Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

Glühwürmchen
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6827

Beitragvon Glühwürmchen » 23.08.2018, 15:22

Hallo Zusammen,
Schorsch hat oben geschrieben:
Zumindest aber ist es jedem möglich deutliche Lebensqualität bei Beachtung gewisser Aspekte zurückzugewinnen. Das ist meiner Meinung nach eher eine absolute reale Aussage mit der man motivationserzeugend rangehen sollte.


Das entspricht auch meinen Beobachtungen aus früheren FQ-Gruppen.

Mein Ansatz war/ist, dass ich schaue, welche Fähigkeiten/Möglichkeiten noch vorhanden sind. Anstatt traurig zu sein, was ich alles nicht kann, weitet sich mein Blick und oft habe ich Dinge gefunden, die ich noch machen konnte. Manchmal konnte ich allerdings auch nur noch ins Bett gehen. Dann war das halt so.
Die Symptome nehmen mal mehr mal weniger Platz in meinem Leben ein. Den Raum, der noch frei bleibt, den versuche ich so gut es geht zu füllen.

Liebe Grüße
Glühwürmchen



Karlken
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6828

Beitragvon Karlken » 23.08.2018, 16:35

Hallo Levoflox26
Hallo Schorsch
Hallo Glühwürmchen
Hallo Floxi

Danke für eure kritischen Rückmeldungen.Extra Dank an Levoflox26 für die Google-Übersetzer Alternative.
Werde sie demnächst ausprobieren.

Leider habt ihr in vielen Punkten zu unser aller Leid recht.
Meine Intension war es lediglich Frischgefloxten aufzuzeigen daß das Leben nicht zwingend vorbei ist.


Mit freundlichen Grüßen
Karlken

Glühwürmchen
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6829

Beitragvon Glühwürmchen » 23.08.2018, 17:52

Hallo Karlken,
ich denke, da wir alle sehr verschieden sind, brauchen wir auch ganz verschiedene Ansätze, wie wir mit dieser Situation umgehen. Ich denke, dass hier in diesem Pfad für jeden etwas ist. Deshalb war Deine Arbeit auch wichtig.
Liebe Grüße
Glühwürmchen

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6830

Beitragvon Levoflox26 » 23.08.2018, 17:53

Hallo zusammen,

Meine Intension war es lediglich Frischgefloxten aufzuzeigen daß das Leben nicht zwingend vorbei ist.


Karlken, das ist auch gut so und ich finde es prima, dass du dir die Mühe mit den Übersetzungen machst. :handgestures-thumbupleft:
LG

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7254

Beitragvon Krabiwi » 16.09.2018, 21:18

Hallo zusammen,

Levofloxacin wird in den USA als Levaquin vermarktet, Amy Nichols litt z.B. unter Levaquin-Toxizität und kam mittels äußerst konsequenter Selbstherapie sehr gut aus der Geschichte innerhalb von 8 Monaten raus.

Welche FC-Derivat nun das toxischere ist darüber lässt sich streiten, jeder glaubt natürlich, dass seines giftiger ist als das der anderen.

Levo zersägt die AS, aber auch bzgl. Cipro gibt es Fälle wo die AS chronisch zerstört wurde. Bzgl. Moxifloxacin kenne ich keinen Fall, aber es wird auch weit weniger verschrieben als die anderen beiden, ich kenne mit meinem insgesamt nur 4 Erfahrungsberichte mit Moxifloxacin, darunter auch der klinische Fachartikel in dem die Geschädigte über 3 Jahre beinträchtig war.

Fakt ist, dass Cipro mit 3 Stunden, Levo mit 6 Stunden und Moxi mit 12 Stunden die längste Halbwertszeit besitzt, da Moxi generell nicht durch CYP450 entgiftet werden kann.

Der Aufbau der Seitengruppen spielt für die biochemische Reaktion eine große Rolle, aber hier wird es chemisch äußerst komplex und ohne die umfangreichen Forschungsunterlagen der Pharmakonzerne wird man hier im Detail nichts einschätzen können.

Z.B. bei Gatifloxacin und Travofloxacin landeten bis zu 5% der Patienten direkt im Jenseits, es kommt maßgeblich auf den Aufbau der Seitengruppen an.

Dr. Pieper verweist auf folgende Studie mit der Seitengruppe in Position 7:

"Die Toxizität dieser Nebenwirkung korreliert offenbar
mit den Methyl-Piperidinyl-Seitengruppen in Position
7, sodaß diesbezüglich Ofloxacin und Levofloxacin ein
höheres Risiko haben als beispielsweise Ciprofloxacin [12]"

Dr. med. Pieper, OM Ausgabe 163 6/2018

[12] Kaleagasioglu F et al., Review: Fluoroquinolone-Induced
Tendinopathy: Etiolgy and Preventive Measures, Tohoku J.
Exp. Med. 2012,226
https://www.jstage.jst.go.jp/article/tj ... 4_251/_pdf



"Was ich aber anders sehe: viele FQ Geschädigte berichten von einer vollständigen Heilung. Einige bezeichnen ihren Gesundheitszustand nach Genesung postflox besser als präflox. "

Hallo Floxi,

definitiv kommt das vor, nichtzuletzt weil man sich zwangsweise zum Heilpraktiker, wenn nicht gar mitochondrialen Mediziner, fortbilden muss und diese Erkenntnisse auch postflox nutzt um möglichst gesund zu leben.

Um jedem gerecht zu werden sei auch hier nochmal erwähnt, dass manche keine Wahl hatten da die initialen Schäden zu groß waren oder sich über die Monate über den oxidativen Zellstress potenziert haben.

Ich für meinen Teil habe z.B. entschieden mich nur noch ketogen zu ernähren, die paar Süßigkeiten wie Eiscreme, Pfannkuchen, Müsli, Kuchen und Waffeln mache ich mir selbst mit Mandel-Kokosmehl sowie Erythrol/Stevia. Selbst Nussbrot back ich mir nun selbst. Bei den Ballaststoffen in Form von Kernen, Leinsamen und Flohsamenmehl betreibt man eine stetige Darmkur.

Ketogene Ernährung ist antioxidative Ernährung, Kohlendryate werden im Darm in Glukose aufgespalten sind also im Prinzip, wenn auch etwas komplexer Zucker und somit Mitochondriengifte da diese die Menge an freien Radikalen und somit oxidativen Zellschäden fördern.


" Auch ich habe sofort alles probiert und sehr konsequent umgesetzt, was ich auch heute noch ganz diszipliniert mache. Allerdings war der Erfolg nur auf manche Symptome begrenzt und macht eben bis heute 3 J Postflox auch nicht alles wett. Ich ging damals schon sehr fundiert vor, nahm z.B. im ersten Jahr schon neben den Basis-NEM, Mag, Vit D etc. auch MitoQ und viele andere symptomatisch passende NEM konsequent und richtig täglich, zudem absolute Ernährungsoptimierung und Zucker, Alkohol-, Kaffeeverzicht."

Hallo Schorsch, das folgende soll kein Vorwurf sein und auch keine Klugscheißerei sondern um die Sache ganz realistisch und objektiv zu betrachten, damit jeder Lehren daraus ziehen kann um Fehler zu vermeiden.

Man muss bei Dir daraufhinweisen, dass Deine NEM-Strategie äußerst solide war aber bzgl. Ernährung (zumindest später als die Symptome sich besserten) massive Fehler gemacht wurden und sehr wahrscheinlich mitunter zum Schub führten.

Du erwähntest dass Du wieder Limonade und Cocktails getrunken hattest, von den Schrimps ganz zu schweigen. Man kann daraus schließen, dass du dich bzgl. Ernährung wieder gehen ließt als es dir besser ging. Ein schwerer Fehler wie wir wissen, da selbst bei nachlassenden Symptomen die Mitochondriopathie nach wie vor vorhanden ist. Das solltest du erwähnen, denn ansonsten klingt es als hättest du die perfekte Selbsttherapie gefahren und trotzdem einen starken Rückfall bekommen, das stimmt so aber nicht. Kohlenhydrate sind im Prinzip Zucker, laut Kuklinski u.a. oxidative Ernährung und somit unter Flox kontraindiziert. Mit kohlenhydratreicher Ernährung bringen die besten NEM nichts. Das kann man gar nicht oft genug betonen.

Diese Aussage von Kuklinski muss jeder Gefloxte verinnerlichen, damit er auch vorsichtig bleibt sobald er symptomatisch (angeblich) aus dem gröbsten draußen ist:

"Mt besitzen eigenes genetisches Material (ringförmige DNA), das
frei und ungeschützt in der Mt-Matrix liegt. Damit ist es sehr anfällig für
Schäden. Gleichzeitig ist die Reparaturkapazität der Mt gering.
Mutationen treten deshalb sehr häufig auf. Jedes Mt-Genom liegt in
mehreren Kopien vor. Sind einige Kopien geschädigt, kann das durch
die anderen Kopien ausgeglichen werden. 20 % Schädigung sind so
kompensierbar. Bei 40 % spüren Betroffene eine Abnahme der
Belastbarkeit, der Alkoholtoleranz, evtl. eine unerklärbare
Gewichtszunahme u. a. Symptome. Sie leben gefährlich und wissen
es nicht: Weitere Belastungen ihrer Mt, wie z. B. Psychostress,
Infektionen, Impfungen, Medikamenteneinnahmen u. a. können sie in
die Knie zwingen, denn bei 60 % Schädigung der Mt-DNA-Kopien ist
ein Schwellenwert erreicht, der zu massiven Krankheiten führt, z. B.
das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS)."

Sobald es einem post flox besser geht und die Symptome schwinden heißt das lediglich, dass man aus dem roten Bereich 50-60% beschädigte mDNA wieder in den gelben Bereich unter 40% gelangt ist. Man ist daher noch lange nicht aus dem Schneider sondern stets hoch gefährdet.

Denn bei oxidativer Ernährung schießen sich die Mitos mit freien Radikalen direkt wieder ihre mDNA gegenseitig über die 50%-Schwelle hinaus kaputt und die Geschichte u.U. eine Kettenreaktion mit Teufelskreisen beginnt von vorne.

Ich hatte z.B. 14 Tage nach der letzten Tablette eine kleine Zuckerwaffel von 50g gegessen, ich bekam direkt einen Schub und spürte wie es in meinem linken Waden massiv krippelte und sich mein allgemeiner Zustand verschlechterte, ein Warnschuss der mich massivst das fürchten lehrte. Kaputte Mitos und Kohlenhydrate sind eine toxische Kombination, egal ob man gefloxt ist oder die Mitochondiopathie vom langjährigen Zuckerkonsum hat.

Die primäre Rolle und das Fundament der Mito-Therapie ist die antioxidative low carb Ernährung und Vermeidung von Umweltgiften und zwar langfristig, ganz wie auch Kuklinski das empfiehlt und praktiziert.


Im Forum hatte ich gelesen, dass eine nach einer großen Portion Eis einen Rückfall erlitt.

Und ich würde wetten, dass selbst diejenigen die wieder nach Jahren einen Rückfall erleiden, sich wieder viel zu kohlenhydratreich ernährten, eben weil man diese Gefahr unterschätzt.


". Ich glaube auch viele meinen nur, sie wären geheilt und haben unterschwellig, indirekt weiter dran zu knabbern."

Völlig korrekt bei einer Mitochondriopathie, man ist erst draußen wenn man die beschädigte mDNA wieder auf unter 10% bekommt, falls das überhaupt möglich ist. Falls ja dann ist das ein langjähriger wenn nicht gar lebenslanger Prozess, da man sich die Mitos auch ohne FCs zerlegt wenn man viele leichte Kohlenhydrate isst und viele Medikamente nimmt.

Sobald die Syptome verschwunden sind ist man nicht draußen, es beginnt lediglich ein neues Flox-Kapitel, eine subakute Phase in der sich entscheidet ob man einen Rückfall erleidet oder nicht. Das Kapitel endet erst wenn die beschädigte mDNA tief im grünen Bereich liegt, wenn überhaupt.

Wann kann man mit Gewissheit die Mitos sind wieder in Ordnung und man ist aus der subakuten Phase draußen? Exakt kann man das gar nicht sagen, das ist das Problem. Es ist ohnehin ein fließender Prozess auch ohne Flox gehen die meisten Menschen mit ihrem hohen Zuckerkonsum ab einem gewissen Punkt ebenfalls in eine subakute Phase der Mitochondiopathie über.

Mit low carb Ernährung entfällt die schwierige und risikoreiche Entscheidung wann womöglich Schluss mit der Therapie ist. Die Therapie endet nie, man kann sie aber so gestalten dass man sie nicht als Therapie empfindet, es ist lediglich eine Umstellung weg von der schulmedizinisch gepredigten KH-Ernährung hin zur antioxidativen Ernährung.

Kohlenhydrate lassen sich einfach ersetzen. Selbst Zucker kann man durch Erythritol und Stevia ersetzen. Womöglich genügt es später auch bereits einfach nur Zucker und Weizen zu streichen und auf Vollkorn zurückzugreifen.

Der Grund warum Rübenzucker und Weizenmehl überall massig drin steckt ist ganz einfach, es ist billig in der Produktion.

Viele Grüße
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7255

Beitragvon Krabiwi » 16.09.2018, 21:32

Hallo Karlken,

das ist immer eine Gratwanderung es allen recht zu machen, es gibt viele chronisch Schwerstgeschädigte und eben auch die Akutgefloxten, die die Kurve kriegen bevor die Mitochondiopathie voranschreitet.

Je nachdem zu welcher Gruppe man gehört sieht man das aus einer anderen Perspektive, bei einigen ist der Zug bereits abgefahren (obwohl auch hier sicherlich noch Linderung bzw. Vermeidung von weiteren oxidativen Schäden möglich ist), während der akute lösungsorientiert und teils verzweifelt seinen individuellen Therapienansatz bastelt um möglichst schnell zu genesen.

Ich hatte ursprünglich die Idee alle Erfahrungsberichte, locker über 100, die es im Netz, vor allem auf FH gibt, systematisch in einer Tabelle zu kategorisieren. Werde ich nicht mehr durchführen, da mir das Ergebnis und die daraus ableitbaren Therapieansätze ohnehin bewusst sind und es mir keinen Mehrwert mehr bringt. Aber interessant wäre es trotzdem um mal eine Übersicht zu schaffen. Eine solche Tabelle könnte folgende Kategorien haben:

[Geschlecht], [Altersspanne <30; <40 etc], [FC-Derivat], [Tage x Dosis in mg], [FC-Vorbelastung], [Reaktion direkt/verzögert], [Symptome initial], [Zeitpunkt Therapiebeginn Woche/Monat/Jahr], [Ernährung], [NEM], [IV-Therapie], [Genesungszeit akut], [Schübe], [Quelle - Link]

Wäre eventuell etwas für Dich, da Du offensichtlich eine Präferenz für Excel und große Datenmengen hast. ;)

Jede Kategorie könnte man stichpunktartig ausfüllen, bei fehlender Information mit [?] kennzeichnen.

Ich kann vermutlich jetzt schon sagen was dabei herauskommt, diejenigen die schleunigst, dauerhaft und konsequent auf low carb mit NEM umstiegen hatten die besten und nachhaltigsten Genesungsverläufe.

Selbst wenn man sich täglich 1 kg buntes Gemüse (ohne Kartoffeln, Mais etc) reinschaufelt nimmt man lediglich rund 400 kcal zu sich, fastet quasi und der Körper muss auf Ketonkörper umsteigen.


Viele Grüße
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7261

Beitragvon Schorsch » 16.09.2018, 22:04

Hallo krabiwi,

ich finde es interessant wie du gewisse Aspekte einfach mal so mutmaßt und sie für dich und deine Weltsicht von Flox ohne weitere Hintergrundinfo als plattes Argument nutzt. Das soll keine Diskussion auslösen ich finde es aber unangebracht.

"Du erwähntest dass Du wieder Limonade und Cocktails getrunken hattest, von den Shrimps ganz zu schweigen".,

JA ganz richtig an einem einzigen Tag ca. 12 Monate Postflox: Unserem Betriebsfest. Da hatte ich ohne nachzudenken Alkoholfreie Cocktails getrunken, vermutlich mit viel Zuckersirup auch hatte ich da 1-2 Graneelenspieße vom Grill. Glaub mir bei meiner NEM und meiner Floxstrategie, Ernährung war und bin ich mit allem sehr, sehr konsequent und auch heute noch bestrebt mich stetig weiter zu optimieren. Klar habe ich auch nicht alles perfekt gemacht, das werde ich ggf. auch nie, man lernt ja nie aus. Später weiß man auch immer mehr und nebenbei leben wir zudem täglich. D.h. wir machen mal Fehler oder bewusst auch die ein oder andere Fehlentscheidung. Du solltest mal deine eigenen Erfahrungen und deinen eigenen Flox-Status vergessen und mit richtig kaputt Gefloxten erwerbsgeminderten persönlich in Kontakt treten, anstelle nur Theorie und Studienanalysen. Dann würdest du etwas differenziertere zurückhaltendere Behauptungen aufstellen. Das NEM + Antioxidative Therapie die Mitos und somit auch dem multisymptomatischen Krankheitsbild Flox helfen zweifelt keiner an, ich sicherlich am wenigsten. Aber ich kenne genug Floxis, die das nicht wieder zum vorherigen Leben zurückbringt. Die dann so darzustellen als würden sie es nicht richtig machen oder zu behaupten Sie hätten es von Anfang an nicht richtig gemacht ist falsch und klingt absolut arrogant.


Hoffnung zur Besserung besteht bei jedem Fall zu einem gewissen Maß, weshalb auch keiner gleich verzweifeln und anstelle eher allumfassend tiefgründig im Bezug auf die Mitochondrialtherapie aktiv werden sollte. Wie weit jedoch die Floxschäden und die Individuelle Last eines einzelnen durch gewisse Stoffwechseloptimierungen verbessert werden können, liegt an zig Effekten die man nie beurteilen kann.
Stell dir doch mal vor, das du gerade schön an der Schwelle bist trügerisch Symptomfrei quasi im gelben Mito DNA Bereich. Dann fängst dir was neues an Krankheit ein oder du bist meltal belastet weil dein Kind krank ist, was dein Mitospiegel wieder enorm nach unten reaktiviert. Das musst nicht mal merken kann auch alles unterschwellig umweltbedingt ablaufen, das nennt sich Leben. Auch steht bei Michalak in den Studien selbst drin Nerven- und Muskelzellen können teils nicht mehr 1:1 heilen aufgrund der geringen Zellteilungsrate...Es kommt auf soviel an zudem Alter / Vor- Nacherkrankungen / Tägliche Umweltfaktoren man kann im Leben nie alles beeinflussen. Ich möchte + empfehle genau wie du, das jeder Flox gleich mal eine konsequente NEM und richtige Verhaltensstrategie umsetzt unsere Empfehlungen sind da schon sehr tiefgründig und ausgereift. Leider werden die wenigsten das so umfangreich und konsequent tun, es sei denn sie sind aufgrund ihrer Situation gezwungen dazu. Allerdings erst später merkt man wo man wirklich steht meist erst nach 12 - 24 Monaten später. Alle die vorher schon was sagen und hier kundtun sind für mich erfahrungsgemäß unseriös oder nicht so massiv betroffen. Vorher kann nämlich immer noch einer oben drauf kommen (ich würde hier von Floxbedingter Karenzzeit sprechen). Ich kenne in den FB Gruppen genug die haben etwa nach 12 Monaten wie ich einen Rückfall gehabt. Ich vermute das es bei mir das Betriebsfest war, da hier Abweichungen zum sonstigen Verhalten bei mir waren. Aber ich weiß das nicht das ging ja nicht schlagartig, sondern hatte sich dann durch verminderte Steh- / Gehfähigkeit mit erneutem Gehilfenzwang mit Krücken wieder aufgeschauckelt. Auch hatte ich damals Angst als Verstärker weil es nach 12 Monaten nochmal so aus heitererem Himmel schlagartig rückwärts ging. Meine A-Sehnen waren damals zu dem Zeitpunkt schön dick geschwollen. Als ich dann eine Therapie in einem Rehazentrum machte setzte ich erstmals erfolgreich Stoßwelle ganz gering dosiert ein. Das half zumindest langsam die Schwellungen abzubauen und so das ich wieder ohne Krücken laufen konnte. Trotzdem ich habe heute nach 3 Jahren insbesondere noch bei den A-Sehnen massive Einschränkungen im Alltag. Natürlich gibt's auch noch weitere Symptome bei mir und auch geringfügig belastungsabhängige Schübe. Nix ist wie vorher auch nach 3 Jahren und einem strikt geänderten Lebenswandel. Ich behaupte mal selbst die meisten Krebspatienten machen nicht soviel Aufwand wie ich um Vorwärts zu kommen.

Gruß Schorsch

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7276

Beitragvon Rosanna Garten » 17.09.2018, 21:16

:text-goodpost:
Danke Schorsch.

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7434

Beitragvon Krabiwi » 29.09.2018, 20:00

Hallo Schorsch,

"ich finde es interessant wie du gewisse Aspekte einfach mal so mutmaßt"

Welche Aspekte mutmaße ich, bitte nennen damit ich auf diese Aspekte en Detail eingehen kann.

"und sie für dich und deine Weltsicht von Flox ohne"

Welche Weltsicht? Alle meine Ansichten sind theoretisch und empirisch soweit wie möglich fundiert, außerdem sind wir uns großteils einig.

"JA ganz richtig an einem einzigen Tag ca. 12 Monate Postflox: Unserem Betriebsfest. "

Schorsch, ich weiss dass du das konsequent durchgezogen hast und dass es dich initial sehr schwer erwischt hat. Aber der obige Satz zeigt dass du das Thema Zucker immer noch unterschätzt. Ja "ein einziger Tag" genügt völlig um die antioxidative Zellkapazität aufzubrauchen.
Glucose erzeugt oxidativen Zellstress, daher reicht ein Tag mit einer einzigen Zuckerbombe u.U. völlig aus, dass die Antioxidantien in den ganzen geschwächten Floxzellen aufgebraucht werden und sich die Mitos ihre mDNA wieder gegenseitig zu Klump schießen. Genau wie "ein einziger" Tag Ausdauersport genügt oder eine einzige Tablette FC's an "einem einzigen" Tag.

Ich will dich auch nicht belehren, denn das weißt du selbst, ich finde es aber kontraproduktive die Gefahr des Zuckers zu verharmlosen, ja NUR ein Tag, ja nur eine Zuckerbombe können u.U. völlig genügen um einen Rückfall zu verursachen, eben weil Zucker genau wie Sport und FC's den oxidativen Zellstress erhöht.

"Dann würdest du etwas differenziertere zurückhaltendere Behauptungen aufstellen. "

Dann sag mir bitte wovon die Schübe kommen wenn nicht von oxidativem Stress aufgrund von Glucose, Sport, Überlastung oder Medikamenten/Umweltgiften. Was ist die große ominöse Unbekannte die ich nicht sehe und die zwischen Monat 9-12 oder später wie ein Zeitzünder zwangsläufig zum Rückfall führt?

""Du solltest mal deine eigenen Erfahrungen und deinen eigenen Flox-Status vergessen und mit richtig kaputt Gefloxten erwerbsgeminderten persönlich in Kontakt treten, anstelle nur Theorie und Studienanalysen."

Ich will gar nicht wissen wie viele Gefloxte sich täglich mit Reis, Nudeln, Weißbrot, Weizenprodukte, Kartoffeln und Süßspeisen vollstopfen und sich wundern dass es nicht besser sondern schlechter wird. Ich würde wetten dass viele massive Fehler machen. Der eine isst seine 200g Weißbrot täglich weil er sich denkt, das kann nicht schlimm sein, ist ja "nur" Weißbrot oder "nur" eine Zuckerschnecke, ach "nur" der eine Donut, oder "nur" die zwei Bananen oder "nur" die halbe Tafel Schokolade oder das "Müsli ist doch so gesund" obwohl die meisten Müsli einen Zuckeranteil von 20-40% haben und damit pures Mitogift sind. Oder "nur" die eine Portion Eiscreme oder Torte, wenn die antioxidativen Schutzsysteme wieder stark genug sind kann man es sicherlich verkraften, aber man weiße es vorher nicht und falls nicht riskiert man einen starken Rückfall der einem um Monate oder gar Jahre zurückwirft. Das muss man sich ins Bewusstsein rufen und darf man nicht unterschätzen.

Die floxinduzierte Mitochondriopathie ist keine Konstante die sich ausschließlich in den ersten paar Tagen entscheidet sondern verläuft dynamisch. Z.B. wenn ich mir ab heute jeden Tag einen Liter Cola gönnen würde, würde ich mir meine Mitos wieder selbst zerlegen als wie wenn ich mir nochmal eine Avelox einwerfen würde.

"Aber ich kenne genug Floxis, die das nicht wieder zum vorherigen Leben zurückbringt."

Klar kann es initial sehr schwere und damit irreversible Organschäden geben das haben wir ja nun oft durchgekaut, aber selbst dann ist eine antioxidative Therapie sinnvoll um die Mito-Schäden nicht noch weiter zu verschlimmern.


" Die dann so darzustellen als würden sie es nicht richtig machen oder zu behaupten Sie hätten es von Anfang an nicht richtig gemacht ist falsch und klingt absolut arrogant."

Schorsch, war die einmalige Zuckerbombe auf der Feier nun ein Fehler oder nicht? Eben, da gibt es nichts zu diskutieren.
Niemand wird gerne auf eigene Fehler hingewiesen aber gerade deswegen werden die Fehler dann wiederholt. Du hast zu 99% alles richtig gemacht, 1% Nachlässigkeit und Bumm. Das zeigt doch nur abermals wie pervers die FC-Pathogenese ist und wie wichtig daher absolute und langfristige Disziplin ist.

Wenn meine fundierten Ratschläge von dir als Arroganz gewertet werden werde ich dies künftig unterlassen und mein Engagement einstellen, ich mache das hier ehrenamtlich und aus freien Stücken während ich mir als Naturheilpraktiker eine goldene Nase verdienen könnte.

Es ist wichtig die individuellen Therapieansätze der Betroffenen zu analysieren und mögliche Schwachstellen oder gar Fehler aufzuzeigen. Dass selbst Experten wie du Fehler gemacht haben zeigt ja wie schwierig eine solide Therapie ist, was glaubst du wie viele Fehler einer macht der nur ein Bruchteil deiner Kompetenz hat? Eben.

Wie gesagt es geht hier um die Sache, wenn du Hilfesuchenden vermitteln möchtest dass "nur" einmalige Zuckerbomben an einem einzigen Tag kein Problem sei, gefährdest du diese.


"Stell dir doch mal vor, das du gerade schön an der Schwelle bist trügerisch Symptomfrei quasi im gelben Mito DNA Bereich. Dann fängst dir was neues an Krankheit ein oder du bist meltal belastet weil dein Kind krank ist, was dein Mitospiegel wieder enorm nach unten reaktiviert."

Klar, aber Krankheit und Schicksalsschläge sind höhere Gewalt auf die man kaum Einfluss hat. Ernährungsfehler dagegen sind vermeidbar.


" Auch steht bei Michalak in den Studien selbst drin Nerven- und Muskelzellen können teils nicht mehr 1:1 heilen "".Es kommt auf soviel an zudem Alter / Vor- Nacherkrankungen / Tägliche Umweltfaktoren man kann im Leben nie alles beeinflussen."

Schorsch, wem erzählst du das. Nicht nur teils, eine Nerven-/Muskelzelle die in die Apoptose geht ist auf Lebenszeit verloren, bzgl. dem Muskelschwund haben wir wohl Glück, dass der Körper erst die Muskelfasern ausdünnt um die eigentlichen Myozyten zu entlasten und am Leben zu halten. Ohne bleibende Schäden kommt keiner raus, die Frage ist lediglich wie groß und spürbar diese Schäden am Ende sind.

"Allerdings erst später merkt man wo man wirklich steht meist erst nach 12 - 24 Monaten später. "

Das sehe ich aufgrund der Empirik anders, alles aber auch wirklich alles deutet daraufhin, dass diese verschlechternden Schübe eine Folge von oxidativem Stress sind und zwar immer wieder aus den üblichen Gründen:

1. oxidative kohlenhydratreiche Ernährung, insbesondere Zucker
2. sportliche Überlastung
3. Medikamente, Umweltgifte und Re-Flox
4. allgemeiner Arbeits- und Alltagsstress sowie Überlastung

Floxi hatte nun leider jüngst ebenfalls einen Schub mit neuen Symptomen im Bereich Muskeln und Sehnen, auch hier bei genauerer Betrachtung Therapiefehler bzgl. Ernährung und Überlastung.

"Ich kenne in den FB Gruppen genug die haben etwa nach 12 Monaten wie ich einen Rückfall gehabt."

Ich vermute dass Nachlässigkeit wegen nachlassenden Beschwerden eine wesentliche Rolle spielen, ich merke das bei mir gerade selbst, man vergisst bzw. verdrängt sehr schnell dass man quasi halbtot im Rollstuhl saß. Da wird dann wieder Sport getrieben, Zucker gegessen und ein ganztägiger Stadtbummel gemacht. Seit August klappt es bei mir wieder auch mit Sex, könnte ein Fehler sein, wer weiß.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7435

Beitragvon Levoflox26 » 29.09.2018, 20:23

Hallo Krabiwi,
ich möchte dich etwas fragen, aus reinem Allgemeininteresse. Die Menschheit ernährt sich seit Jahrhunderten von Kohlenhydraten, zeitweise sogar unterstützt durch die DGE oder der amerikanischen Gesundheitsbehörden, mit ihren Low Fat Kampagnen. Kohlenhydrate einzusparen kam ja eigentlich erst durch Strunz, Atkins und Co. ins Gespräch, um auf diese Weise abzunehmen. Dann berichteten auch die ersten Ärzte von den Vorteilen einer KH armen/freien Ernährung und holten das böse, böse Fett aus der dunklen Ecke, in die man es zuvor abgeschoben hatte. Was ich fragen möchte: wie sieht es denn mit den Menschen aus, die keinen Flox Schaden haben. KLar, Übergewicht und weitere Zivilisationskrankheiten, sind gewiss eine Auswirkung zu vieler KH. Aber es gibt ja trotzdem auch vollkommen gesunde, normal gewichtige Menschen die nicht auf Zucker und Weißmehl verzichten. Sind deren Mitos ebenso geschädigt wie unsere? Weißt du das? Würde mich interessieren.
Merci.
Liebe Grüße

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7437

Beitragvon Krabiwi » 29.09.2018, 20:55

Hallo Levoflox,

ja der Mensch ernährt sich eben erst seit ein paar Jahrhunderten, also mit beginn der Landwirtschaft, von Kohlenhydraten. Während der ganzen millionenjährigen Evolution davor konnte er das gar nicht.


" zeitweise sogar unterstützt durch die DGE oder der amerikanischen Gesundheitsbehörden, mit ihren Low Fat Kampagnen. "
Meines Wissens basiert dieser "KH sind die wichtigste Energieform" auf einer systematisch grob fehlerhaften Studie die gerade die letzten Jahre immer mehr zerpflückt wird.

Es ist ja auch logisch, wann konnte der Mensch vor der Landwirtschaft groß KH essen? Außer Obst im Sommer war da nicht viel mit Kohlenhydraten. Lagern ließ sich Obst im Gegensatz zu Nüssen und Samen für die kalte Jahreszeit auch nicht, ketogene Ernährung ließ sich somit im Herbst und Winter gar nicht vermeiden.

" wie sieht es denn mit den Menschen aus, die keinen Flox Schaden haben. Klar, Übergewicht und weitere Zivilisationskrankheiten, sind gewiss eine Auswirkung zu vieler KH. Aber es gibt ja trotzdem auch vollkommen gesunde, normal gewichtige Menschen die nicht auf Zucker und Weißmehl verzichten. "

Die Dosis macht das Gift, KH und Zucker in Maßen sind kein Problem solange die individuellen antioxidativen Kapazitäten der Enzyme SOD, KAT und GPx ausreichen. Die Empfehlung der WHO liegt bei max. 30 g Zucker pro Tag, das entspricht einem 100g Stück Kuchen oder 300ml Cola, ist also sehr schnell erreicht.

Die Empfehlung greift aber zu kurz, da Kohlenhydrate generell aus Glucose bestehen und Weizenmehl einen Glyx von 85 hat, also nicht viel weniger als Glucose mit 100.

"Sind deren Mitos ebenso geschädigt wie unsere? Weißt du das? Würde mich interessieren."

Hoher Kohlenhydratkonsum schädigt sukzessive die Mitochondrien und führt daher je nach Dosis und antioxidativer Kapazität früher oder später zu sekundären Mitochondriopathien. Dies kann durchaus zu einer chronischen Müdigkeitssyndrom und anderen Floxsymptomen führen. Kuklinski führt die ganzen Symptome auf und diese sind meist eine Folge von hohem KH-Konsum.

Somit ist auch (noch) gesunden Menschen zu empfehlen KH, vor allem Zucker zu reduzieren bevor sie davon krank werden, gerade mit steigendem Alter wenn die antioxidative Kapazität abnimmt.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7444

Beitragvon Kisser » 30.09.2018, 11:47

@Krabiwi:

Hallo Krabiwi, bzgl. ketogener bzw. Kohlenhydratarmer Ernährung hätte ich eine Frage.
Bin jetzt in der 11.Woche postflox und mir geht es aktuell recht gut... einzig die Muskeln sind noch weg und ich habe wenig Kraft in Beinen und Armen.
Kann ich, wenn es mir besser geht wieder mehr KH essen, wenn ich einen Tag in der Woche z.B. komplett faste oder täglich 8:16 faste?

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat die ketogene Ernährung in der Hauptsache etwas mit der Mitochondriopathie zu tun..
Meine Energie ist mittlerweile wieder da und ich kann meinen Alltag problemlos bewältigen.

Über einen Tipp würde ich mich freuen- Danke!

Gruss
Kisser
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7583

Beitragvon Schorsch » 08.10.2018, 20:05

Hey Krabiwi,

du nervst mich mit deinen stetigen Unterstellungen. Ich verharmlose weder Zucker noch sonst was und sehe auch in keiner Weise das ich hier irgendwem erzähle das er ruhig Zucker futtern kann + sollte. Gerade Neugefloxten nicht, wenn du dir das Flox 1x1 anschaust, wird es dir ggf. auch klar. Ich habe es auch satt alles sinnlos mit dir hier öffentlich zu diskutieren, nicht weil ich deine Argumente scheue. Nein, weil ich es schon mehrfach als sinnlos hin und her getipsel und aneinander vorbei diskutiere bemerkt habe.

Du bekommst es nicht mal hin mit mir zu telefonieren und einen richtigen Austausch an Infos zu schaffen aber kannst einem hier aufwendig viel Worte im Mund rum drehen und dich analytisch austoben. Nutz doch besser mal deinen Scharfsinn und lass uns gemeinsam ein offizielles Schreiben formulieren, was die Entscheidungen des PRAC die FC absolut weiter verharmlosen wachrüttelt. Hier ist derzeit sinnvolle Arbeit zu leisten. Wir können uns es nicht erlauben, wie in den diversen FB-Gruppen uns nur mit unseren Theorien und Zankereien intern zu beschäftigen, während big Pharma uns schön weiter zumüllt.
Ich will daher gar nicht weiter Energie und Zeit verschwenden, ich habe gesagt was ich denke und damit langt es nun auch. Übriegens kann ich seit Monaten schon wieder ordentlich Zucker futtern ohne ein Rückfall zu haben. Mache das halt trotzdem nicht und fahre mein Konzept aber wie passt das denn in deine Theorie ?

Mein Probleme des Bewegungsapparates sind dauerhaft und einfach nur stagnierend vorhanden. Meine LWS wird aufgrund der geringen Bewegungsoptionen und Belastbarkeit ein stetig größer werdendes Problem für mich. Ich denke darüber nach im neuen Jahr meine Arbeitszeit privat zu reduzieren, um mich noch forcierter auf meine Gesundheit zu konzentrieren. Das viele sitzen ist Gift für mich und den Rücken, obwohl ich hier Igelball und Faszienrolle sowie alles was geht gescheit auch im Büro einsetze. Das ganze existiert 3 Jahre später Postflox trotz aller Strategien. Die NEM und Verhaltens + Ernährungsregeln helfen deutlich aber es reicht mir nicht. Ich sehe die sekundäre Mitopathie ebenso wie du und du hast auch 100 % Recht mit deinen Postings.

Dein Vorschlag mit der Verweisung zu den lokalen Mito-Experten halte ich auch für sinnvoll. Aber es ist fraglich, ob die eine durchweg gleiche sinnvolle Stategie wie z.B. Kuklinski haben und ob die diese Anwenden und Flox verstehen. Ich für mich hatte damals auch das bestreben zu einem Mitoexperte zu gehen. Bei mir um die Ecke war einer. Eine Gefloxte die ich kannte war da vorort. Ich bekam das Therapiekonzept von ihr und hatte draufhin kein Bock hier Geld zu investieren, da ich es eh schon besser wußte und umsetzte. Wer sich an unsere Spielregeln hält und da haben wir 100 % Deckungsgleichheit wird sicherlich vorwärts kommen. (Ich warne im Gegensatz zu dir nur vor ruckartigen Dosen der orthomolekular-Mittel, insbesondere Gluthation, besser ist es stets alles locker anzutesten. Das kann natürlich auch per abgeschwächter Infusion geschehen, ist aber praktisch günstiger und besser eigenständig durch Kapseln machbar) . Wie weit jeder wieder fir wird ist halt individuell und komplexer abhängig und kann sicher nicht nur auf einmaligen Zucker oder Shrimps zurückgeführt werden. Da ist mehr dahinter auch sind die Mitoschäden ja nur ein Teil des FC Problems (GABA + Kollagen etc. wurden bereits genannt). Es könnte auch weiteres zutreffen was bislang unerforscht ist...

Wichtig derzeit ist:
Was machen wir bezüglich der PRAC Entscheidung ? Unserer Therapiekonzepte sind meiner Meinung nach sehr gut, zumindest für die die sie sich durchlesen + effizient umsetzen.
Egal wie sehr wir die auch abspecken / vereinfachen, es bleibt komplex daher muss auch jeder Betroffene etwas mehr Engagement aufbringen wenn er gesunden will. Im LTS Levaquin Tendonitis Solution ist die abgespeckte Basis Therapie übriegens (Magnesium + Vit D).

Gruß Schorsch

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7700

Beitragvon Krabiwi » 14.10.2018, 17:04

Hallo Schorsch,

stimme dir generell zu, daher nur ganz kurz, dann können wir das gerne abschließen.

"Übriegens kann ich seit Monaten schon wieder ordentlich Zucker futtern ohne ein Rückfall zu haben. Mache das halt trotzdem nicht und fahre mein Konzept aber wie passt das denn in deine Theorie ?"

Das passt wie folgt in die Theorie der sekundären Mitochondriopathie, du bist immerhin nun bereits 3 Jahre post flox und natürlich sind auch die Mitos, somit die Zellen und antioxidativen Kapazitäten wieder etwas stärker. Außerdem macht die Dosis das Gift, über Nüsse und Gemüse etc hab ich pro Tag auch 5-10g Glucose. Aber ich würde wetten, dass wenn ich mir ab heute jeden Tag eine Flasche Limonade und somit 100g Saccharose reinziehen würde, ich innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen einen Schub erleiden würde.

Wie gesagt, selbst bei gesunden Menschen zerlegt übermäßig Glucose die mDNA und führt mit der Zeit zu dem was FC's über Nacht anrichten.


"Dein Vorschlag mit der Verweisung zu den lokalen Mito-Experten halte ich auch für sinnvoll. Aber es ist fraglich, ob die eine durchweg gleiche sinnvolle Stategie wie z.B. Kuklinski haben und ob die diese Anwenden und Flox verstehen"

Deswegen ist Feedback sehr wichtig, wenn jemand bei einem Mito-Arzt war sollte er seine Erfahrung hier teilen. Dann kann man gleich einschätzen ob der Experte etwas taugt oder nicht und die Spreu vom Weizen trennen. Wer versteht was im Forum steht und sich reinhängt braucht auch keinen Mito-Arzt, es geht mehr um eine persönliche und individuelle Betreuung und Führung.


"(Ich warne im Gegensatz zu dir nur vor ruckartigen Dosen der orthomolekular-Mittel, insbesondere Gluthation, besser ist es stets alles locker anzutesten. Das kann natürlich auch per abgeschwächter Infusion geschehen, ist aber praktisch günstiger und besser eigenständig durch Kapseln machbar) . "

In wie fern 300 mg GSH i.V. ruckartig ist, lässt sich streiten. Aber ja Acetyl-GSH ist die einfachste und günstigste Alternative, damit kann man auch beginnen ohne erst einen Arzt zu finden.


"Wie weit jeder wieder fir wird ist halt individuell und komplexer abhängig und kann sicher nicht nur auf einmaligen Zucker oder Shrimps zurückgeführt werden. Da ist mehr dahinter auch sind die Mitoschäden ja nur ein Teil des FC Problems (GABA + Kollagen etc. wurden bereits genannt). Es könnte auch weiteres zutreffen was bislang unerforscht ist..."

Möglich dass es noch andere Effekte gibt, aber wenig relevant da es keine Beweise oder stichhaltige Indizien dafür gibt, Stand heute lässt sich alles, aber auch wirklich jedes Symptom sowie Schübe und Rückfälle mit der Mitochondriopathie erklären welche noch dazu wasserdicht mittels Studien belegt ist.

Selbst die GABA Komplexierung scheint nur ein initiales Problem zu sein, später dagegen überwiegend ein Mitoproblem, einiges deutet daraufhin dass die FC-Moleküle recht schnell vom Körper ausgeleitet werden. Eine energetisch schwache Hirnzellen produziert folglich auch das GABA-Protein nur gehemmt. Ob ein GABA nun von einem FC-Moleküle komplexiert wird und daher seine Funktion nicht ausüben kann oder wegen ATP-Mangel einfach nicht mehr genug GABA im Gehirn produziert wird, sollte im Ergebnis aufs Selbe rauskommen.

Bzgl. Kollagen ist es möglich, dass Stahlmann's Theorie von den gestörten Integrinen ein weiterer, hauptsächlich initialer, Faktor ist. Aber auch hier - das langfristige und dynamische Problem sind die Mitochondrien, von denen Kollagenzellen nur wenige besitzen was diese anfällig dafür macht, dass die mDNA-Kopienzahl der Sehnenzellen schnell dahin sind.

Was mich interessieren würde ob irgendwelche Toxine in den Füßen gelagert werden, da es ja bei manchen zu Schwellungen der Extremitäten kommt. Das ist mein größtes Fragezeichen.


"Egal wie sehr wir die auch abspecken / vereinfachen, es bleibt komplex daher muss auch jeder Betroffene etwas mehr Engagement aufbringen wenn er gesunden will. "
Es ist einfach zu komplex für die meisten und wenn jemand überfordert ist, schaltet er ab und tut gar nichts oder wurstelt auf gut Glück rum.
Das ist das was Hr. Dr. Pieper adressierte.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#8052

Beitragvon Krabiwi » 01.11.2018, 14:30

Mal anders rum. Das Gegenstück zu Floxiehope mit einer Sammlung von Fällen mit chronischen Schäden:

https://fqwallofpain.com

Wenn man hier quer liest, fällt direkt auf, dass viele nicht wussten was sie traf und somit auch keine Maßnahmen wie die äußerst wichtige Ernährungsumstellung einleiten konnten. Bei denen die wussten, dass es das AB war liest man auch oft nichts über Maßnahmen, daher kann man davon ausgehen, dass nichts unternommen wurde.

Auffällig ist bei diesem äußerst schweren Fall, dass er zwar offensichtlich volles NEM Programm fuhr, aber Aussagen zur Ernährungsumstellung sucht man vergebens:

http://www.ciproispoison.com/1_4_Blog.html

Summa summarum gibt es online sicherlich weit über 200 Berichte die man analysieren könnte um Muster zu erkennen.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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