Therapeutische Ernährung

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Therapeutische Ernährung

#6400

Beitragvon Krabiwi » 23.07.2018, 20:58

"Der größte Feind der Gesundheit ist die kohlenhydratreiche
Ernährung."

Dr. med. Kuklinski

Der größte Feind des gesunden Menschen ist die kohlenhydratreiche
Ernährung. Für den Menschen der bereits an einer starken Mitochondriopathie leidet, also Gefloxte, sind Kohlenhydrate somit der Todfeind, der über den weiteren Verlauf der Mitochondriopathie entscheidet! Bei Flox sind Berichte über starke Rückfälle und Schübe nach hohem Zuckerkonsum bekannt und dies fügt sich nahtlos in Kuklinski's Zitat ein.

Das Fundament der mitochondrialen Therapie bildet daher die Ernährung. Zucker und leichte Kohlehydrate aus Nahrung mit hoher glykämischer Last erhöhen die Menge der freien Radikale in der mitochondrialen Atmungskette welche die antioxidativen Kapazitäten (SOD, KAT, GSH, GPx) der Zellen aufbrauchen. Mit der Zeit entsteht oxidativer Zellstress, mDNA sowie Zellkern-DNA Schäden entstehen da gefährliche Radikale wie HO* und ONOO- den Proteinen der DNA Elektronen entziehen und diese somit beschädigen. Die biochemische Ursache für Entzündungen, DNA-Mutationen, Multisystemerkrankungen und schlimmstenfalls Krebs.

Mit fortschreitenden mDNA-Schäden sinkt die Energie, Betroffene greifen daher immer häufiger zu der schnellen Energie in form von Zucker um sich halbwegs fit zu halten, ein Teufelskreis entsteht der zu Übergewicht und Multisystemerkrankungen führt.

Das kommt daher, dass Zucker und leichte Kohlenhydrate direkt ohne Umwandlung in den Mitochondrien verarbeitet werden, es entsteht grob formuliert ein Druck in der Atmungskette und es strömen mehr freie Elektronen aus die sich mit Sauerstoff zu Sauerstoffradikalen, sog. Superoxid O2-, verbinden.

Fette (und in geringerem Maße auch Proteine) dagegen müssen erst unter Energieeinsatz umgewandelt werden und kommen daher nur langsam in die mitochondriale Atmungskette, der Druck ist geringer, es entstehen weniger freie Radikale. Beschädigte Mitochondrien bekommen über Fettsäuren weniger Energie, ihre Membranspannung sinkt weiter ab, der Körper erkennt dies und schickt die beschädigten Mitochondrien mitsamt ihrer mutierten mDNA in die Mitophagie.

Ketogene Ernährung ist somit eine antioxidative Ernährung, die dafür sorgt, dass bereits an der Quelle (mitochondriale Atmungskette) weniger freie Sauerstoffradikale entstehen welche sich im weiteren Verlauf zu hochreaktiven und somit gefährlichen Radikalen wie Hydroxyl-Radikal HO* und Peroxynitrit ONOO- bilden können.

Das folgende Schema zeigt die beiden Energiepfade in das Mitochondrium, einmal den Weg der Fette und auf der anderen Seite der Weg der Kohlenhydrate und Aminosäuren (Proteine), bei der heutigen Ernährung ist der Pfad der Fettsäuren nahezu inaktiv, bei der ketogenen Ernährung dagegen läuft die Energiegewinnung größtenteils über diesen Pfad ab:

kyfbmcw.jpg




Die Lösung lautet sich so zu ernähren wie es der Mensch evolutionär die längste Zeit, über Millionen von Jahren, tat und tun musste da er kein Supermarkt und somit keine große Auswahl hatte. In der Steinzeit gab es keine Nudeln, Brot, Kartoffeln, Reis und Landwirtschaft generell. Man jagte und sammelte was da war und das war von der Jahreszeit abhängig.

Im Sommer wurde vermehrt Obst gesammelt und gegessen, da dies nicht lange haltbar und lagerbar war, war es für die kalten Monate ungeeignet.

Dagegen wurden Nüsse und Kerne gesammelt und für die mageren Wintermonate gelagert, ähnlich wie Eichhörnchen dies praktizieren, da Nüsse äußerst haltbar sind.

Nüsse haben ein Nährwertverhältnis von etwa 55% Fett, 35% Proteine und 10% komplexe Kohlenhydrate. Das ideale Verhältnis der ketogenen Ernährung.

eichhoernchen-mit-nuss_Jarry_shutterstock_151795121.jpg


Außerdem war in den Wintermonaten das Nahrungsangebot so knapp, dass man den Tagesbedarf von rund 2000 kcal nicht erreichte. Die Natur zwang den Menschen quasi zum jährlichen Intervallfasten für mehrere Monate. Die Energiereserven in Form von Fettpölsterchen die man sich in der fetten warmen Jahreszeit anfutterte wurde man in der kalten Jahreszeit wieder los. Fasten ist im Grunde ketogene Ernährung, da der Körper auf Fettverbrennung umstellen muss um seinen Energiebedarf aus den Fettreserven zu ziehen.

Fasten und Mangel sind somit ein fester Bestandteil der menschlichen Evolution, unser Körper ist darauf ausgerichtet. Der Mangel aktiviert im Körper die Autophagie, sprich beschädigte und somit energetisch schwache Zellen und Mitochondrien (die noch dazu ein Übermaß an schädlichen freien Radikalen produzieren) werden abgebaut, das stärkste und gesündeste bleibt übrig. Der Körper reinigt und optimiert sich auf biochemischer Ebene selbst. Ab einer Nahrungskarenz von etwa 12-14 Stunden wird die Autophagie aktiviert. Wer also täglich 16 Stunden intervallfastet gibt dem Körper 2 Stunden Zeit seine Zellen aufzuräumen und auszusortieren. Für diese wissenschaftliche Erkenntnis gab es 2016 den Medizinnobelpreis:
https://www.nobelprize.org/nobel_prizes ... ates/2016/

pathways-of-macro.jpg


Die heutige, energiereiche Ernährung des ständigen Überflusses, ist unserem Körper evolutionsbedingt dagegen fremd und somit langfristig schädlich. Autophagie und Mitophagie werden im kalorischen Überfluss nicht mehr aktiviert, beschädigte Zellen und Mitochondrien häufen sich an und vermehren sich weiter, bis ab einem gewissen Schwellwert erste Krankheitssymptome auftauchen, die dann mit künstlichen Medikamenten behandelt werden ohne die Ursachen zu beseitigen. Man therapiert lediglich Symptome und bringt kurzzeitig Linderung. Diese Medikamente greifen wiederum künstlich in den mitochondrialen Metabolismus ein und bringen diesen durcheinander. Fluorchinolone sind nur die Massenvernichtungswaffe, selbst Aspirin und Ibuprofen schädigen die Mitochondrien im Magen und führe zu einer Auflösung der Schleimhaut. Paracetamol hemmt die Glutathionproduktion in den Leberzellen und führt somit durch oxidativen Stress langsam zu Leberschäden.

Therapeutisch ist es heute daher sinnvoll diesen evolutionären Mangel künstlich zu erzeugen, damit der Körper sich wieder selbst heilt. Der Endzustand ist dabei abhängig vom Ausmaß der bereits vorhandenen Schäden. Ketogene Ernährung und Fasten lassen sich nicht patentieren, sind einfach umzusetzen und niemand außer man selbst verdient etwas daran, daher wird man von den genannten Erkenntnisse auch nie etwas flächendeckend in der Werbung erfahren.


Ketogene Ernährung und Fasten zusammengefasst:
- der Körper geht in den Überlebensmodus
- reduzieren die freien Radikale, somit den oxidativen Stress und damit Entzündungsvorgänge
- aktiviert Sirtuine und somit die Autophagie, sprich das Recycling von schwachen Mitochondrien sowie Zellen
- es gibt keine Unterzuckerung mehr, da das Gehirn seinen Glukosebedarf über die Ketonkörper deckt
- kein Heißhunger mehr, da der Körper auf die eigenen Fettreserven zugreift

Natürlich muss man wie immer individuelle Einschränkungen berücksichtigen, der ein oder andere verträgt es nicht, Lebensmittelallergien schränken ein. Man darf es auch mit Proteinen nicht übertreiben, da diese bei Überfluss in Glukose umgewandelt werden, als Faustformel kann man eine Grenze bei max. 100g Proteinen festlegen, das entspricht etwa 300g Fleisch, ein Ei hat etwa 10g Proteine, 100g Kürbiskerne etwa 30g. Der Wasserbedarf erhöht sich, man sollte in der Ketogenese 3 l täglich trinken, die Übergangsphase in die Ketogenese kann bis zu 2 Wochen dauern und mit Symptomen verlaufen, die sich nach einer Zeit legen, wichtig ist es anschließende den Körper in der Ketogenese zu halten, die lässt sich mittels Urinteststreifen überprüfen.
Man muss außerdem auf die Antibiotikabelastung von Fleisch und insbesondere Fisch (die oftmals in antibiotischem Wasser herangezüchtet werden, schlimmstenfalls mit Fluorchinolonen wie in den Asiatischen Schrimpsfarmen) achten. Aber auch Blattgemüse, da dies teils stark mit Nitrat (durch Düngemittel) belastet ist, die Bildung von nitrosativem Stress fördert und das Saatgut sowie die Pestizide von Monsanto (nun Bayer) bei der billigen Massenware verwendet wird. Also lieber etwas mehr investieren und Bio bzw. organisch essen.

1g Proteine hat 4 kcal, 1g Kohlenhydrate (sowie Zucker) haben 4 kcal, 1g Fett hat 9 kcal. 1 kg Körperfett kann somit 9.000 kcal liefern, d.h. pro 1 kg Fettreserve kann man theoretisch 4 Tage fasten, ein normaler Mensch hat rund 10 kg Fettreserven und kann somit 40 Tage völlig ohne Nahrung überleben. Insgesamt kommt man mit Fetten und Ölen sehr schnell auf den kalorischen Tagesbedarf, der im Schnitt bei 2000 kcal liegt, sportlich aktive Menschen haben natürlichen einen höheren Bedarf. Das Gehirn verbraucht alleine fast 30% der Kalorien, was an der hohen Anzahl an Mitochondrien in den Neuronen liegt. Bei Ölen sollte man auf einen hohen Anteil an Omega 3 Fettsäuren achten. Raps-, Oliven-, Leinsamen- und Kokosöl sind gut geeignet, Sonnenblumenöl weniger.

keto-food-pyramid.jpg




Dr. Kuklinski über das Fasten und die Ketogenese:

"Der Mensch erlebte in der Evolution regelmäßig Phasen mit
Überfluss an Nahrung im Wechsel mit Darben, Hunger und Durst.
Hunger ist also natürlich. Beim Fasten wird der Organismus zu
drastischen Maßnahmen gezwungen, um sein Überleben zu sichern.
Die Zuckerverbrennung wird reduziert (Spareffekt). Stattdessen
werden Fette verbrannt und Aminosäuren vermehrt in die
Energieversorgung gesteckt. Das Hirn schaltet auf die Nutzung von
sogenannten Ketonkörpern um. Das innere Säure-Basen-Milieu der
Zellen wird auf gesünder umprogrammiert. Letztendlich wird die
laktatproduzierende Glukosenutzung gehemmt und dies ist ein
wichtiger Schritt in der Basisbehandlung von Mt-
Multisystemerkrankungen. Der gesteigerte Fettabbau beeinflusst
außerdem das gesamte Hormonsystem. Fettdepots selbst sind
hormonbildende Gewebe. Damit verschwinden viele negative Effekte
(cancerogen, entzündungsfördernd). Mit sinkendem ATP werden
tumorunterdrückende Proteine freigesetzt, fettabbauende Enzyme
gefördert und Insulin gesenkt. Fasten und auch schon eine Magerkost
mit geringer Kalorienanzahl schaltet Gene ab, die ungünstige
Wachstumsfaktoren oder Entzündungskaskaden aktivieren oder
Immundysbalancen auslösen. Damit werden sowohl chronische
Entzündungen als auch bösartige und gutartige Wucherungen
beseitigt und auch Blutdruckerhöhungen, Lipidämien und Diabetes
mellitus (Typ 2) verschwinden, Mt werden regeneriert. Kurz: Fasten
wirkt lebensverlängernd!
Extreme können jedoch gefährlich sein. Durch eine schnelle
Gewichtsabnahme können Schadstoffe aus den Fettdepots mobilisiert
werden. Je schneller das Abnehmen geht, desto schneller werden
diese freigesetzt, das kann die Entgiftungskapazität des Körpers
überfordern, Vorsicht ist angebracht. Das heißt: Fastenkuren sind bei
Multisystemkrankheiten sehr sinnvoll. Bei längerer Dauer sollten sie
jedoch von erfahrenen Therapeuten betreut werden.

" Eine drastische Fastenkur über ein bis vier Wochen mit täglich ¾ l
Gemüsebrühen oder Gemüsesäften zwingt den Körper alles zu
verbrennen, was nicht unmittelbar dem Überleben dient. Die
Hochregulation der Sirtuine (s. S. 190) aktiviert außerdem die Mt-
Funktion. Aktive Bewegung an frischer Luft unterstützt das und auch
die Hemmung der Gefäßneubildung im Tumor. Heute wird vor einer
Chemotherapie oft ein einwöchiges Fasten empfohlen. Diese
Patienten tolerieren dann die Chemotherapie ohne Nebenwirkungen.
Aber warum nicht länger fasten? Die Chemotherapie könnte dann
überflüssig werden. Die veränderte Stoffwechsellage von Krebszellen
lässt sich außerdem zusätzlich durch Dichloressigsäure (DCA)
aufbrechen. Der Stoffwechsel entwickelt sich zur Normalität zurück –
inklusive der Reaktivierung der Mt. Die Krebszellen gehen damit in
den programmierten Selbstmord."

[Kuklinski, Mitochondrientherapie, 2014]



Die folgende Studie belegt den schädlichen Effekt der kohlenhydratreichen Ernährung durch vermehrte ROS-Produktion, sobald die antioxidativen Enzyme aufgebraucht sind, erfolgen zwangsläufig mDNA-Schäden, was sekundäre Mitochondiopathien hervorruft bzw. verstärkt.

Plasma total antioxidative status and muscle Cu/Zn-superoxide dismutase were decreased after high-carbohydrate meal only (P < 0 . 0 5). We conclude that a high-carbohydrate meal may evoke a greater postprandial oxidative stress response,

Der antioxidative Status der SOD1 (Cu/Zn) war nach Mahlzeiten mit hohem Kohlenhydratgehalt reduziert, nicht jedoch nach Mahlzeiten mit hohem Fettgehalt. Das bedeutet, dass bei Energie über Fettsäuren die manganhaltige SOD2 im inneren der Mt bereits alle ROS abfangen kann so dass die intrazelluäre SOD1 gar nicht erst beansprucht wird.

Inflammatory and Oxidative Stress Responses to High-Carbohydrate and High-Fat Meals in Healthy Humans
https://www.hindawi.com/journals/jnme/2012/238056/



Quellen und Studien:

"Atg14: A Key Player in Orchestrating Autophagy"
https://www.hindawi.com/journals/ijcb/2011/713435/

"The ketogenic diet reverses gene expression patterns and reduces reactive oxygen species levels when used as an adjuvant therapy for glioma"
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2949862/

"Ketogenic diet decreases oxidative stress and improves mitochondrial respiratory complex activity"
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5012517/

"The effects of ketogenic diet on oxidative stress and antioxidative capacity markers of Taekwondo athletes"
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4294438/

"Low-carbohydrate diet and oxidative stress in diabetic and nondiabetic rats."
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17009256

http://www.atmung.org/ketogene-low-carb-diaet/
https://citizenjournal.net/thinking-twi ... -diet-fad/
Zuletzt geändert von Krabiwi am 31.10.2018, 14:52, insgesamt 16-mal geändert.


Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#6401

Beitragvon Krabiwi » 23.07.2018, 21:03

Dr. med. Pieper über Fasten:

Dr.Pieper hat geschrieben:
die topoisomerase kommt als typ II beta in den mitos vor. sie hat dort die aufgabe, die DNA replikation zu erleichtern, indem es dieses extrem lange DNA ungetüm quasi aufrollt. die immensen schäden durch die FQs lassen nun sehr viele rasch gealterte und schadhafte mitos entstehen. diese allerdings entwickeln ein vielfaches des oxidativen stresses und tragen damit zum krankheitsgeschehen noch bei. ein therapeutischer ansatz ist daher, die alten mitos in die apoptose, den zelltod zu treiben. dies gelingt zum beispiel durch höhentraining, bei fortgeschrittenen krankheitsstadien ist aber auch schon moderates training ohne sauerstoffarmut ausreichend. noch effektiver ist das fasten, ein ohnehin probates therapeutikum bei mitochondrienschwäche. durch diese maßnahmen trennt sich sozusagen der spreu vom weizen, alternde mitos sterben, die jüngeren, fitteren vervielfältigen sich und das ergebnis ist eine produktivere atmungskette, mehr energie.

allen einen schönen tag, drpieper
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Jackie
Erfahrene(r)
Erfahrene(r)
Beiträge: 13
Registriert: 25.05.2018, 13:01

Re: Therapeutische Ernährung

#6446

Beitragvon Jackie » 26.07.2018, 13:29

Danke für die Fleißarbeit!
Ich bin leider aufgrund von Streß, mangelnder Selbstdisziplin und Familie-Versorgen (die wollen Nudeln... :angry-cussing: ) nach einigen Wochen Ketose wieder in überfallartige Zucker-Fett-Freßanfälle gekippt - und nach zwei Wochen hatte ich meine übliche Sinusitis. Ich versuch's ein weiteres Mal.

Was mich allerdings an der Keto-Pyramide stört: Öl und Blattgemüse müßten meiner Ansicht nach ganz unten stehen. Irgendwie finde ich ja schon, daß Ernährungsempfehlungen einen Rest Nachhaltigkeit aufweisen sollten - wenn alle Menschen als Hauptgrundlage tierische Produkte essen würden, wäre der Planet schnell am Ende. Und auch der steigende Bedarf der eßgestörten superfood-verliebten westlichen Welt an Avocados ist ein Problem:

Avocado, die bittere Wunderfrucht

Zitat daraus:
So hervorragend ihre Energiebilanz für Menschen zu sein scheint, so erschütternd ist sie für die Umwelt.
Da wäre vor allem der Wasserverbrauch: tausend Liter für ein Kilo Avocados (etwa drei Stück), Tomaten benötigen nicht einmal ein Fünftel davon. Schlecht bei einer Pflanze, die vor allem in Ländern mit Wasserknappheit wächst. Ihr Anbau ist langwierig und teuer, was Agrarkonzerne begünstigt. Und mehr als 80 Prozent des deutschen Avocado-Imports - im Container aufwendig runtergekühlt auf sechs Grad Celsius - legen Tausende Kilometer zurück, bevor er auf dem Teller landet.


Ich kauf sie bio und achte darauf, sie wirklich nur pur und als was Besonderes zu essen, nicht als cremige Zutat in irgendwas anderem, aber ein schlechtes Gewissen hab ich dabei schon. :(

Eine gute vegane Proteinquelle, die bei uns wächst, sind Lupinen.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#6448

Beitragvon Krabiwi » 26.07.2018, 14:45

Bzgl. den Ölen stimme ich zu. Bzgl. Gemüse insbesondere Blattgemüse weniger. Mit Gemüse kommt man nicht auf Kalorien und bei Blattgemüse wie Salat und Spinat ist die massive Nitratbelastung ein Problem. Am wichtigsten sind Nüsse in allen Formen.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Jackie
Erfahrene(r)
Erfahrene(r)
Beiträge: 13
Registriert: 25.05.2018, 13:01

Re: Therapeutische Ernährung

#6451

Beitragvon Jackie » 26.07.2018, 14:55

Nüsse wiederum haben sehr viel Omega-6, man müßte also darauf achten, gleichzeitig genug Omega-3 (und zwar aus Fischöl, nicht Leinöl) zu sich zu nehmen, damit das Verhältnis stimmt.
(Macadamia-Nüsse sind relativ gut beim O-3-6-Verhältnis, glaube ich, aber die sind teuer und schmecken so unendlich gut, daß ich davon gern mal zu viele esse... Für Untergewichtige ein echter Tip.)

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7084

Beitragvon Krabiwi » 09.09.2018, 22:02

Eine Antwort die in diesem Thread thematisch gut aufgehoben ist:

Biggi hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich mache jetzt den dritten Tag Intervallfasten (8/16) und habe auch die Ernährung so umgestellt wie es hier im Forum empfohlen wurde. Also kein Zucker, Kohlenhydrate drastisch reduziert (1 Scheibe Vollkornbrotr /Tag), weiterhin Käse und Milchprodukte, wenig Fleisch, Nüsse, kein süsses Obst, viel Gemüse. Die NEM-Zufuhr läuft wie gehabt weiter.
Seit gestern Abend haben sich meine Beschwerden an den Achillessehnen deutlich verschlechtert. Insgesamt fühle ich mich schlapper als vor dem Fasten und der Ernährungsumstellung. Auch die Muskel- und Gelenkprobleme, melden sich zurück (nicht sooo schlimm, sind aber wieder da). Jetzt zu meiner Frage. Ist das eine normale/gewünschte Reaktion des Körpers auf das Fasten? Soll ich jetzt die Magnesiumzufuhr steigern (momentan bin ich bei ca. 500-600mg/Tag)? Ist diese Reaktion wie eine "Erstverschlimmerung" und es wird mit der Zeit besser, wenn man diese Ernährungsform durchzieht? Ich habe im Forum eigentlich nur positive Berichte über Heilfasten und Intervallfasten gelesen.
Vor der Umstellung der Ernährung hatte ich durch die Einnahme der div. NEM meine Beschwerden einigermaßen im Griff. Da ich momentan nicht krank bin, auch keinen Stress habe und ich mich körperlich nicht besonders angestrengt habe, vermute ich, daß die Verstärkung der Beschwerden eine Reaktion des Körpers auf das Fasten ist. Was soll ich jetzt machen? Augen zu und durch, oder kann ich zusätzlich noch etwas einnehmen?

VG Biggi


Krabiwi hat geschrieben:Hallo,

nichts überstürzen, erst Ernährung umstellen auf Low Carb. Alles mit über 5g Zucker auf 100g sowie über 40g KH pro 100g rauswerfen, steht auf der Nährwerttabelle der Verpackung, da stets drauf schauen bevor man es isst.

Das ist bereits eine gewaltige Umstellung für den Körper, da er nun vom schnellen (aber oxidativ schädlichen) Glucosestoffwechsel auf den langsamen (aber antioxidativen) Fettsäurenstoffwechsel umschalten muss. Hier kann es am Anfang zu Energieengpässen kommen bis die Leber ausreichend Ketonkörper produziert, außerdem verhungern die beschädigten Mitochondrien und Zellen, was eine gute Sache ist, da diese sich dann nicht mehr vermehren können. Bei weniger Energie können sich logischerweise Floxsymptome vorerst verstärken, es sollte dann aber nach ein paar Wochen merklich besser werden.

Außerdem gibt es ganz selten Menschen die haben genetischbedingt eine gehemmte ß-Oxidation und somit gehemmten ettsäurestoffwechsel, für diese ist low carb ungeeignet, aber selbst dann kann man die KH aus Vollkorn beziehen.

Sobald die Ernährungsumstellung symptomlos läuft und der Körper in der Ketose ist, kannst du langsam mit Intervallfasten beginnen. Erstmal 14/10, dann steigern.

Ich kann von hier aus nicht einschätzen wie stark sich deine Symptome verschlechtert haben, falls es nur leicht ist, dann mal weiter machen. Verschlechtern sich die Symptome weiterhin spürbar, dann brich es ab und taste dich ganz langsam ran.

Ersetz dann einfach erstmal Nudeln durch Vollkorn-Dinkel, iss mehrere Scheiben Vollkornbrot. Reis, Kartoffeln, Weizen sind tabu. Als "Zuckerersatz" ja keinen Honig nehmen, Honig ist fast purer Zucker, wie gesagt die Nährwerttabellen studieren. Ich nehme Erythritol-Stevia um meine Speisen zu süßen, das schmeckt und süßt wie Zucker kann vom Körper aber nicht verwertet werden, hat 0 Kalorien und verursacht somit keine freien Radikale, ist also optimal.

https://www.l-carb-shop.de/index.php/su ... tevia.html

Käse ist ok, Milch weniger, da 5g Zucker auf 100ml, also max. 100ml täglich trinken, am besten erstmal ganz weglassen.

Ich mache mir Süßspeisen wie Pfannkuchen und Waffeln selbst, ersetze einfach Weizenmehl durch Nussmehle, noch einfacher ist Eieromellette. Käsekuchen ohne Boden ist ebenfalls super. Chia ist vielfältig, auf 20g einfach 120g Milch geben und man hat innerhalb von 15 Minuten einen Pudding, der einem den halben Tag satt hält. Zum süßen immer Erythritol-Stevia und ungezuckerte Preiselbeeren oder Erdbeeren. Daraus kann man sich auch Fruchtaufstriche machen um Marmelade zu ersetzen.

Man kann sich auch an selbstgebacktem Nuss-Brot versuchen, mit Leinsamen, Flohsamen, Chia, Kürbiskernen und Sonnenblumenkernen, da haben 100g Brot nur noch rund 5g KH.

Ein weiterer Vorteil an dieser ballaststoffreichen Ernährung ist, dass man gleichzeitig und kontinuierlich den Darm saniert.

Man kann wirklich alles an Zucker und Weizenmehl ersetzen, man muss es halt selber zubereiten.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7087

Beitragvon Krabiwi » 09.09.2018, 23:22

"1. Ernährung: Essen Sie LOGIsch oder wie in der Steinzeit

Der größte Feind der Gesundheit ist die kohlenhydratreiche
Ernährung.
Nahrungsmittel mit hoher glykämischer Last, wie Zucker
und Süßigkeiten, gesüßte Getränke, Mehlspeisen, Weißmehlprodukte,
weißer Reis und Kartoffeln müssen gemieden werden. Stattdessen
sollten komplexe Kohlenhydrate aus Gemüse und Vollkornprodukten
gegessen werden. Wie wichtig die reduzierte glykämische Last
ist, zeigt das Beispiel einer ehemaligen Patientin Frau S., 46 Jahre alt:
Ohne Kuchen, Weißbrot und Getreideprodukte geht es ihr sehr gut.
Lässt sie sich bei Feierlichkeiten o. Ä. verleiten, etwas Süßes, Nudeln,
Reis oder Kartoffeln zu essen, treten sofort wieder Gelenkschmerzen,
Blähungen, Durchfall, Luftnot, Schleiersehen mit Tunnelblick und
Muskelschwäche auf. Früher hat sie bis 500 Euro monatlich für ihre
Gesundheit ausgegeben, jetzt reichen LOGI-Kost und ein Spätstück
(s. u.) völlig aus. Schon nach zwei Wochen hatte sie mehr Muskelkraft
aufgebaut."

Dr. med. Kuklinski, Mitochondrientherapie – die Alternative 2014, S. 44

Der größte Feind des gesunden Menschen ist die kohlenhydratreiche
Ernährung. Für den Menschen der bereits an einer Mitochondriopathie leidet sind Kohlenhydrate somit der Todfeind, der über den weiteren Verlauf der Mitochondriopathie entscheidet! Bei Flox sind Berichte über starke Rückfälle und Schübe nach hohem Zuckerkonsum bekannt und dies fügt sich nahtlos in Kuklinski's Zitat ein.

Man kann die Schädlichkeit von Kohlenhydraten auf die Mitochondrien etwa wie folgt ordnen:

1. Glucose
2. Saccharose (Rübenzucker, Zweifachzuckerverbindung aus Glucose + Fructose)
3. leichten Kohlenhydrate (Reis, Mais, Kartoffeln, Weizenmehl), werden im Darm relativ schnell in Glucose aufgespalten
4. Lactose, Galactose,
5. Xylit, Fructose, muss erst in der Leber zu Glucose umgewandelt werden (aufpassen bei süßem Obst, da dies neben Fructose auch Glucose und Saccharose enthält, Banane z.B. 10g Saccharose auf 100g)
6. komplexe Kohlenhydrate aus Vollkorn, Gemüse und Nüssen, werden im Darm relative langsam in Glucose aufgespalten

1.+2. sollte aus therapeutischen Gründen dauerhaft auf das absolute Minimum reduziert werden. 3. würde ich in der akuten Phase die ersten 12 Monate meiden, später dann auch nur sparsam max. 1-2x pro Woche essen. 4.+5. zumindest in der akuten Phase meiden. Erythritol kann als Zuckerersatz verwendet werden, es hat eine glykämische Last von 0 und erhöht somit nicht die Menge an freien Radikalen.

Insgesamt kann man sich an der glykämischen Last (GL) orientieren, diese gibt an wie schnell bei verschiedenen Lebensmitteln der Insulinspiegel steigt, sprich wie schnell die Glucose des Lebensmittels ins Blut und somit in die Mitochondrien gelangt, je höher die GL desto schädlicher ist das Lebensmittel für Mitochondrien.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7659

Beitragvon Krabiwi » 11.10.2018, 20:27

Anbei ein paar Keto-Rezepte für Brot und Süßspeisen um den Heißhunger auf Süßes, der auch mir zu schaffen machte, in den Griff zu bekommen.

Als Zuckerersatz ist Erythritol das Mittel der Wahl, es kommt im Gegensatz zu künstlichen Süßstoffen in der Natur vor und wird aus Mais gewonnen, es hat etwa 70% der Süße von Rübenzucker. Der kalorische Brennwert und somit auch die glykämische Last ist = 0, die mitochondriale Atmungskette kann es nicht verbrennen und somit entstehen auch keine ROS. Selbes gilt für Stevia, am Nähesten zu Zucker kommt eine Erythrit-Stevia Mischung.

xylit-erythrit.jpg
xylit-erythrit.jpg (40.71 KiB) 362 mal betrachtet
xylit-erythrit.jpg
xylit-erythrit.jpg (40.71 KiB) 362 mal betrachtet

http://zuckerersatz-info.de/xylit-oder-erythrit/

Auf Weizenmehl wird verzichtet, dafür wird eine Quark, Nussmehl Kombination genommen. Das lässt sich auch auf Pizzaböden und Flammkuchen übertragen und man kann experimentieren.

Zutaten für 1000 g dunkles Kraftbrot:

Sonnenblumenkerne schrot 50g
Leinsamen gold, schrot 100g
Weizenkleie 100g (Weizenkleie mit max. 18g Kohlenhydrate verwenden)
Eiweißpulver, whey 50g
Kürbiskerne schrot 50g
Chia 50g
Flohsamenmehl 20g
Backpulver 24g
Ei(er), Größe M 6x
Magerquark 500g
Salz 6g

Quark mit den Eiern und Backpulver verrühren
Sonneblumenkern und Leisamen im Mixer schroten
Alle trockenen Zutaten in die Quark-Ei-Masse geben un verrühren
Laib formen oder in Kastenform geben, 15 Minuten ziehen lassen
In dem auf 180°C vorgeheizten Backofen für 40-50 Minuten backen
Auf einem Gitter abkühlen lassen

Das Ergebnis:
IMG_1113s.JPG



Hält sich bei Zimmertemperatur 4 Tage, dann gibt es Schimmel aber im Kühlschrank hält das Brot über 2 Wochen. Trocknet wegen dem hohen Fettanteil und dem Quark nicht aus. Und aus dem Kühschrank kurz aufgetoastet schmeckt es fast wie frisch gebacken.

Man kann die Körner beliebig austauschen, statt Kürbiskerne kann man z.B. mehr Leinsamen nehmen. Nur bei Chia und Flohsamen muss man aufpassen, da diese sehr viel Flüssigkeit ziehen.

Das Grundrezept fand ich hier und hab es etwas angepasst:
https://www.chefkoch.de/rezepte/2689271 ... ernen.html

Die Zutaten findet man alle in Bioqualität im DM. http://www.dm.de

Weizenkleie ist übrigens voller Spurenelemente und Ballaststoffe, ein wahres Superfood. Hat nichts mit Weizenmehl zu tun sondern geht, da es die harte Schale des Weizens ist, mehr in Richtung Nüsse/Samen, hier die Nährwerte zu Weizenkleie, die selbst Kürbiskerne in den Schatten stellen:

https://www.naehrwertrechner.de/naehrwe ... zen+Kleie/


Man kann das Rezept auch wie folgt anpassen, dann hat man helles Brot, für 1000g:

Kokosmehl 150g
mandeln schrot 150g
Eiweißpulver vanille 50g
chia 50g
flohsamenmehl 20g
backpulver 24g
Ei(er), Größe M 6x
Magerquark 500g
salz 6g

Oder noch etwas abgewandelt dann hat man Nusskuchen, für 600g:

3 Eier
50 Sahne/milch
250 Magerquark
75 Kokosmehl
75 Mandelschrot
50 Chia
12 Backpulver
40 Erythrit
25 Vanille protein
10 Zitronensaft

IMG_1108s.JPG


Die Ergebnisse haben 5-6 g Kohlenhydrate auf 100g.
Zuletzt geändert von Krabiwi am 16.10.2018, 14:13, insgesamt 5-mal geändert.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7660

Beitragvon Krabiwi » 11.10.2018, 20:45

Zu empfehlen ist auch der Low Carb Käsekuchen, man lässt einfach den Boden weg und verwendet Erythrit:

Quark 500g
Eier M 4x
Butter 100g
Zitronensaft 5 ml
Erythrit 40g (je nach Bedarf)
Eiweißpulver Vanille 25g

Backofen 160°C vorheizen
Eier aufschlagen
Quark und weiche Butter hinzugeben und verrühren
Restliche Zutaten hinzugeben
Teig muss 30 Minuten ruhen
Springform einfetten
50-60 Min. backen
Ofen ausschalten und Kuchen im Ofen abkühlen lassen


IMG_1071s.JPG


Rezept ursprünglich von hier:
https://www.lecker.de/low-carb-kaesekuc ... 73046.html


Gut geeignet sind auch Omelette und Pfannkuchen. Omelette besteht ohnehin nur aus Eiern und für Pfannkuchen kann man Sahne sowie Mandel- oder Kokosmehl verwenden.

Süßen wie immer mit Erythrit:

IMG_1109s.JPG
Zuletzt geändert von Krabiwi am 13.10.2018, 23:27, insgesamt 2-mal geändert.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7661

Beitragvon Krabiwi » 11.10.2018, 20:58

Empfehlenswert ist der Fruchtaufstrich als Alternative zu Marmelade.

200g Frucht, vorzugsweise Erdbeeren und Waldbeeren, frisch oder aus dem Tiefkühlfach
20g Chia
20g Erythritol (je nach Bedarf)
2ml Zitronensaft

Einfach alles zusammen in den Mixer. Hält sich nur ein paar Tage im Kühlschrank, man kann aber 1000g auf Vorrat machen, den Fruchtaufstrich in 200ml Gläser füllen und einfrieren. Je mehr Chia man nimmt, desto dickflüssiger wird der Aufstrich.

IMG_1096s.JPG


Ursprüngliche Idee:
http://dieimwaldlebt.de/meine-erste-chia-marmelade.html


Mit Chia kann man auch ganz einfach Pudding machen, einfach Chia:Flüssigkeit im Verhältnis 1:6 und dann eine Stunde ziehen lassen. Schmeckt gut in Verbindung mit Protein Whey, aber auch mit Sahne.


Wer Müsli möchte, einfach je nach Belieben Kokos, Mandelraspeln, Chia, Sonnenblumenkerne, Cashews, Erdnüsse oder Wahlnüsse mischen und mit Sahne übergießen. Für die Süße je nach Belieben Erythrit oder auch den Fruchtaufstrich reinmischen.

IMG_1041s.JPG
Zuletzt geändert von Krabiwi am 11.10.2018, 22:01, insgesamt 1-mal geändert.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7664

Beitragvon Krabiwi » 11.10.2018, 21:48

Noch ein Hinweis zu beschichteten Pfannen, Teflon (PTFE) ist ein Fluoropolymer (ja eine Fluorverbindung, es ist wirklich zum verrückt werden) und ich habe die Erfahrung gemacht dass diese Beschichtung sehr empfindlich ist und sich mit der Zeit löst und somit in die Nahrung gelangt.

PTFE ist wahrscheinlich gesundheitsschädlich und verursacht Krebs, bei hohen Temperaturen können sich giftige Dämpfe entwickeln. Eine gute Alternative zu Teflon sind Keramikpfannen.

"PFQA - in Tierversuchen krebserzeugend
Perfluoroctansäure (PFOA) wird nicht nur für die Herstellung von Teflon® beschichtetem Kochgeschirr benötigt. Es ist auch ein Bestandteil von Regenmänteln, Schirmen, anderen fleck- und wasserabweisenden Materialien, sowie von vielen beschichteten Aufbewahrungsbehältern. PFOAist von der US Umweltschutzbehörde (EPA) als eine schwer abbaubare Chemikalie und als "mögliches" Karzinogen eingestuft worden. Wie bereits erwähnt, wurde diese Chemikalie bei 95% der amerikanischen Bevölkerung im Blut nachgewiesen."

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/teflon-ia.html


"Gesundheitsrisiken
Im Zusammenhang mit Teflonpfannen besteht außerdem durch die mögliche Entstehung von krebserregenden Substanzen aus der Beschichtung ein gewisses Risikopotential. Die gesundheitsgefährdenden fluorierten Verbindungen treten ab einer Temperatur von ca. 202 °C auf. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung geht jedoch erst ab einer Pfannentemperatur von 360 °C von einer Konzentration aus, die für den Menschen giftig ist. Um das Erreichen dieser Temperaturen zu vermeiden, wird daher empfohlen, beschichtete Pfannen nicht länger als drei Minuten leer zu erhitzen. Bei Induktionsherdplatten rät das Bundesinstitut für Risikobewertung von der Erhitzung leerer Pfannen ab, da diese so zu schnell kritische Temperaturen erreichen. Diese Empfehlungen beziehen sich nur auf leere Pfannen, weil der Verbraucher beispielsweise beim Erhitzen von Öl ab einer Temperatur von 270 °C durch Rauchentwicklung vor einer Überhitzung der Beschichtung gewarnt wird.[24]

Als Folge des Einatmens von geringen Mengen an PTFE-Dämpfen kann es zum Auftreten von Polymerfieber kommen, größere Mengen wirken tödlich. Vögel reagieren sensibler auf PTFE-Dämpfe: Sie können bereits durch die kleinen PTFE-Partikel verenden, die bei Erhitzung des Materials auf ca. 202 °C entstehen.[24] Kratzer in der Beschichtung werden ebenso wie sich ablösende Beschichtungspartikel als unbedenklich angesehen, da diese in vollem Umfang wieder ausgeschieden werden.[25][26]"

https://de.wikipedia.org/wiki/Polytetrafluorethylen
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7747

Beitragvon Krabiwi » 16.10.2018, 16:38

Noch ein wesentlicher Punkt beim Braten, Grillen und Backen:

S.Heuer hat geschrieben: Bei dem industriell hergestellten Kaffee wird Turbo geröstet bei extrem hohen Temperaturen. Hierbei enstehen div. nicht verträgliche Stoffe.


Das ist ein wichtiger Punkt, auch Kuklinski rät beim Backen und Braten unter 200°C zu bleiben, da bei höheren Temperaturen Fettsäuren und Nitrat oxidieren und mitochondriale Schadstoffe wie Nitrosamin entstehen:

"Seien Sie auch zurückhaltend beim Grillen, Braten und beim
Verzehr von Fettgebackenem oder Frittiertem (Pommes frites,
Fertiggebäck etc.). Denn aus hoch erhitzten Fetten entstehen giftige
Aldehyde, Alkanale oder Alkenale, die das Schutzsystem unseres
Körpers schnell überfordern können. Und dann geht es Proteinen und
Mt an den Kragen!"


Wichtig ist es außerdem auf den Rauchpunkt von Ölen und Fetten zu achten, bei schonendem Braten von max 160 °C ist man auf der sicheren Seite.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7961

Beitragvon Krabiwi » 26.10.2018, 21:49

Low Carb Pizza geht auch einwandfrei. Ursprüngliches Rezept von https://www.chefkoch.de/rezepte/2814751 ... rolle.html

Zutaten

Boden:
3 Eier
250g Quark
100g Reibkäse
50g Chia schrot


Topping nach belieben:
200ml Tomatensauce
100g Reibkäse
50g Salami


Chia im Mixer schroten, Eier und Quark verrühren
Ofen auf 180°C vorheizen
Teig mit Spatel auf Blech und Backpapier verteilen
Boden 180°C für 20 min backen
Boden nach belieben belegen
30 min fertig backen

IMG_1146.JPG
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
Maximus
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 979
Registriert: 10.06.2017, 22:55

Re: Therapeutische Ernährung

#7962

Beitragvon Maximus » 26.10.2018, 21:55

Hallo Krabiwi,

sieht echt lecker aus, da bekomme ich Hunger.

Gruß
Maximus

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Therapeutische Ernährung

#7965

Beitragvon Krabiwi » 27.10.2018, 00:55

Hi Maximus,

kann die Pizza nur empfehlen, muss sie aber nächstes Mal etwas mehr belegen.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.


Zurück zu „Erste Hilfe“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste