Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5000

Beitragvon Krabiwi » 13.05.2018, 16:09

Hallo zusammen,

jeder Flox-Geschädigte kennt und fürchtet ihn: den Schub. Es geht stetig besser, man hat eine gute Phase und dann plötzlich von heute auf morgen flammen die Beschwerden in den Problemzonen wieder auf. Auslöser sind meist körperliche Überanstrengung, erhöhter Stress, Krankheit, Absetzen von Magnesium aber auch Epsom-Fußbäder, mit Antibiotika belastete Nahrung und schlechte Ernährung generell.
Aber was genau verbirg sich dahinter?

Kann es immer noch das chemische Flox-Kampfmittel sein, dass sich wie auf Kommando und Geisterhand aus den Chelatkomplexen mit Mineralien befreit und wieder an das Magnesium der mitochondrialen DNA geht und diese somit beschädigt? Eher weniger, da Moleküle der Chemikalie nicht miteinander kommunizieren und auch keine Entscheidungen treffen.

Meine Theorie ist eine Kombination aus folgenden zwei Aspekten, wobei der zweite überwiegt:

1. FQ stecken noch im Gewebe und Knochen fest, insbesondere wenn man keine regelmäßige Entgiftung gemacht hat und der GSH-Spiegel im Keller ist wird es eine langwierige Sache, insbesondere bei einer hohen Dosis. Der zelluläre Energiemangel gerade in den Zellen in denen die FQ's aktiv waren verlangsamt den Phase 2 - Entgiftungsprozess zusätzlich. Manche Tätigkeiten wie Sport, Stress und Epsom-Salz Fußbäder können möglicherweise die in den Zellen gelagerten FQ's wieder zurück in den Blutkreislauf drücken und einen Schub auslösen wenn die Mineralreserven und Entgiftungsenzyme des Körpers noch geschwächt sind.

2. Mitochondriopathie- Zellen mit zu vielen beschädigten Mitochondrien, die somit schwach sind und bei Überlastung eine Radikalflut auslösen und sterben und sogar Nachbarzellen sowie andere Mitochondrien schädigen können. Bei der Neubildung einer Zelle wird die mDNA zufällig auf die Tochterzellen vererbt. Gefloxte Zellen und deren geschädigte Mitochondrien vermehren sich somit wenn man sie nicht von Anfang an mittels Low-Carb Ernährung, Zuckerverzicht und Intervallfasten in die Apoptose treibt.

Das neugebildete, aber energieschwache Gewebe, kann somit bei der kleinsten Überanstrengung wieder zerstört werden und Symptome flammen erneut auf.

Aufbau Körperzelle:

1_Woss0GX5KrgjxSpBgdgrWw.jpeg


Vererbung:

m_1407761989.jpg


Aufbau einfaches Mitochondrium und Energieproduktion, dies ist die Standarddarstellung, Mitos liegen jedoch in allen möglichen Formen vor, auf fadenförmig, da sie sich den Umständen entsprechend ständig teilen und fusionieren:

117278-004-F3E09D23.jpg


Möglich ist auch, dass die kleine Portion Zuchtfisch gar keine Rolle für den Schub spielte sondern man einfach zu viele leichte Kohlenhydrate und Zucker aß und die geschädigten Mitos in "Radikalkanonen" verwandelte und somit eine Kettenreaktion anstieß oder dem Körper wurden die schlechten Zellen zuviel und schickt sie massig in die Apoptose.


Das erklärt auch warum, die Schübe in der Heilungsphase immer schwächer werden. Da die Vererbung zufällig erfolgt sind auch immer mehr Zellen dabei in denen die gesunden Mitochondrien überwiegen. Ein abflachender Schub kann daher als Prozess der Heilung gesehen werden, in der der Körper die schwachen Zellen ausselektiert und recycled aber dadurch (z.B.) die Sehne oder Muskulator durch den Wegfall von Zellen wieder für eine gewisse Phase schwächer und anfälliger für Überlastung wird.

Die Frage ist nun, was kann man tun damit die Schübe möglichst flach bleiben?

Die logische Antwort darauf lautet ab Tag 1 post flox die geschädigten Mitos aushungern und zur Teilung anregen damit der Körper die beschädigten Teile mit der mutierten mDNA in die Mitophagie treiben kann. Somit können sich die mutierten Mitos gar nicht erst groß vermehren und im Gewebe die Überhand gewinnen.

Die Basis dafür bildet eine komplette und konsequente Ernährungsumstellung. Absoluter Zuckerverzicht, Kohlenhydrate nur in Form von Gemüse und Schwarzbrot. Auf süßes Obst verzichten. Dafür die Kalorienaufnahme über Öle sicherstellen die reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Mit Nahrungsergänzung dafür sorgen, dass die körpereigenen Vitamin und Mineralspeicher voll sind wenn es los geht.

Der Trick dahinter ist, dass Fettsäuren nur langsam in Energie umgewandelt werden, während Zucker quasi auf einen Schlag umgesetzt wird und somit die Mitochondrien kurzzeitig in Radikalkanonen verwandelt welche Schäden an den Zellen und Mitochondrien anrichten wenn die Antioxidantien dem nicht entgegenwirken. Bei Flox ist dies äußerst fatal, da der Antioxidantienspiegel ohnehin erniedrigt ist. Zucker potenziert somit die Floxschäden. Geschädigte/mutierte Mitos können mit Fetten ihr Membranpotenzial nicht mehr halten und fallen somit im Rahmen der Mitophagie durch die körpereigene Qualitätssicherung. Mitochondrien sind in einem stetigen Prozess der Fusion und Teilung und können somit mutierte mDNA abspalten und somit wieder gesunden und ihre Effizienz steigern.


22CycleVieMito.png


F3.large.jpg


Diese Ernährungsumstellung sollte man für ein optimales Ergebnis dann noch mit 16/8-Intervallfasten kombinieren, sprich täglich für 16 Stunden keine Kalorien zuführen. Wenn dann ein Schub kommt, sollte man schleunigst die NEM-Dosis in Form von hochdosiertem Vitamin C und Magnesium etc sowie Aminosäuren einnehmen um dem Körper alles für den zügigen Wiederaufbau zu geben sowie eine eventuell aufkeimende oxidative Stress-Kettenreaktion im Keim zu ersticken.

Es ist bewiesen, dass eine Fastenzeit von über 14 Stunden die Mitophagie fördert, da der Körper dann in den Energiesparmodus geht und die schwächsten, also ineffizientesten, Mitos aussortiert. Hier kommt dann eine Qualitätsprüfung in Gang, welche das el. Potenzial der mitochondrialen Innenmembran testet. PINK1 Proteine können schwache Innenmembranen nicht passieren und sammeln sich im Intermembranraum an, was PARKIN aktiviert und dem Körper das Signal gibt das Mitochondrium mit der mutierten mDNA mittels Lyposomen gezielt zu entsorgen.

Die Mitophagie ist der Apoptose vorzuziehen, da die Zelle somit als Ganzes überlebt. Therapeutische Dosen von Niacinamid fördern ebenfalls die Mitophagie, hier muss man als Gefloxter jedoch vorsichtig sein, da man den Prozess quasi erzwingt und verstärkt.

Sobald man wieder fit genug ist, kann man auch Höhentraining betreiben um die Mitochondrien zu optimieren.

Oben die Mitophagie, unten die Apoptose:

F5.medium.gif


Kritik und Anregungen bei Unklarheiten wie immer Willkommen.

Quellen:
http://flexikon.doccheck.com/de/Mitocho ... _Vererbung
https://medium.com/personal-growth/fast ... eb857a76a4
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/ful ... 09.00487.x
http://leckerabnehmen.com/ernaehrung/intervallfasten/
https://news.harvard.edu/gazette/story/ ... -lifespan/
Zuletzt geändert von Krabiwi am 29.05.2018, 13:50, insgesamt 2-mal geändert.


Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Rosanna Garten
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 147
Registriert: 25.02.2017, 17:52

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5021

Beitragvon Rosanna Garten » 15.05.2018, 10:21

Hallo Krabiwii,

Deine Tipps zur Ernährung kann ich bestätigen.
Vor etwas mehr als 2 Monaten habe ich meine Ernährung komplett umgestellt.
Meine Erfahrungen sind durchweg positiv.
Ich kann nur wiederholen, was an anderer Stelle auch schon gesagt wurde:
Meiden sollte man Zucker (in jeder Form!!!!), Kaffee, Schwarz- oder Grüntee, Alkohol, Kartoffeln, Tomaten, Chili, Weißmehl und VOLLKORNPRODUKTE!!! (--> Stärke --> Zucker!)…
Stattdessen: weißer Reis, Buchweizen, Quinoa usw.
2x pro Woche esse ich Geflügel oder Fisch (ausschließlich Bioprodukte!), ansonsten kein Fleisch, keinesfalls Schweinefleisch!
Gute Öle, Nüsse (KEINE TROCKENFRÜCHTE! --> hoher Fructosegehalt)
Während der Darmsanierung verzichte ich momentan zusätzlich auf sämtliche Milchprodukte.
Zur Info hier noch meine Fructose_Liste:

Fructose-Liste_3.pdf
(304.73 KiB) 45-mal heruntergeladen
Fructose-Liste_3.pdf
(304.73 KiB) 45-mal heruntergeladen

Seitdem ich diese Ernährung einhalte verspüre ich deutlich mehr Energie:
Die Fatigue ist momentan weit weniger ausgeprägt, als in den Monaten zuvor.
Auch die brennenden Muskelschmerzen haben deutlich nachgelassen.

LG
Rosanna G.

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5029

Beitragvon Krabiwi » 15.05.2018, 20:08

Hallo,

Danke für die hilfreiche Liste.

Bei Reis bin ich nicht sicher wegen den vielen Kohlehydraten. Sind diese nicht zu leicht?

Aktuell nehme ich Kohlehydrate nur in Form von Schwarzbrot und buntem Gemüse zu mir, alles was hell/weiss ist meide ich vorsichtshalber.

Eier, Käse und Fleisch auch nur noch Bio, Fisch meide ich erstmal komplett und Bio-Milch max. 100 ml am Tag.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

graswurzeln
Profi
Profi
Beiträge: 60
Registriert: 31.08.2017, 18:59

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5030

Beitragvon graswurzeln » 15.05.2018, 21:10

Hallo,

im Wesentlichen stimme ich mit eueren Empfehlungen überein (kein Zucker, kein Weißmehl, minimal Kartoffeln oder Vollkornprodukte, überwiegend pflanzlich und Bio) Diese Ernährung halte ich seit Oktober durch und sie hat deutliche Fortschritte gebracht.

Anfang des Jahres bin ich dann auf die Sirtuin-Diät gestoßen. Sirtuine sind körpereigene Enzyme, deren Stimulierung eine Art Rexyclingprozess in den Zellen in Gang setzt, der Zellrückstände und andere Ablagerungen beseitigt. Dass Sport und Fasten die Sirtuine aktiviert, ist bekannt und wurde auch schon an anderer Stelle erwähnt.
Doch auch Nährstoffe in Pflanzen, die Polyphenole, haben die Fähigkeit, Sirtuine zu aktivieren. Diese Nahrungsmittel werden als Sirtfood bezeichnet. Sie enthalten keine Sirtuine, denn das sind Eiweiße, die verdaut würden, sondern sie aktivieren Sirtuine.
Bei dieser Diät gibt es also keine Verbote, sondern Empfehlungen, was häufig zu verzehren ist. Ich kombiniere Logi und Sirtuin-Diät.

Die 20 Lebensmittel mit dem höchsten Gehalt an Polyphenolen:

Bird Eye Chili - Luteolin, Myricetin
Buchweizen - Rutin
Kapern - Kaempferol, Quercetin
Sellerie, einschließlich der Blätter - Apigenin, Luteolin
Kakao - Epicatechin
Kaffee - Kaffeesäure, Chlorogensäure (muss jeder bei Flox natürlich selber sehen ob er das verträgt oder dann Depressionen bekommt)
Olivenöl extra vergine - Oleuropein, Hydoxytyrosol
Grüner Tee (insbesondere Matcha-Grüntee) - Epigallocatechingallat (EGCG)
Grünkohl - Kaempferol, Quercetin
Liebstöckel - Hydroxytyrosol
Medjool-Datteln - Gallussäure, Kaffeesäure
Petersilie - Apigenin, Myricetin
Roter Chicoree - Luteolin
Rote Zwiebeln _ Quercetin
Rotwein - Resveratrol, Piceatannol (hier überwiegt bei Flox (bzw. grundsätzlich) der Nachteil durch Alkohol, aber Resveratrol gibt es als NEM)
Rucola - Quercetin, Kaempferol
Soja - Daidzein, Formononetin
Erdbeeren - Fisetin
Kurkuma - Curcumin
Walnüsse - Gallussäure

Bezüglich Chili, Kaffee, grünem Tee unterscheidet sich diese Liste von deinen Erfahrungen, Rosanna. Aber bei Flox muss eh jeder nachspüren, was ihm gut tut. Weißen Reis meide ich auch wegen des hohen Kohlenhydratgehalts.

Es gibt noch eine Liste mit 40 weiteren Sirtfoods und ein Buch mit Rezepten. Dabei auch ein Sirtuindrink, der anfangs 3 mal täglich, dann 2, dann einmal täglich getrunken werden soll

Für mich brachte diese Ernährung eindeutig mehr Genuss und mehr Lebensqualität. Es gibt jetzt jeden Tag mit gutem Gewissen einen Riegel Zartbitterschokolade und eine Tasse Espresso, dazu mal Datteln, mal Erdbeeren, mal Nüsse....

Liebe Grüße
graswurzel

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5032

Beitragvon Krabiwi » 15.05.2018, 23:01

Hallo graswurzeln,

Sirtuine regulieren die Autophagie, also die oben beschriebene Mitophagie und Apoptose, können also nicht schaden da es hier post Flox für den Körper sehr viel zu tun gibt, dass er in der akuten Phase gar nicht nachkommt.

Es geht bei Flox zu 90% um Mitochondrien-Therapie, erst wenn man das verstanden hat, kann man die Weichen stellen und langsam gesunden.

Den Sirtuindrink kannst Du gerne mal vorstellen.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

graswurzeln
Profi
Profi
Beiträge: 60
Registriert: 31.08.2017, 18:59

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5042

Beitragvon graswurzeln » 16.05.2018, 21:26

Hallo Krawibi,

ich schreibe gerne mal das Rezept vom Sirtsaft - aber heute schaff ich es nicht mehr!

LG graswurzel

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5062

Beitragvon Krabiwi » 18.05.2018, 15:22

Noch eine Ergänzung zu dem Beitrag oben.

Jedes Mitochondrium besitzt je nach Größe 2 - 15 Kopien der mDNA.

Bis zu 20% beschädigte Kopien sind kompensierbar, da 80% unbeschädigt sind und somit bei der Reproduktion die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass eine unbeschädigte mDNA vererbt wird.

Ab 40% Beschädigung beginnen klinische Symptome spürbar zu werden.

Ab 60% sind die Beschädigungen so groß, dass die beschädigten Mitos die Überhand übernehmen und chronische Müdigkeitssymptome entstehen.

Wenn man nach diesem Schema geht, kann man annehmen, dass sich bei Flox mit Symptomen, die mDNA Schäden im Bereich 40+% bewegen. Lokal unterschiedlich je nach Beschwerdebild, also bei starken Beschwerden in den Sehnen können hier gut über 60% der mDNA beschädigt sein, worunter die Belastbarkeit der Sehnenzellen massiv leidet. Das Schema lässt sich auf alle anderen Organe übertragen.

Mittels Mitotherapie (Ernährung, Fasten, NEM, Bewegung) werden die Mito mit beschädigter mDNA in die Autophagie getrieben, somit gesunden die Zellen langsam wieder und die gesunde mDNA setzt sich mit der Zeit immer mehr durch.

Meine Theorie ist nun, dass bei Gefloxten, welche eine symptomfreie Phase erleben, der Anteil der beschädigten mDNA wieder den Schwellwert von 40% unterschreitet.

Durch die Besserung neigt man dazu sich körperlich zu überlasten und die Disziplin bzgl. Ernährung und Intervallfasten zu verlieren. Man befindet sich aber noch im orangenfarbenen Bereich und das Verhältnis beschädigte mDNA zu gesunder mDNA kann innerhalb von wenigen Wochen wieder kippen. Insbesonderen weil sich beschädigte mDNA genauso reproduziert und vererbt wie die gesunde mDNA, wenn nicht sogar etwas schneller.

Das langfristige Ziel muss es demnach sein den Anteil der beschädigten mDNA wieder unter 20% zu bekommen. Dafür muss man die Ernährung dauerhaft umstellen und Intervallfasten als festen Bestandteil in sein Leben integrieren.

Basierend auf folgendem Ausschnitt:

"Jede mt-DNA enthält insgesamt 37 Gene. Jedes Gen besitzt glücklicherweise
2 bis 15 Kopien. Sind einige Kopien geschädigt, werden diese durch
die übrigen kompensiert. Man nimmt an, dass erst bei einem Anteil von
insgesamt 60 % geschädigter Kopien ein Schwellenwert erreicht wird, der
sich in einer klinisch bemerkbaren, verminderten Energiebildung äußert.

20 % sind kompensierbar. Bei 40 % würden Betroffene eine Abnahme der
Belastbarkeit allgemein, der Alkoholtoleranz, evtl. eine Gewichtszunahme
bei unverändertem Kostregime u. a. Symptome spüren. 60 % Schäden in
der mt-DNA gehen mit chronischer Müdigkeit (CFS, S. 253) einher.
Die Energiereserven reichen dann nur noch für das Überleben und Funktionieren
lebenswichtiger Organe aus. Der Mt-Metabolismus läuft auf
Sparflamme, „nichts geht mehr“. Personen mit einem Mt-Schädigungsgrad
von 40 bis 50 % leben gefährlich. Sie und ihr Arzt wissen es nicht.
Psychostress, ex- und intensive Belastungen, Infektionen, Impfungen,
Medikamenteneinnahme u. Ä. können schnell dazu führen, dass der
Mt-Schwellenwert überschritten wird. Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
werden zu häufig als mangelnde Kondition fehlgedeutet."

http://www.dr-kuklinski.info/aktuell/mi ... rschau.pdf
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

graswurzeln
Profi
Profi
Beiträge: 60
Registriert: 31.08.2017, 18:59

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5063

Beitragvon graswurzeln » 18.05.2018, 16:29

Hallo Krawibi und alle Gefloxten,

nun kommt meine versprochene Antwort und das Sirtuindrink-Rezept.

Zu deinen obigen Ausführungen: Im wesentlichen sehe ich das genau so. Allerdings denke ich, dass bei der Verschlechterung nach einer guten Phase die mangelnde Ausleitung des "Zellmülls" eine große Rolle spielt.
Mir ist genau das diese Woche passiert. Ich habe erstmals IHHT und Verzicht auf Antioxidantien mit Intervallfasten kombiniert. Nach dem einen Tag habe ich die normale Therapie fortgesetzt. Leichtsinniger bin ich nicht geworden. Auch der Alltag war nicht besonders anstrengend. Dennoch war das zu viel. (deshalb erst heute meine Antwort)
In den letzten Monaten habe ich eine spürbare Besserung (natürlich mit auf- und ab) erst erlebt, seit ich zu der Mitochondrientherapie mit NEMs, Ernährung, IHHT verschiedene Maßnahmen zur Ausleitung ergriffen habe: sensomotorische Körpertherapie, Vitalfeldtherapie, GuaCha, Sauna, Spagyrische/ Homöopathische Medikamente wie Lymphdiaral und Phytocortal N, Leberwickel, Heidelberger Kräuterpulver, DMSO-Salbe
Es gibt da sicher noch weitere Möglichkeiten wie Lymphdrainage, Matrix-Rhythmus-Therapie, ....

Die Kunst wäre nun, immer nur so viele Mitos in die Autophagie bzw. Apoptose zu treiben, wie auch ausgeleitet werden können und nur so viele, dass die verbleibenden Mitos den Gesundheitszustand einigermaßen erhalten können. Das benötigt viel Aufmerksamkeit und Gefühl für den eigenen Körper und viel Geduld und wird dennoch nicht immer gelingen. Da müsste es schon einen Schnelltest, wie etwa beim Blutzucker geben, der einen regelmäßig über den aktuellen Zustand informiert. Aber das ist natürlich Zukunftsmusik. Also werden wir weiter mit dem Auf- und Ab bei langsam steigender Tendenz leben müssen.

So, nun zum Sirtfoodsaft. Das klassische Rezept ist mit Grünkohl und daher in der aktuellen Jahreszeit nicht praktikabel. Aber dazu gibt es Varianten. Es ist wichtig, den Saft wirklich in einem Entsafter zuzubereiten. Erstens ist der Geschmack dann vieeeel besser und zweitens haben Untersuchungen der Ärzte, die diese Ernährungsform entwickelt haben, dass nur so der Blutspiegel an entscheidenden Nährstoffen drastisch ansteigt.

Hier das Rezept:

2 große Handvoll Grünkohl (oder 1 mittelgroßer Pak Choi und 1 mittelgroße Handvoll Brunnenkresse oder 3 Handvoll Brunnenkresse- dann ohne Rucola, Petersiele, Liebstöckel)
1 große Handvoll Rucola
1 sehr kleine Handvoll glatte Petersilie
1 sehr kleine Handvoll Liebstöckelblätter
2-3 größere Stängel Stangensellerie einschließlich Blätter
1/2 mittelgroßer grüner Apfel
1-2 cm frischer Ingwer
ausgepresster Saft von 1/2 Zitrone
1/2 gestr. TL Matcha (erst unmittelbar vor dem Drinken unterrühren)

Ich gebe ja zu, dass nicht immer alle Zutaten leicht zu bekommen sind. Ich werde dann kreativ und mische das, was ich zur Verfügung habe - so viel Verschiedenes wie möglich.

Jetzt zur Erdbeerzeit mache ich mir auch mal folgenden Smoothie:
150 g Erdbeeren
1 EL Kakao
10g Medjool-Datteln
10g Walnüsse
200 ml Milch oder pflanzliche Alternative
wer sich das auch scharf vorstellen kann, kann auch noch Ingwer und/oder Chili untermischen.

Viel Spaß beim Probieren
Liebe Grüße
graswurzel

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#5066

Beitragvon Krabiwi » 19.05.2018, 19:18

Danke für das Rezept, graswurzeln.

Ja das Lymphsystem steht post Flox definitiv unter größter Belastung und ist nicht dafür ausgelegt, dass Körperzellen im Flox-Umfang in die Apoptose gehen.

Bei Anstrengung wird die Mitophagie aktiviert, schwache Mito-Teile werden abgespalten und entsorgt. Es ist normal, dass es anschließend zu einer Schwächephasen kommt, da ja nun Mitos fehlen und die vorhanden kleiner sind und die ATP-Produktion somit erniedrigt ist. Nach jedem Zyklus wird aber die Qualität der mDNA besser, man betreibt es am besten lebenslang, auch wenn man nicht gefloxt ist, da mit dem Alter ganz natürlich mDNA-Schäden auftreten.

Je schneller man die schlechten Mitos los wird, desto besser, das Problem ist wie gesagt, dass diese sich ebenfalls vermehren und vererbt werden wenn man keine strikte Mito-Therapie betreibt.

Niacinamid hochdosiert ab 500mg soll laut Studien ebenfalls die Mitophagie verstärkt fördern, hab es mir zugelegt und werde es mal testen und bei Gelingen einmal pro Woche durchführen. Es gibt imho folgende, kombinierbare, Wege die Mitophagie zu fördern:

1. Ausdauertraining
2. Höhenluft
3. Ketogene Ernährung
4. Fasten
5. Sirt und Niacinamid

Da 1 +2 für mich aktuell noch nicht in Frage kommt praktiziere ich 3 + 4 und werde 5 testen.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Benutzeravatar
sonja1984
Anfänger
Anfänger
Beiträge: 2
Registriert: 01.08.2018, 08:15

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#6528

Beitragvon sonja1984 » 01.08.2018, 11:50

Krabiwi hat geschrieben:Danke für das Rezept, graswurzeln.

Ja das Lymphsystem steht post Flox definitiv unter größter Belastung und ist nicht dafür ausgelegt, dass Körperzellen im Flox-Umfang in die Apoptose gehen.

Bei Anstrengung wird die Mitophagie aktiviert, schwache Mito-Teile werden abgespalten und entsorgt. Es ist normal, dass es anschließend zu einer Schwächephasen kommt, da ja nun Mitos fehlen und die vorhanden kleiner sind und die ATP-Produktion somit erniedrigt ist. Nach jedem Zyklus wird aber die Qualität der mDNA besser, man betreibt es am besten lebenslang, auch wenn man nicht gefloxt ist, da mit dem Alter ganz natürlich mDNA-Schäden auftreten.

Je schneller man die schlechten Mitos los wird, desto besser, das Problem ist wie gesagt, dass diese sich ebenfalls vermehren und vererbt werden wenn man keine strikte Mito-Therapie betreibt.

Niacinamid hochdosiert ab 500mg soll laut Studien ebenfalls die Mitophagie verstärkt fördern, hab es mir zugelegt und werde es mal testen und bei Gelingen einmal pro Woche durchführen. Es gibt imho folgende, kombinierbare, Wege die Mitophagie zu fördern:

1. Ausdauertraining
2. Höhenluft
3. Ketogene Ernährung
4. Fasten
5. Sirt und Niacinamid

Da 1 +2 für mich aktuell noch nicht in Frage kommt praktiziere ich 3 + 4 und werde 5 testen.

Viele Grüße


Hey, bin auf diesen Beitrag gestoßen und möchte Punkt 4 nochmal ausdrücklich empfehlen. Seit ich mit dem Fasten (16/8 Intervallfasten) angefangen habe, fühle ich mich sooo viel besser! Die Autophagie, die durch das Fasten aktiviert wird, verbessert die Zellreinigung (Quelle: https://intervall-fasten.net/intervallfasten ) und das macht sich auch im allgemeinen Wohlbefinden bemerkbar (bei mir zumindest :D ). Kann ich also wirklich empfehlen!

Katharina71
Experte(in)
Experte(in)
Beiträge: 28
Registriert: 20.08.2018, 10:18

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#7718

Beitragvon Katharina71 » 15.10.2018, 21:14

Ich gebe mir Mühe zuckerfrei zu leben, ich schaffe es nicht immer dafür intervallfasten. Ich lese und lese und merke mit jedem Rückfall wie ungeduldig ich werde, dabei sind es gerade 3 Monate her als ich mit cipro für 10 Tage einnahm.
Seit 4 Wochen arbeite ich wieder. Eigentlich ging es mir wieder gut. Außer das nach Cipro meine Tage 14 Tage dauern und ich dabei schwanke. Ich habe täglich Magnesium genommen doch alles andere wie q10 und Vit. D. Unregelmäßig. Da ich das Gefühl auch hatte das Vit d mir nicht gut tat.
Kaffee geht nur coffeinfrei und viel trinken. Habe ich trotzdem normal Kaffee versucht hatte ich kurze Zeit später wie watte im kopf und schwankte leicht. Cmd hatte sich ja bei ciprofloxacin Einnahme extrem mit extrem schmerzen verstärkt. Meine Physiotherapien sind zu ende. Ich hatte zwei Tage kein Magnesium heute viel gelaufen gesessen wenig getrunken coffeinfrei Kaffee im bioladen versucht.. Nach einer gewissen Stunde Zeit Gefühl watte im kopf und leicht Schwankungen. Troz coffeinfrei? Dabei dachte ich es endlich los zu sein. Die Schwankungen ist somit das einzige neben den Kopf Nacken schmerzen was ab und zu da ist. Nur der Verdacht auf cadasil steht noch im raum. Wegen der kleinsten Blutäderchen die im gehirn geplatzt sind. Nervenwasser Untersuchung steht noch an. Mein Neurologe will nicht glauben das Cipro schuld ist. Mrt sagte keine frische blutung. Doch ab welchem Zeitpunkt ist es keine frische Blutung mehr? Die extrem starken Kopfschmerzen kamen mit der ersten Einnahme von Cipro und die Augenmigräne Aura nach der letzten Einnahme also ein Zeitraum von 1 1/2 Monaten zwischen mrt und cipro..

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 954
Registriert: 07.10.2016, 09:36

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#7726

Beitragvon Schorsch » 15.10.2018, 21:55

Hallo,

das ist ein guter Beitragsverlauf, der sich auch viel mit meinen Erfahrungen deckt. Auch das Thema Lymphsystem halte ich für enorm wichtig. Ich merke das deutlich an meinen Waden. Wenn ich mal versucht habe leichte Übungen der Ausdauer zu machen z.B. 10-15 Min. Ergometer, habe ich 1-2 Tage danach richtig Spannungen und Verhärtungen + extrem empfindliche A-Sehnen und muss dann die nächsten Tage für guten Blutfluss mit Massage / Kneip etc. sorgen. Schätze der Zellschrott den ich dann im "Training" produziert habe muss halt raus, was dieser Effekt eben deutlich macht.

Dazu fällt mir der Beitrag von Dr. Pieper ein:

"Ein wichtiger, bisher meines Wissens kaum wissenschaftlich gewürdigter Aspekt ist der raumgreifende Faktor der Chelatkomplexe, das dürfte beispielsweise auch das Endoplasmatische Reticulum, den Zellmülleimer, sehr deutlich betreffen. In einer Sehnenzelle muß es nach FQ-Abgriff so schlimm aussehen wie in den Strassen von Neapel zu den schlimmsten Zeiten des Müllstreiks.
Genau dieser Zellmülleimer wird vermutlich durch die Belastung und die natürliche Selektion noch mehr zugemüllt. "

Hier muss also auch stets aufgeräumt werden. Daher ist bei Flox definitiv nicht nur die mangelnde Versorgung, sondern auch der mangelnde Abtransport ein Problem. Insbesondere wenn man weiß das die kappilaren Feinstgefäße durch Flox auch zerstört werden. Man sollte also stets für Durchblutungsfördernde Maßnahmen sorgen. Hier kann es theoretisch auch zum Lymphstau kommen was dann eben einen Schub bewirkt.

Zu den Punkten:

1. Ausdauertraining
2. Höhenluft

hätte ich Fragen.

1. was wäre ein gutes Ausdauertrainingskonzept für Mitochondriale Schäden ? Welche Trainings-Längen, welche Methodik und was sollte man beachten ?

2. Zum Höhenlufttraining was kann man hier alles machen ? Graswurzel du hast hierzu ein Gerät im Einsatz könntest du das bitte mal genauer posten, was das ist und wie du hier vorgehst ? Kann man das Höhentraining auch irgendwie mit einfach Mitteln simulieren ? Ich meine hier hatten wir mal in einem anderen Thema was von Masken etc.

Danke +Gruß
Schorsch

graswurzeln
Profi
Profi
Beiträge: 60
Registriert: 31.08.2017, 18:59

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#7758

Beitragvon graswurzeln » 16.10.2018, 21:55

Hallo Schorsch,

ja, ich habe ein Gerät zum Höhentraining im Einsatz.
Gleich mal vorweg - schnelle Heilung gibt es auch damit nicht.
Ich versuche mal, die Anwendung genauer zu Beschreiben. Das Gerät ist im Prinzip ein Sauerstoffkonzentrator. Neben der Anschlussmöglichkeit bei sauerstoffreicher Luft gibt es auch noch eine Anschlussmöglichkeit an sauerstoffarmer Luft. Es gibt eine Einstellmöglichkeit, an der eine Skala die entsprechende Höhe anzeigt. Ich "trainiere" bei 3000m. Während des Trainings kontrolliere ich den Sauerstoffgehalt im Blut über so einen Fingerclip. Ich achte darauf, dass ich nicht unter 80% Sauerstoffsättigung komme (aber das ist eh nicht der Fall) Der Wirksame Bereich für die Zerstörung geschädigter Mitos soll unter 86% sein.
Erst atme ich 4 Minuten sauerstoffarme Luft ein (angefangen habe ich mit 3 Minuten), dann 2 Minuten sauerstoffreiche Luft. Seit kurzem wiederhole ich diese Prozedur ein zweites Mal.
Aber man muss sehr vorsichtig sein und auf seinen Körper hören. Der Effekt ist im Prinzip der Gleiche wie beim Intervallfasten.
Erst mal geht es mir wieder schlechter, das Kribbeln in den Beinen wird stärker, der Schlaf schlechter .. und ich brauche wieder ein paar Tage Erholung. (Auch bei dem Versuch ketogener Diät und beim Intervallfasten erlebte ich das Gleiche) Vor den Sommerferien (18 Monate postflox) wollte ich zu viel, habe zu viele Wiederholungen und zu wenige Pausen zwischen den Anwendungen gemacht. Das musste ich im Urlaub büßen, die Füße taten wieder sehr weh, auch Symtome, von denen ich schon glaubte, sie hinter mir zu haben, wie Herzrasen und Sehstörungen kamen wieder.
Ganz wichtig ist nach meiner Erfahrung an den Pausetagen, die Ausscheidung zu fördern, z.B. mit Sauna, GuaCha, Vitalfeld-Therapie, sensomotorische Körpertherapie, Schröpfen. Neu ins Programm aufgenommen habe ich Detox-Yoga und Honig-Massage. Das tut mir wirklich gut.
Zur Zeit geht es mir deutlich besser. Da kann ich die Zusammenhänge noch deutlicher spüren. Deshalb bin ich der Auffassung, dass durch die Therapie (egal ob Intervallfasten, Ketogene Diät, Höhentrainig, Infrarotlicht) nach wie vor Gift/ FC freigesetzt wird. Die Vergiftungssymptome vom Anfang kommen in abgeschwächter Form wieder. Auf jeden Fall ist es wichtig, die Ausscheidung zu fördern, egal ob von Gift oder "Zellmüll" und dafür zwischen den Therapietagen immer genug Pausetage zu machen.
Ich gehe da ganz nach meinem Befinden, wenn der Schlaf wieder besser und das Kribbeln weniger wird, mache ich wieder Höhentraining. Am Anfang auf keinen Fall öfters als 1mal die Woche.

Also, zu Beginn habe ich mir eine schnellere Besserung erhofft. Das hat sich nicht erfüllt. Aber ich kann so systematisch langsam die Belastung steigern und habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es irgendwann schneller voran geht.

Im Buch "Mitochondrien" von Kuklinski ist eine Möglichkeit erwähnt, wie man das Höhentraining mit einfachen Mitteln nachahmen kann:
Erst "Sport" - also eine Belastung, die einen in Sauerstoffmangel bringt, das kann bei Gefloxten auch ein kurzer Spaziergang sein, dann Sauerstoff aus einer Sauerstoffdose (die gibts im Internet) einatmen. Wäre einen Versuch wert, aber ich habe damit keine Erfahrung.

Noch Fragen?

Viele Grüße
graswurzel

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 954
Registriert: 07.10.2016, 09:36

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#7762

Beitragvon Schorsch » 16.10.2018, 21:58

Hallo graswurzel,

vielen Dank für deine Infos wie heißt das Gerät genau, um sich mal die technischen Details zu googeln und den Preis zu sehen ?

Das Thema Sauerstoff ist ein als Flox oft unterschätztes Mittel. Ging mir lange Zeit auch so, man liest es hier und da indirekt aber es ist noch nicht der klare Zusammenhang da. Dann irgendwann hat man den gewissen Wissens-Status und die Gesetzmäßigkeiten des Fasten und der Mitochondrientherapie verstanden und man sieht alles aus einem viel logischeren und banaleren Kontext.

Es gab zum Thema Atemtechnik auch einen interessanten Galileo.tv Beitrag den ich hier mal linken möchte:

https://www.youtube.com/watch?v=bW30ANJ-wNM

Der Typ ist Apnoetaucher und hat glaube ich einen Rekord mit 25 Minuten aufgestellt. Bei dem wird jede einzelne Mitochondrie auf Max. Leistung laufen so wie der schon aussieht. Er hat vor kurzem auch ein Buch veröffentlicht, das kostet aber recht viel bei Amazon glaube ca. 70 Euro.

Wichtiger ist jedoch das man den Punkt Atmung als Flox nicht außen vor lässt und wir hier weiter schauen was für uns sinnvoll sein kann. Hier muss ich selbst auch noch Hausaufgaben machen. Aber es ist so klar wie nur irgendwas, das hierbei enormes Potential liegt. Progressive Muskelentspannung, Yoga, Autogenes Training alles beinhaltet auch Atemtechniken und wie gesagt, hat man den Kontext des Heilfasten verstanden, sollte man auch die Atmung irgendwie sinnvoll in den Alltag integrieren. Da bin ich aber wie gesagt selbst noch nicht so fit im Thema. Ich denke bei Flox wird die Atmung nicht nur über den Mitochondrientherapeutischen Aspekt positive Auswirkungen haben auch die Beruhigung und die Effekte auf das ZNS spielen hier vermutlich nochmal eine zusätzliche Rolle.

Gruß Schorsch

Benutzeravatar
Krabiwi
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 650
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Der Schub, Relapse, Rückfall - Was verbirgt sich dahinter?

#7771

Beitragvon Krabiwi » 17.10.2018, 15:32

Hallo,

das mit der Atmung und somit Sauerstoffarmut ist definitiv ein Ansatz nach der akuten Phase um die Mitos weiter zu optimieren und die letzten 20-30% beschädigte mDNA loszuwerden.

Neulingen würde ich es nicht empfehlen, da man viel falsch machen kann, sich u.U. in Erstickungsgefahr bringt und sportliche Belastung kontraproduktiv ist. Da ist Fasten und Umstieg auf antioxidativen Fettsäurestoffwechsel risikoärmer.


"Also, zu Beginn habe ich mir eine schnellere Besserung erhofft. Das hat sich nicht erfüllt. "

Man muss bedenken, dass wenn gut 50% der mDNA und somit der Mitos beschädigt sind der Körper diese nicht alle auf einen Schlag aussortierten kann, da man sonst tot umfallen würde.

Deswegen gehen die Genesungszeiträume auch über Jahre, ein langsamer Prozess, Stück für Stück.

Therapeutisch wichtig ist, dass man unterm Strich eine Lebensart pflegt, in der mehr beschädigte mDNA über Mitophagie aussortiert wird als neue mDNA-Schäden durch freie Radikale und Proliferation entstehen. Erst dann gesundet man theoretisch.

Aber es ist definitiv ein Ansatz, eventuell genügt es sogar regelmäßig einfache Atemübungen zu machen und auch solange wie möglich die Luft anzuhalten. Oder mit einer Sportmaske Höhenluft zu simulieren. Daten und Erfahrungswerte unter Flox gibt es dazu leider keine.

"(Auch bei dem Versuch ketogener Diät und beim Intervallfasten erlebte ich das Gleiche) "
Bei dieser Umstellung entzieht man beschädigten Mitos ,die Fettsäuren aufgrund ihrer Schäden nur noch unzureichend umsetzen können erstmal die Energie, die Umstellungsphase kann wegen dem Ernergiemangel daher erstmal die Symptome verstärken. Bin nun bereits seit über 6 Monaten ketogen, kein Heißhunger mehr, keine Unterzuckerung oder Überzuckerung, Intervallfasten extrem 6/18 und 4/20 problemlos möglich ohne mich zu quälen, Genesung in allen Problemzonen langsam aber stetig stabil.

". Deshalb bin ich der Auffassung, dass durch die Therapie (egal ob Intervallfasten, Ketogene Diät, Höhentrainig, Infrarotlicht) nach wie vor Gift/ FC freigesetzt wird. Die Vergiftungssymptome vom Anfang kommen in abgeschwächter Form wieder. "
Unser "Gift" ist die beschädigte mDNA. Durch die genannten Maßnahmen wird ein Teil der beschädigten Mitos und somit deren mDNA ruckartig abgebaut, durch die dadurch temporär verstärkte Energiearmut in den betroffenen Zellen gibt es einen Symptomschub.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.


Zurück zu „Erste Hilfe“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast