßnahme hat noch niemanden geholfen, auch nicht denen, die ernst genommen werden. das ganze deutsche reha-system ist marode. wer in einer reha-klinik arbeitet gehört in der regel nicht zu den großen leuchten des gesundheitssystems. dein ärger ist zwar verständlich, aber wo in unserem system wird denn ein gefloxter schon ernst genommen. ich habe im entlassungsbericht einer schweizer klinik die diagnose spital-hopping und doctor-shopping bei einem gefloxten schriftlich. das sagt doch alles. also wozu die aufregung. das geht nur an deine substanz...gruß, drpieper



Hallo Dr. Pieper,

ja das mit der Reha sehe ich mit ähnlich dickem Fell. Allerdings hat man als Flox unter gewissen Lebensumständen auch den Druck zumindest eine ordentliche Dokumentation des Befundes zu haben. Sonst bleibt einem später nämlich nur Harz 4, da die GdB Verfahren und auch eine ggf. nötige EU-Rente rein auf die Befunde schauen. Wenn man da nix vorweisen kann oder als gesund abgestempelt wird, weil die Kollegen es verweigern oder total nachteilig belegen steht man auch hier allein da. Eben das Floxübliche Leben was einen in den Wahnsinn treibt und unglaublich zusätzlich mental belastet.

Bei mir ist das aktuell so, das z.B. mein alter Orthopäde, der mir diverse EAP etc. in einer Rehaeinrichtung ermöglichte, sich zu Flox belesen hat, mich auch stets seiner Möglichkeit nach massiv unterstütze und mir auch meinen Zustand sinnvoll und für 3. Aussagekräftig genug formulierte nun leider in Pension ist. Ich war vor 2 Wochen bei dem Nachfolger der ist eine Lachnummer und reine Zeitverschwendung. Mir geht es ja nicht mal drum, das der mit die bahnbrechende Therapie für viel Budget verschreibt (gibt es ja leider nicht als Flox), der soll einfach mein Zustand schriftlich fixieren, so das ich mein GdB entsprechend fair bewertet bekomme. Aber das machen Ärzte äußerst ungern auch weil sie bei uns wissen, das da ggf. Klagen hintendran hängen etc. Da möchte keiner gern Stellung beziehen und involviert sein, wir sind als chronische Kranke eh nur unnötige Belastung und nicht wirtschaftlich. Daher ist die Strategie Hilfe verweigern oder sich blöd stellen dann haut der Patient eh schon von allein ab. Ich bin als auf der Suche nach einem anständigen Arzt der Flox kennt und das wenigstens gescheit in meine Akten dokumentiert. Denn wenn mein Leben schon im Arsch ist möchte ich zumindest dort mein Schadensmaß der Wahrheit entsprechend anerkannt bekommen, wenn schon keine kurative Therapie besteht.

Gruß Schorsch

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#5747

Beitragvon Dr.Pieper » 29.06.2018, 17:56

OK, das kann ich gut verstehen. dazu aber noch ein nachtrag: wenn es um Rentenbegehren etc geht, läuft es bei der FQAD meines erachtens am ehesten auf ein CFS hinaus. (natürlich gibt es auch eindeutige orthopädische befunde wie z.b eine funktionseingeschränkte achillessehne etc, aber das läßt sich in der regel objektivieren). beim CFS existieren eindeutige diagnosekriterien (z.b. canadian-konsensus, oxford-criteria), die das ICD-krankheitsbild eindeutig bestätigen. damit ist dann auch eine berentung bzw GdB einfacher. blöd ist nur, das kaum jemand die diagnosekriterien anwendet...

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#6082

Beitragvon Levoflox26 » 11.07.2018, 12:07

Hallo PeterPan,
seh dich gerade online. Wie geht es dir?
lg uschi

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#6086

Beitragvon PeterPan » 11.07.2018, 13:43

Zunehmend schlechter , durch das suuuuper Essen hier und ständige laufen von A nach B. Gestern Bandagen im Sanitätshaus bestellt. Ohne geht nicht mehr.

Danke der Nachfrage :-)

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#6089

Beitragvon Levoflox26 » 11.07.2018, 13:56

Das tut mir leid. Meine stationäre Reha Erfahrung endete in St. Peter Ording damit, dass ich der Psychiaterin androhte ihr den Schreibtisch abzuräumen, wenn sie den Entlassbericht nicht ändere. Ich war auf 180. Da war noch nichts mit Flox, eigentlich ging es um mein Knie. Die haben es geschafft, eine Psychoschiene draus zu basteln. Fahr'n sie mal ein bisschen Fahrrad, dann wird das schon... Hätte ich nicht solch ein Theater veranstaltet und damit eine andere Ärztin auf mich aufmerksam gemacht, die letztendlich zusammen mit dem Stationsarzt einen neuen Entlassbrief verfasst hat, in dem sie mich für berufsunfähig erklärt haben, wäre ich als psychosomatisch Erkrankte aus der Reha raus gekommen. 2 Monate später bekam ich eine Knieprothese.
Die Reha war der Horror. Ich verstehe gut, was du da mit machst. Aus meiner Erfahrung raus würde ich sie abbrechen, dem Kostenträger mitteilen warum. Kann ja nicht sein, dass es dir da immer schlechter geht. Wie lange sollst du denn noch dort bleiben? Ich wünsche dir von Herzen, dass du bald da raus kommst und es dir wieder besser geht.
Alles Liebe.

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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#6090

Beitragvon PeterPan » 11.07.2018, 14:24

Unglaublich!


Die Reha wurde um zwei Wochen verlängert, obwohl man weiß, das man mir nicht helfen kann.

Verbal teilte man mir mit, das ich als nicht leistungsfähig entlassen werde. Was immer das heißt.

Idgie
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Re: Ungerechte Behandlung Rehabilitation

#6091

Beitragvon Idgie » 11.07.2018, 14:48

Mußt Du die Verlängerung denn annehmen?

LG Idgie


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