Welcher Arzt kann Diagnose stellen

Andreas Schweiz
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Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#1354

Beitragvon Andreas Schweiz » 24.07.2017, 20:05

Hallo Zusammen,
bin ja ganz neu hier und frag mich seit drei Jahren.
Zu welchem Arzt kann ich gehen dass mal die Diagnose arzneimittel induzierte Gelenk, Muskel und Nervenschädigung gestellt wird.
Hat da jemand mal einen Tipp ?
An der Bremer Uni gibt es ein Institut weiss aber nicht ob ich mich an die wenden kann.
Danke im voraus für eure hilfe

:roll:



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Schorsch
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Re: Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#1363

Beitragvon Schorsch » 25.07.2017, 20:52

Hallo Andreas,

das Problem ist das es diesbezüglich keinen ICD Code gibt.
Du musst also mühseelig mit Fakten einen Orthopäden oder Neurologen überzeugen.
Da die Schäden halt nicht wie andere darstellbar sind fällt das doppel schwer aus. Hinzu kommt, das wohl kein Arzt gerne derartiges bestätigt, vorallem wenn er es eben nicht begründbar bildgebend etc. diagnostizieren kann. Ich sage immer dann sollen Sie doch einfach als Verdacht diagnostizieren, wie sie es sonst auch immer tun. ggf. fällts dann leichter.

Bei dem Institut würde ich nachfragen. Hast du denn grundsätzlich eine sauber dokumentierte Befundssammlung die dir auch die Kausalen Probleme bescheinig, sonst wirds nochmal schwieriger.

Gruß Schorsch

Andreas Schweiz
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Re: Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#1372

Beitragvon Andreas Schweiz » 26.07.2017, 10:10

Hallo
Schorsch

Entspricht leider voll meinen Erfahrungen

Silram
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Re: Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#1610

Beitragvon Silram » 06.09.2017, 20:13

Hallo Andreas Schweiz.

Ich wohne auch in der unmittelbaren Nähe von Bremen, und hab auch schon an die Uni gedacht,
aber weis auch nicht so recht....???
Vieleicht könnten wir uns mal sprechen.?
Ich bin auch total fluorchinolon geschädigt,leider seit vielen Jahren und kein Arzt gibt mir einen Diagnoseschlüssel!!!
Tun es alle kommentarlos ab. Obwohl ich viele Probleme und Schmerzen habe , es wird immer auf andere Diagnosen geschoben,
Fibro, Borreliose, HWS ,LWS, Fersensporn, Neuropatien und vorallem wird man in die Phsychische Ecke geschoben.Morgens brauche ich mindestens 1 Stunde damit ich so halbwegs laufen kann, als ob die Muskeln steif geworden sind über Nacht.Obwohl ich die Nacht 1-3 mal aufstehn muss um die Toilette aufzusuchen. Oder wenn ich länger im Auto sitze und wieder gehn möchte ,ist es auch so. Und es schmerzt überall in den Beinen und WS. Mittags kann ich dann vor Schmerzen in der WS nicht mehr stehn oder gehn ,muss mich ausruhn und lang hinlegen. Aber da schlafen mir die Finger und Arme auch ein, also Nerven werden irgendwie abgeklemmt oder soo..?Neurologe stellte die Nervenschädigung fest.
Nun hab ich schon arge Probleme mit meinen Augen, sehe schwarze Punkte und Schatten . es geht auch nicht mehr weg, hat nun gestern der Augenarzt festgestellt. SUPER! es soll von der hinteren Glaskörperschrumpfung kommen, die ich im Januar, bzw April hatte.
Was wohl nach Angaben des Arztes, im Alter jeder bekommt, der eine merkt es ,der andere nicht.???
Zum Thema ,Fluorchinolon Schädigung, sagte er nix.

Auch kämpfe ich sehr oft mit Nierenbeckenentzündungen. War deswegen schon paar mal zum Notdienst im KH und auch stationär.
Vom Urologen bekam ich wieder Antibiotika ohne Fluorchinolone!!!!
Er gab sich viel Mühe und ich nehme nun auch ein mittel zum Aufbau der Darmflora ein.
Auch Folsäure, B6, B12 und L- Carnetin und Vitamin D3 und K2 , Selen und vor allem Magnesium gebe ich mir täglich.
Oft nehme ich ein ausgiebiges Bad in Toten Meer Salz, wovon ich mir einen großen 25 Kg Sack bestellt habe.
Heute bestellte ich mir noch Cissus, was ja für die ständigen starken Schmerzen in den Achillessehnen helfen soll.

Nun hoffe ich das alles bald mal wirkt und ich ein bischen weniger Schmerzen hab.
Das einzige was schon erfolgreich ist, das ich 13 KG seit April 2017 abgenommen hab! Hurra!!!!
Der Stoffwechsel funktioniert besser. Ich denke das liegt an dem Toten Meer Salz?!
So kämpfe ich mich stetst alleine durch , und hoffe mal irgendwann einen Arzt zu finden der mich ernst nimmt und mir echt helfen kann und mir fest bestättigt das alles oder sagen mir lieber vieles von derAntibiotika Behandlung vor fast 10 Jahren oder auch eher schon kommt.
Ich bin ja schon lange in Erwerbsunfähigkeitsrente. Aber das beruhigt und heilt nicht. Die Schmerzen sind jeden Tag da und trotzdem darf man nicht den Mut zum Leben verlieren!!!! Man sollte sich ständig an den kleinen schönen Dingen in der Natur erfreuen und kämpfen.

Alles Gute eure Silram

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Re: Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#2575

Beitragvon Ulla Dewdney » 06.11.2017, 00:52

Hallo Andreas, hallo Siram,

lese gerade eure Berichte. Habe auch ständig Schmerzen und alle möglichen Nebenwirkungen der Fluorchinolone. Bekomme in Kürze Cannabis-Rezept und probiere aus, ob es hilft. Werde dann im Forum berichten. Wenn es hilft, hoffe es inständig, dann muß ich mich mit meiner Krankenkasse auseinandersetzen wegen der Kosten. Ich erhoffe mir, dass es mit dem Cannabis etwas erträglicher wird.
Liebe Grüße Ulla D.

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Re: Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#2584

Beitragvon FluorchiNO » 06.11.2017, 11:07

Hallo Silram,

Silram hat geschrieben:vorallem wird man in die Phsychische Ecke geschoben.


Das ist die neue Modediagnose. Hast du ein wenig Stress mit dem Kollegen, Vorgesetzten, Lebenspartner, einem Kind, hast du mal vor dem Dr. geweint, dann landest du in den meisten Fällen in die Psychoschublade! Ich wurde sogar für 3 Tage in die geschlossene (!!!) Psychiatrie von meiner ex HÄ eingewiesen, obwohl ein Neurologe eine sofortige Einweisung in die Neurologie empfohlen hatte! Dabei hatte ich ab diesem Tag nur eine Beinlähmung (mit starkem Tremor der Hände und Füße beim Stehen, ein Zeichen von starkem Magnesiummangel), hatte keinerlei depressive Gedanken, war nicht aggressiv, also weder selbstgefährdet noch eine Gefahr für andere...und die Dame versprach mir, sie weist mich in die Neurologie. Dabei hatte sie zwischenzeitlich die daneben liegenden Psychiatrie angerufen und die Zwangseinweisung in meinem Rücken angeordnet. Dann schob die Sekretärin den Rollstuhl bis zur geschlossenen Station, mein Mann war leider schon wieder weg. Jahre später habe ich von einer Neurologin die Diagnose "hypokaliämische rezividierende Beinlähmung" (periodische hypokaliämische Paralyse) bekommen. Die Therapie ist einfach: Kalium und weil meine Lähmung kaliumrefraktär ist zusätzlich Magnesium hochdosiert und die Beine gehen nach ein paar Tagen wie gewohnt..

Das Lustige dabei ist nicht nur, dass ich nicht nur die Diagnose nach 4 KH Aufenthalten bekommen habe (!!!), sondern den Tipp für die Therapie von einem Patienten erhalten hatte: er hatte gemerkt (ich hatte meine Laborwerte zum Glück verlangt und in einem Forum gepostet), dass ich beim 1. Anfall gleichzeitig eine Hypomagnesämie hatte. Das hatte der Arzt im KH aber übersehen, weil der untere Grenzwert des KH Labors zu niedrig war. Eine hypokaliämische Lähmung ist aber beim gleichzeitig Magnesiummangel oft kaliumrefraktär: sprich die Lähmung spricht nicht auf die Kaliuminfusion an. Ich wurde nach 2 Kaliuminfusionen als "gesund" nach Hause entlassen, obwohl mein Mann mich tragen musste. Als ich am nächsten Tag dank des Tipps dieses Patienten Magnesium zusätzlich einnahm, kam die Muskelkraft bald zurück und ich konnte 1 Woche später wieder wie ein Hase hüpfen (vor Freude)! :mrgreen:

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Re: Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#2585

Beitragvon FluorchiNO » 06.11.2017, 11:12

Ulla Dewdney hat geschrieben:Hallo Andreas, hallo Siram,

lese gerade eure Berichte. Habe auch ständig Schmerzen und alle möglichen Nebenwirkungen der Fluorchinolone. Bekomme in Kürze Cannabis-Rezept und probiere aus, ob es hilft. Werde dann im Forum berichten. Wenn es hilft, hoffe es inständig, dann muß ich mich mit meiner Krankenkasse auseinandersetzen wegen der Kosten. Ich erhoffe mir, dass es mit dem Cannabis etwas erträglicher wird.
Liebe Grüße Ulla D.


Hallo Ulla,

das ist furchtbar, chronische, starke Schmerzen zu haben! :x

Ich bin sicher, dass viele Patienten mit chronischen Schmerzen in Wirklichkeit FC Geschädigten sind!

Was bekommst du für Cannabis Präparat? Dronabinol?

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Re: Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#2672

Beitragvon graswurzeln » 13.11.2017, 17:29

Hallo,

ich denke, es sollte ein Arzt sein, der sich mit der Mitochondrien-Therapie auskennt. Ich habe mal ein wenig gegoogelt. Wenn man als Suchbegriffe biologische Medizin, Mitochondrien-Therapie, mitochondrial, mito ... eingibt, kommen schon einige Praxen. Dann muss man sich die Homepage der Praxis noch genauer anschauen, ob wirklich die Mitochondrien-Therapie für erworbene Schädigungen angeboten wird oder ob es um die angeborenen Schäden oder allgemeine Naturheilverfahren geht. So findet man doch die eine oder andere Praxis, von der man erwarten kann, dass man richtig verstanden wird.
Viel Glück

graswurzel

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Re: Welcher Arzt kann Diagnose stellen

#2677

Beitragvon Schorsch » 14.11.2017, 21:55

Hallo,

bei Chronifizierung der Probleme, was wohl bei den meisten vorliegt ist es wichtig sich die NEbenwirkungen als schwerwiegende Dauerhafte Krankheit bescheinigen zu lassen. Dies macht in der Regel ein Hausarzt, der ja im Bilde ist (zentrale Anlaufstelle aller Befund, sollte man zumindest selbst aktiv so steuern auch wegen der Floxbedingten lückenlosen Patientenakte).

In meinem Fall hat mein Hausarzt mir unter anderem neben der beidseitige chronische Achilloynie zusätzlich die Diagnose T88.7 gestellt:


T88.7
Nicht näher bezeichnete unerwünschte Nebenwirkung eines Arzneimittels oder einer Droge


Inkl.:
Allergische Reaktion durch indikationsgerechtes Arzneimittel oder indikationsgerechte Droge bei ordnungsgemäßer Verabreichung
Idiosynkrasie durch indikationsgerechtes Arzneimittel oder indikationsgerechte Droge bei ordnungsgemäßer Verabreichung
Überempfindlichkeit durch indikationsgerechtes Arzneimittel oder indikationsgerechte Droge bei ordnungsgemäßer Verabreichung
Unerwünschte Nebenwirkung durch indikationsgerechtes Arzneimittel oder indikationsgerechte Droge bei ordnungsgemäßer Verabreichung
Arzneimittel-: Reaktion o.n.A.
Arzneimittel-: Überempfindlichkeit o.n.A.


Exkl.:
Näher bezeichnete unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln und Drogen (A00-R99) (T80-T88.6) (T88.8)

Auch für die GdB Anträge würde ich vorab immer den Nachweis chronischer Schwerer Krankheiten einfordern. Diese bekommt man erst nach nachweislichen 6 Monaten Symptomatik. Für Flox spezifisch gibt es noch nichts konkretes an ICD, daher sollte ein passende allgemeine wie T88.7 und die spezifisch schwerst vorliegenden Krankheiten, wie bei mir z.B. die Achillodynie beidseits auftauchen.

Gruß Schorsch


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